#41 Eine Insel zum Anbeißen - wie die Seeluft in den Schinken kommt

Shownotes

Der Herbst meldet sich auf Norderney – und zwar mit ordentlich Wind und Wetter. Das große ABBA-Revival auf dem Kurplatz konnte trotz reichlich Regen stattfinden und lockte rund 4.000 Menschen an. Beim Triathlon einen Tag später sah es dagegen anders aus: Wegen des starken Windes mussten Schwimmen und Radfahren ausfallen. Doch auch wenn die Sommersaison langsam zu Ende geht, gibt es auf der Insel noch einiges zu entdecken. Und dieses Mal wird es im Tidentalk besonders lecker.

Kurdirektor Wilhelm Loth und Moderator Ludger Abeln begrüßen Silvia Frieling. Ihr Herz schlägt für eine echte Inselspezialität: den Norderneyer Seeluftschinken. Was einst als Vision von Matthias Sauels begann, entwickelte sich zu einem Produkt, das heute weit über die Insel hinaus bekannt ist. Doch was hat die Norderneyer Seeluft eigentlich mit dem Schinken zu tun? Und wie kommt sie hinein? Silvia Frieling nimmt die Tidentalker mit in die Produktion: vom Salzen und Würzen per Hand über die Trocknung bis zur Reifung, bei der schließlich die besondere Norderneyer Seeluft ins Spiel kommt. Rund zwölf bis 14 Wochen dauert es, bis der Schinken fertig gereift ist.

Natürlich wird auch über den Geschmack geschnackt. Neben dem Klassiker gibt es den Seeluftschinken unter anderem als Pfeffer-Variante und zu bestimmten Aktionen mit Rotwein. Ganz wichtig ist aber vor allem eines: hauchdünn muss er geschnitten sein. Dazu gutes Brot und Butter – schon werden bei Wilhelm und Ludger Erinnerungen an frühere Zeiten und deftige Familienessen wach. Und es zeigt sich: Schinken ist für die beiden bis heute etwas Besonderes, das nicht jeden Tag auf den Tisch kommt.

Warum der Norderneyer Seeluftschinken inzwischen auch ein Markenbotschafter für die Insel geworden ist, was moderne Produktion mit alter Tradition verbindet und warum es bei der geheimen Gewürzmischung wirklich nur beim Schnuppern bleibt – das alles gibt es in dieser Folge. Oder wie es Wilhelm Loth auf den Punkt bringt: „Wer den Seeluftschinken nicht kennt, hat Norderney verpennt.“

Der Tidentalk schwappt immer am ersten Freitag im Monat ans Festland. Also gerne die Glocke drücken und abonnieren.

Fragen, Anregungen, Themenwünsche, Freudenrufe an marketing@norderney.de
Aktuelle Infos und Podcast-Plattform: https://www.norderney.de/

Norderney-Tidentalker:
Wilhelm Loth, Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH
Ludger Abeln, Moderator, Sprecher, Autor und Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück e. V.
https://www.ludgerabeln.de/

Gast:
Silvia Frieling, Marketing Norderneyer Seeluftschinken

Transkript anzeigen

00:00:01: Hey, Norderney.

00:00:03: Teentalk mit Wilhelm Loth und Ludgar Arbeln Ja, moin zusammen oder besser gesagt hey, Norderney.

00:00:19: Wir sind wieder soweit schon wieder ein Monat rum ich fasse es nicht und wenn man mal kurz in die Geschäfte geht Es ist im Prinzip schon wieder Weihnachten Die Weihnachtsmänner, die Schokoladenmänner liegen darum Lebkuchen, Marzipan-Kugeln was alles da ist.

00:00:33: aber noch sind wir natürlich nicht so weit.

00:00:35: jetzt sind wir erstmal im Oktober Aber muss natürlich schon sagen es wirft seine Schatten schon voraus.

00:00:41: Und herzlich willkommen natürlich auch wieder Willem Loth, Co-Direktor der Insel Norderney.

00:00:46: Wir hatten ja und das ist ja schon so ein paar Tage vorbei in nicht nur sonnige Tage sondern auch ein paar Stürmische und das hat so ein bisschen glaube ich auch Willem einen oder zwei Veranstaltungen da ein bisschen durch den Dunderlai gewirbelt glaube ich.

00:01:00: Ja erstmal herzlichen Willkommen auch von mir an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:01:05: schön dass Sie wieder dabei sind.

00:01:08: Ja klar, also die ersten Vorboten des Herbstes waren da und haben uns dann auch den einen oder anderen Strich durch die ein oder andere Veranstaltung gezogen.

00:01:21: Also ich kann sagen wir haben ja das große Abschlusskonzert dieses Aber Revival am Kupplatz gehabt Anfang September des letzten Monats.

00:01:32: Da hat es also geregnet, Ludger.

00:01:33: Das kannst du dir nicht vorstellen als wenn's kein Morgen gibt und ich hab hier nachmittags aus meinem Bürofenster geschaut auf den Kurplatz und da schwammen die Enten auf dem Wasser... So hoch stand es, also wirklich auch dem Rasen.

00:01:49: Also ein Prinzip so bisschen venedig auf Norderney?

00:01:51: Venedig.

00:01:53: aber wir sind ja pleatsch weißt du als Norddeutscher und haben natürlich fleißig den Wetterbericht geschaut und es sollte zum Abend aufklaren.

00:02:02: und was soll ich sagen?

00:02:04: die Drainage am Rasen hat gut funktioniert Es war zwar nicht ganz trocken aber in Ordnung die Veranstaltung draußen stattfinden konnte.

00:02:14: Allerdings haben wir dann einen Tag später den Triathlon nur sehr eingeschränkt wahrnehmen können, wir konnten also nur den Lauf starten weil es so windig war dass wieder da schwimmen noch das Radfahren stattfinden könnte.

00:02:27: Es ist

00:02:27: natürlich

00:02:28: sehr

00:02:29: schade.

00:02:30: Also Schwimmen natürlich muss man dazu sagen wenn die Nordsee so hochgepeitscht ist dann kannst du natürlich nicht raus denken.

00:02:35: mal jeder wird dafür verständnis haben.

00:02:37: Und klar, wer einmal auf Norderney war oder Inseln überhaupt kennt, da geht der Wind natürlich rüber.

00:02:42: Also sobald man mit dem Rat ein bisschen außerhalb von geschützten Straßen ist, wird es einem wahrscheinlich runter.

00:02:49: Das hat mir wahrscheinlich mal Unfälle gegeben als sonst was.

00:02:51: Ja wir hatten auch Böen bis zu zehn.

00:02:53: also das ist dann eben das Gefährliche.

00:02:55: wenn du dann auf dem Rat sitzt und dich erfasst eine Böhre.

00:02:59: Wir haben ja dann auch einen Schiedsrichtergremium Und die müssen entscheiden am Ende, ob so eine Veranstaltung stattfinden kann.

00:03:08: Das hat auch ne haftungsrechtliche Dimension und wenn die sagen jetzt dann ist es so.

00:03:16: Also ist nicht, is nicht?

00:03:17: Ist

00:03:17: nicht, ist nicht!

00:03:18: Obwohl wir immer sagen Geil nicht gift'nicht, ne?

00:03:21: Ja

00:03:21: das ist obspektlich.

00:03:24: Ich weiß ja unser Gast da mitkommt.

00:03:25: Wir stellen sie natürlich gleich vor vielleicht nochmal zu.

00:03:27: Aber ich meine aber muss das ganz ehrlich sage Meine Schwester zieht mich heute noch damit auf Meine allererste Langspielplatte, das war sogar ein Doppelalbum vom Musikladen im NDR.

00:03:38: Das war The Best of Aber und ich finde immer noch, dass ist immer noch eine coole Kombo.

00:03:44: vor allem man muss ja auch dazu sagen wenn du siehst was die so gemacht haben in London dieses riesige Virtual Reality Stadion wo die Leute reingehen obwohl aber da gar nicht auftritt Es ist einfach cool.

00:03:55: Ich glaube, das hat man auch bei euch gemerkt, oder?

00:03:57: Ja dieser Abermania also dies ungebrochen Generationsübergreifend und absolut.

00:04:02: ich finde immer faszinierend.

00:04:04: Also alle können alle Lieder mit singen.

00:04:06: Also es gibt ja so diese Phänomene wo das so ist.

00:04:12: Wir haben ja vor zwei Jahren pur hier auf der Insel gehabt da war's genauso.

00:04:15: Also jedes Lied vom ersten bis zum letzten Satz kann damit gesungen werden.

00:04:21: So ist es aber auch gewesen Und das ist natürlich faszinierend.

00:04:25: Also Polonese über den Kurplatz, du glaubst es nicht.

00:04:30: also da war richtig was los

00:04:32: und vor allem muss man zu sagen voll, volle Hütte.

00:04:35: Ja,

00:04:35: viertausend Menschen haben wir so überschlagen.

00:04:40: ja vielleicht entwickelt sich das zu einer schönen Tradition.

00:04:43: Wir sind ja letztes Jahr damit angefangen Haben eine große Glaskuppel mitten auf dem Kurplatz die von allen Seiten einzusehen.

00:04:52: Bei schönem Wetter ist natürlich die Stimmung noch mal deutlich schöner, weil dann alle ihre Picnic-Decken mitbringen und man sitzt dort und verköstigt sich ein gutes Glaswein Käse.

00:05:04: Vielleicht den Norderneyer Schinken dazu?

00:05:06: Das war das jetzt.

00:05:07: Hast du schon was dabei?

00:05:08: Klasse Überleitung!

00:05:10: Super Überleitungen ja.

00:05:12: Genau und da einfach eine wunderschöne Stimmung und das macht wirklich Spaß.

00:05:18: Damit kommen wir auch schon zu unserer Gästin, wenn man das... Man darf ja heute alles irgendwie dann doch gendern.

00:05:22: Also Gästen auf jeden Fall!

00:05:25: Das ist nämlich.

00:05:26: Silvia Frieling gehört zu einem Unternehmen was eine besondere Spezialität herstellt die nämlich tatsächlich auch etwas mit der Insel Norderney zu tun hat es sogar im Namen trägt und zwar der Norderneyer Seeluft Schinken und da muss ich drauf bestehen auf See-Luftschinken, weil manche sagen das verkürzt Norderneyer Schinken.

00:05:47: Das trifft aber nicht so ganz.

00:05:48: deswegen freuen wir uns heute dass die Bahnsees Silvia Frieding.

00:05:52: herzlich willkommen Silvia.

00:05:54: Ganz herzlichen Dank erstmal für die Einladung natürlich und ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:05:59: Und dass wir unseren neuer Danaiern Seeluft schinken, auch entsprechend vorstellen können bzw noch weiter vorstellen können.

00:06:06: Sie können ihn leider nicht sehen aber ich sehe hinten.

00:06:09: Frau Freeling sitzt nämlich im Prinzip an nur ein Raum weiter.

00:06:12: da sind zwei schöne große Kästen.

00:06:15: normalerweise wird wahrscheinlich Schinken darin transportiert.

00:06:18: Ich glaube sie haben heute was anderes drin transportiert, oder?

00:06:21: Das

00:06:21: könnte auch der Schinken sein.

00:06:22: Lassen Sie sich mal überraschen ja!

00:06:24: Also ich rieche es doch nicht weil wie gesagt ein bisschen weiter weg.

00:06:27: aber wir kommen natürlich nachher auf den Geschmack und auf den Geruch und was den Schinken so besonders macht.

00:06:32: dabei Frau Frieding erstmal musst du dir natürlich vorstellen vielleicht sagen sie einfach mal... Ich weiß sie waren Leiterin des Vertriebs-Inndienstes bei der Firma Sauls die nämlich diesen Schinken produziert, sind eigentlich schon wo.

00:06:45: sie sagen eigentlich bin ich schon raus aber ich kann es trotzdem nicht lassen und sind immer noch dabei.

00:06:50: Was machen Sie zurzeit?

00:06:51: Ja auch während meiner aktiven Zeit habe ich das Marketing für den Norderneyer Seeluft hinten gemacht und man ist da jetzt dann auch nochmal auf mich zugekommen ob ich das denn weitermachen möchte, wo ich natürlich gerne auch zugegriffen hab weil das schlicht mein Herz schon für weil das ist wirklich eine schöne Marke.

00:07:13: Ja, und auch nach Norderney zu fahren ist natürlich nicht immer das Schlechteste.

00:07:17: Kann man nicht sagen zugereifen haben Sie gerade gesagt also der Zugriff auf den Schinken?

00:07:21: Man muss es einfach sagen wer den noch nicht gegessen hat.

00:07:23: also erst mal denkt man okayes Marketing Gag warum dass keiner ist darauf kommen wir gleich.

00:07:28: Man muss aber dazusagen Norderneer Seeluft schenken.

00:07:30: Wir gehen mal so ein bisschen in die Tradition.

00:07:32: Nordernai ist wirklich ein sehr altes Staatsbad Also da haben auch schon Kaiser und Könige übernachtet und wahrscheinlich auch gegessen.

00:07:40: Der See-Luftschinken ist noch nicht so alt, aber trotzdem vielleicht erklären Sie nochmal ein bisschen was zu dem Unternehmen, was diesen Schinken produziert.

00:07:47: Ja also wie wir gerade schon kurz erwähnt haben die Sauls Unternehmensgruppe in vielen Spaten das heißt Brühwurst und auch Kochschinken an verschiedenen Standorten unterwegs und zu dieser Sauls unternehmend Gruppe gehört auch der Norderneyer Schinken.

00:08:04: Der Herr Matthias Sauls das ist die dritte Generation.

00:08:09: gegründet wurde überhaupt die Sales-Unternehmensgruppe bereits im Jahr nineteenhundert eins mit einer kleinen Metzgerei in Kempten-Tönigsberg und so hat sich das alles wie gesagt begründet.

00:08:23: So fing es ganz klein, klein an und wurde dann immer mehr nachher auch einem großen Produktionsbetrieb in Kämptentönigs berg mit Wartiersaulds, wie gesagt in der dritten Generation als Wartiersauls.

00:08:39: Ja, dass an die vierte Generation Herrn Heinrich Sauls aber geben hat.

00:08:42: Also praktisch in den Ruhestand ging und er hatte vorher auch immer schon die Visionen weil Norderney immer schon von der Familie auch bereist wurde im Urlaub und sein Herz da wirklich auch für die Insel schlug hat gesagt, ich möchte gerne da einen Schinken produzieren.

00:09:02: Bevor Sie die ganze Geschichte jetzt in eins durch erzählen wir müssen mal zwischendurch ein bisschen sie atmen lassen und uns auch atmen lasse.

00:09:08: Willem als du vor der doch schon geraumer Zeit nach Norderney gekommen bist gab es dann schon diesen Norderner Seeluftschinken oder bis zu sozusagen auch mit drin gewesen und hast dann auch mitbekommen wie sich das Ganze entwickelt hat.

00:09:22: Also tatsächlich gab es ihn da noch nicht, aber kurze Zeit später.

00:09:27: Es war auch tatsächlich so dass der Herr Sauls Senior hier quasi auf uns zugekommen ist und's auch in seine Pläne einbezogen hat.

00:09:39: natürlich musste auch entsprechend des Baurecht geschaffen werden.

00:09:43: das ist ja eine Produktionsbetrieb Und wir fanden das natürlich mega spannend.

00:09:49: Er hat uns auch alle eingeladen in das Hauptwerk, wo produziert wird und das ist schon sehr beeindruckend wenn man in so ein riesiges Werk reinkommt und sieht wie dort also produziert und auch verarbeitet wird.

00:10:05: Uns hat es jedenfalls schwer beeindruckt waren auch tolle Bilder damals.

00:10:09: ich habe sie vor kurzem mal im Anbetracht unseres gemeinsamen Gespräches rausgekramen die sind müssten so etwas über zwanzig Jahre her sein.

00:10:19: Und wir stehen dann da alle, wie so Mondmenschen in der Ganzkörper-Schutzanzügen und Haugen und Schuhssicherung.

00:10:30: und hast du nicht gesehen?

00:10:32: Also ein bisschen so wie bei den Gerichtsmedizinern wenn sie eine Leiche obduzieren

00:10:36: Ja so ganz spacey Ja, also und sieht natürlich auch relativ bescheuert aus.

00:10:42: Man sieht nie gut aus, als ob ich ansügen glaube.

00:10:45: Nein, nein!

00:10:47: Absolut nicht.

00:10:49: Und das Gleiche nur in kleiner gibt es jetzt auf Nora Ney.

00:10:52: Also man denkt das gar nicht.

00:10:54: Ich hatte vor kurzem noch das Vergnügen mit Frau Friedling mir eine Führung durch diesen Betrieb angedeihen zu lassen.

00:11:07: aufs Neue erstaunt, obwohl man schon zwei, drei Mal drin gewesen ist.

00:11:11: Wie sich auch die Produktion weiterentwickelt dieser ganze High-Tech der dahinter steckt und aber auch die Passion und die Liebe, die da mit im Spiel ist.

00:11:22: also das spürt man richtig.

00:11:25: es ist ein sehr familiäres Unternehmen und man hat wirklich auch einen sehr persönlichen Kontakt zu diesem Unternehmen und das macht es auch so schön in der Zusammenarbeit.

00:11:35: Frau Solz, Sie haben ja gerade schon mal so angedeutet.

00:11:37: Also dass die Familie dann auch Norderney entdeckt hat für sich als Gehypten und dann oft besuchten Familienausflugsort.

00:11:50: Das hätte ich auch heute den Jüster Seeluftschinken geben können über den Wald rum.

00:11:55: Es ist halt immer Nordernei geworden.

00:11:58: Wie lange war denn die Familie schon mit der Insel bekannt?

00:12:00: Wissen Sie das, ob die auch schon neunzehnte oder eins zu Kaisers Zeiten quasi in den Staatsbad gekommen sind.

00:12:06: Das war praktisch also durch Matthias Sauls mit seiner Familie als Frau und vier Kindern.

00:12:13: Ich schätze, dass muss so vielleicht in den siebziger Jahren gewesen sein.

00:12:18: Das ist aber jetzt meine persönliche Meinung.

00:12:20: ungefähr da muss das so gewesen sein Und da ist auch praktisch diese Vision schon quasi entstanden.

00:12:27: weil Weil als Perfektionist war er immer schon begeistert von der Herstellung zum Beispiel des Parmaschinkens.

00:12:35: Und er hat gesagt, ich möchte das gerne mal hier auf der Nordseeinsel auch mal versuchen.

00:12:42: Darf ich da einmal einhaken?

00:12:44: Man kennt ja Parmaschenken und man kennt den Spanischen Schinken... Darf der denn auch so?

00:12:50: was, darf das jemand anders in Deutschland unter dem Namen eigentlich auch produzieren?

00:12:53: oder sagt man wir produzieren einen Schinken?

00:12:55: Der mindestens genauso gut ist wie dieser legendäre Parmaschinken.

00:13:00: Das wird nicht gelingen einfach deswegen... Also natürlich sind diese Marken alle geschützt, so wie dass bei Nordrhein-Nayers Seeluftschinken auch.

00:13:06: Genau genau!

00:13:08: Das heißt selbst wenn man jetzt das eins zu eins ich komme wieder auf den Nordrheiner Seelufftschinken kopieren würde und man würde sich sagen mal mein wegen in ihrer weiter Heimat Region glaube ich machen, sagen wir mal Enzland.

00:13:21: Würde das so nicht gelingen?

00:13:23: Weil ja der an der Luft auch oder mit der Luft quasi gereift ist und da spielen ja so viele Faktoren rein die wirklich nor-danai typisch sind.

00:13:35: Das wird nie eins zu eins passieren können.

00:13:38: So natürlich auch nicht mit den Parmaschinen

00:13:41: Wobei Emsland gerade angesprochen, wie weiß ich Willem.

00:13:42: Du kennst es wahrscheinlich auch noch bei Opa und Oma wenn man da reinkam die hatten ja noch selbst Versorge.

00:13:47: also wenn ich das überlege die hatten doch alle das eigene Schwein, die eigene Kuh Das ist die eigene Ziege der Hühner Die Gänse.

00:13:54: da lief hier alles rum was man so auf dem Hof hatte Und ich kann mich noch früher daran erinnern dass so oft der Diele dann immer Sowohl die Mettwürste hing zum Trocknen als auch der Schinken einfach oben Loch rein Strohband durch oben Aufgehängt und dann ist das sozusagen auf der Dielle getrocknet.

00:14:08: Ich weiß nicht ob's bei dir zu Hause noch so war oder auch bei Opa und Oma, dass man das eben damals eben noch so gemacht hat.

00:14:14: Das hatte ja auch ein Reifeprozess.

00:14:16: da kommen wir gleich natürlich mit Frau Frieding nochmal drauf.

00:14:19: Ja ich habe das tatsächlich als Kind noch erlebt also in ganz vielen Häusern in unserem Dorf.

00:14:25: Viele hatten noch einen Bollerofen also an richtigen Kochofen auf den also auch gekocht wurde der mit Holz befeuert wurde Und darüber hat man an den Balken dann die Schinken aufgehängt.

00:14:40: Die wurden dann getrocknet und später kam sie in die Diele, keine Ahnung wie das funktioniert.

00:14:48: also ich habe ja gesehen dass heute bei der modernen Produktion es auch unterschiedliche Reifekammern gibt wenn ich das richtig verstanden habe wo mit unterschiedlichen Temperaturen und Reifegraden dann eben sozusagen die perfekte Trocknung vorgenommen wird.

00:15:10: Und das hat man früher zu Hause gemacht mit dem damaligen Wissen und ich glaube

00:15:17: der... Hat ja auch geschmeckt, ne?

00:15:19: Ich wollte gerade sagen, der Schinken damals hat auch sehr gut geschmackt.

00:15:21: Ja!

00:15:22: Und auch ohne die entsprechenden Schutzanzüge, da ging es aus.

00:15:24: Ohne

00:15:26: Schutzanzug genau.

00:15:27: Da hatten wir aber noch keinen EU-Recht insofern, da hat sie auch eine Menge getan.

00:15:31: also was das betrifft Auf der anderen Seite geht ja auch die schönen Sprüche, bloß nicht ins Fettnäpfchen treten.

00:15:35: Hab mich auch immer mal gelernt das ist natürlich unten unter diesem Schinken dann zum Abtropfen des Fettes dann so Näpfeln aufgestellt wurden, die dann halt den abtriefend tropfenden Fett aufgefallen haben.

00:15:45: also auch da gibt es ja Traditionen.

00:15:48: Da sind wir schon dabei Frau Frieding.

00:15:49: denn auf der einen Seite wir haben jetzt ein bisschen gehört über die Entstehungsgeschichte des Unternehmens, über die Idee von Herrn Saus, dass er gesagt hat eigentlich müsste ich meine Produktion auch mit einem speziellen Geschmacks Turn auch mal auf Norderney aufmachen.

00:16:04: Wie lange dauert es eigentlich, wenn man so eine Idee hat also von einer Vision dann in die Umsetzung?

00:16:09: Wie lange hat's gedauert zu sagen wir machen das tatsächlich?

00:16:12: Also ich weiß dass der Herr Sauls das schon im Produktionsbetrieb in Campen-Tönigsberg auch schon immer ein bisschen versucht hat zumindest weil einfach aus dem Grunde auch, weil das der erste und bis heute auch einzige Rohschinken ist den wir in der Unternehmensgruppe auch produzieren.

00:16:31: Aber als dann klar war, dass die Produktionsstätte auf Norderney sein kann.

00:16:38: Also, im Jahr two-thausend eins stand der Produktionsbetrieb und ab da wurde dann auch ausprobiert getestet.

00:16:46: Und ab da konnte er mit den Gegebenheiten der Insel wirklich alles ausprobieren.

00:16:52: Richtig, man hat angefangen mit irgendwie so zweihundertfünfzig Kilochen, wenn ich das so sagen darf.

00:17:01: Und ja und so ging also der Prozess immer weiter man hat die Würzung nochmal ausgereift dann natürlich die Reifung an sich.

00:17:09: hier sieht es aus mit dem Zuführen der wunderbaren Luft und ja so ist das entstanden.

00:17:14: Also man kann sagen dass wir ungefähr ab zwei tausend vier zweitausend fünf im regelmäßiger Produktion auch sind.

00:17:22: Da haben Sie ja schon ein bisschen was vorweggenommen, weil wir wollen natürlich auch noch mal draufkommen.

00:17:25: Was macht diesen Schinken besonders?

00:17:27: Also es gibt viele Schrinken-Sortes und viele schrinken Arten aus verschiedenen Regionen.

00:17:31: Jeder hat da so seine Spezialität also natürlich einen Gewürz ist dabei.

00:17:36: Viele denken ja nach dem Motto okay jetzt werden die Schweine auf Norderney gezüchtet.

00:17:42: das ist natürlich nicht der Fall und auch das Fleisch wird nicht einfach in die Seeluft gehängt.

00:17:46: So nach dem Motto ich habe dann eine Wäschelein oder hängen die Fleischdücke daran Und der Wind weht dran vorbei.

00:17:51: Das hat natürlich viele Gründe auf der einen Seite mit Sicherheitsaspekte, auf der anderen Seite Hygiene-Aspekte.

00:17:57: aber die Frage ist an dieser Stelle und zwar das haben sie ja so ein bisschen schon gesagt wie dass es ein Schinken da getrocknet wird aber eben nicht an der Seeluft sondern mit Unterstützung von Seeluft und Allerolsohlen.

00:18:10: Vielleicht können Sie's nochmal beschreiben weil die Zwei Hundert Fünfzig Kilo waren ja so Mini Mini Mini.

00:18:15: hatte man dafür gereicht um mal die Würzmischung auszuprobieren.

00:18:18: Die muss ich mir das tatsächlich vorstellen.

00:18:20: Wie ist es dieser Produktionsprozess, auch noch der Anlieferungsprozess auf die Insel?

00:18:25: Wie funktioniert das mit dem Norderneyers

00:18:27: im Luftsching?

00:18:28: Wir bekommen das Fleisch von zertifizierten Unternehmen aus dem Nordwesten Deutschlands, die immer wieder natürlich auch geprüft werden.

00:18:38: Und wir sind auch regelmäßig vor Ort und sehen uns die Stücke an, die dann praktisch auf die Insel gehen.

00:18:46: Das ist ganz wichtig in Größe, Gewicht, Beschaffenheit usw.. Mit dem Inselspediteur der Firma Fischer kommt dann das Fleisch auf die Inseln.

00:18:59: Das passiert einmal die Woche, dann werden die Fleischstücke alle nochmal überprüft beim Wahneingang natürlich.

00:19:09: Das ist ganz wichtig weil wir ja natürlich im Betrieb auch zertifiziert sind und dann wird das Fleisch gesalzen, gewürzt Und dann passiert erstmal, dass das Fleisch sich erst mal so ein bisschen auch daran gewöhnen kann.

00:19:26: Das heißt da passiert schon eine Angleichung an der Salz und an die Gewürze?

00:19:32: Dann geht es weiter in die Trocknung...

00:19:35: Vielleicht aber ganz kurz, das ist jetzt ein längerer Prozess einfach nochmal dazwischen zu sagen Willem du hast ja gerade schon erzählt Du warst ja dabei wie auch das produziert wird Warst ja dem Unternehmen.

00:19:44: Hast du rausgekriegt was für ne Würzmischung das ist?

00:19:46: oder ist das auch für dich ein Geheimnis geblieben?

00:19:50: Also Sie haben sie uns

00:19:52: gezeigt,

00:19:53: mehr dürfen wir dann auch nicht fragen.

00:19:55: Also das ist glaube ich Top Secret.

00:19:58: also das ist ja absolutes Geschäftsgeheimnis.

00:20:01: und aber ich kann dir sagen, sie roch wunderbar!

00:20:06: Die hat wirklich Appetit gemacht.

00:20:09: Ja, ich kann nur den Geruch beschreiben und den kann man ja leider nicht hören.

00:20:13: Das ist richtig!

00:20:14: Aber war das noch mal so ein Kindheitserinnerung oder war das jetzt schon ganz speziell ein ganz neuer Geruch?

00:20:20: Wo du sagst, woher?

00:20:21: denn?

00:20:21: so kenne ich das doch gar nicht?

00:20:22: Nee tatsächlich schon.

00:20:23: also ich bin auch die Generationen die Hausschlachtungen kennt und wo auch Würzmüßjungen dann entsprechend vorbereitet wurden.

00:20:32: mich hat das schon sehr geruchstechnisch auch an Kindertagen erinnert und das sind dann natürlich auch sehr schöne Erinnerungen, die man damit verbindet.

00:20:43: War ja

00:20:43: immer auch ein Fest wenn es nach Ausschlachtung gab also zumindest weil wenn ich mich daran erinnere.

00:20:48: Ja es kommt darauf an was daraus gemacht wurde nicht alles.

00:20:57: Also diese Blutwurst fand ich schon immer.

00:20:59: Das ist grenzwertig

00:21:01: doch stimmt.

00:21:02: Also das sind schon so Dinge oder der Hauschlachter hat dann immer, also jetzt für die, die ein bisschen empfindlich sind wegkören.

00:21:11: Hat dann immer das frische Blut, das erste

00:21:14: Glas frische blut

00:21:15: genau getrunken.

00:21:19: So wie es aus dem Schwein rauskam.

00:21:21: Das war natürlich schon, nun würde man sagen alles sehr martialisch Es war eine andere Zeit.

00:21:26: Richtig!

00:21:27: Das muss man immer dazu sagen.

00:21:29: Ich sehe jetzt schon den einen oder anderen die Nase rümpfen und die Augen gehen Himmel steigen.

00:21:34: Und wie kann man Fleisch essen?

00:21:36: Sicherlich leben wir heute in einer anderen Generation, aber früher war eben so eine Hausschlachtung.

00:21:43: Wir sind zehn Kinder zu Hause gewesen haben ja schon oft darüber gesprochen.

00:21:47: Eben auch Nutzenik.

00:21:49: also da war eben Nahrung und auch die Nahrungsbeschaffung deutlich teurer als es heute der Fall ist.

00:21:56: Heute kriege ich ja alles fertig schön eingeschweißt.

00:22:00: Früher, wir hatten großen Nutzgarten.

00:22:02: Wir haben ein-, zweimal im Jahr eine Hausschlachtung gemacht.

00:22:05: Also das war völlig normal und

00:22:07: es war alles bio vor allen Dingen.

00:22:08: also wenn ich mich daran erinnere auch so Du hast es ja gerade schon gesagt.

00:22:11: Alles im Garten, die Schweine wurden im Prinzip damit gefüttert was beim Verwerten von Salaten und Kartoffeln oder Möhren und so weiter.

00:22:20: Damit wurden sie quasi auch gefüttern also im Prinzip aus Bibel.

00:22:22: Ja du hattest ja im Keller riesige Einmachtregale, du hättest Tun da stehen und Kühlschränke wo also die Gläser reinkamen und wo eingefroren wurde als wenn's kein Morgen gibt.

00:22:35: Also das war schon so!

00:22:36: Und wir waren auch in unseren Sommerferien Wir waren eigentlich die ganze Zeit im Garten und haben geerntet, also von Erbsen über Gurken über alles was eben der Garten hergibt.

00:22:48: Und ja da hat man geholfen, geschnibbelt, gedöppt sagt er so schön, das kennst du auch noch.

00:22:56: und

00:22:57: klar man hat auch Zeit zum Spielen gehabt.

00:22:59: aber manchmal war es auch echt nervig, da hatte man nach keinem Bock und dann musste man aber trotzdem ran.

00:23:06: Kartoffelkäfer von den Blättern sammeln, sage ich.

00:23:09: Ja oder Raupen aus dem Salat.

00:23:12: Ein Genuss!

00:23:15: Wir kommen aber jetzt noch dazu.

00:23:16: also das heißt also das wären ja bestimmte Tradition so können sie auch in den Mengen die sie produzieren mit ihrem Unternehmen ja auch gar nicht mehr geanthabt werden.

00:23:25: also da würde man ja nicht weitkommen.

00:23:27: Sie hatten jetzt gerade schon mal angesprochen dass Fleisch muss sich sozusagen an der Hürzmischung und das Salz gewöhnen.

00:23:34: Aber das Fleisch kommt natürlich dann doch schon so an, dass natürlich auch dort bestimmte Wasseranteile und andere Flüssigkeiten drin sind.

00:23:41: Man muss es ja so runter reduzieren, dass man es da auch vernünftig schneiden kann.

00:23:44: Und da kommen jetzt... Das hat der Willem mir gerade schon angesprochen, die Trocknungskammern.

00:23:51: mit ins Spiel.

00:23:53: Wie läuft das dann, wenn dann sozusagen das Fleisch an gelandet wurde?

00:23:56: Wenn es zurechtgestitten wurde... wie geht's dann weiter nach dem Einsatz und Würzen?

00:24:01: Also ist schon geschnitten.

00:24:03: Das hat schon die Form, die es dann, sagen wir mal vor der Salz- und Würzung dann hat.

00:24:11: Jetzt geht es also weiter in die Trocknung.

00:24:13: Erstmal ist ganz, ganz wichtig dass wir quasi bei uns eigentlich sind wir eine Manufaktur das alles von Hand auch gemacht wird.

00:24:20: wie gesagt das Salzen und das Würzen Die Trocknungskammern sorgen dafür dass das Fleisch Flüssigkeit verliert.

00:24:30: Das ist ein ganz, Ganz wichtiger Prozess dass sich die Konsistenz auch bilden kann Dass also praktisch sich alles verfestigt Und das alles dann in Zusammenspiel mit dem Salz und den Gewürzen ergibt schon mal einen quasi Vorgeschmack.

00:24:54: Das dauert ungefähr zwei Wochen in der Trocknungskammer, ich hoffe jetzt nicht vorwegnehmen aber dann geht es praktisch in die Reife kammern.

00:25:08: Wenn ich jetzt höre, mit den Reifen kann man trocknen.

00:25:10: Das spielt dann tatsächlich die Norderneyer Seeluft in Rolle?

00:25:15: Ja, in der Tropfungskammer noch nicht.

00:25:17: Noch nicht?

00:25:18: In

00:25:18: den Reife kann man da geht... Da werden dann die Aerosole dann zugeführt und immer gemessen an den Gegebenheiten also saisonal, sprich also wetter wird es immer wieder ausgeglichen dass wir immer den gleichen Schinken und den gleichen Geschmack produzieren können.

00:25:38: Was ist denn das Besondere an der Seeluft auf Norderney was diesen Schinken ausmacht?

00:25:43: Also ich und das sagen wir eigentlich auch alle in der Firma.

00:25:47: Und so haben wir das auch von Herrn Matthias Sauls immer wieder gehört, man kommt praktisch auf die Insel oder ist auf der Fähre wenn man halt das Wetter hat und kann oben stehen.

00:25:57: Man riecht irgendwie, man riegt das Salz, man ruht die Luft und dass es das was also wirklich diesen unvergleichlichen Geschmack auch ausmacht.

00:26:08: Wir haben gerade hier schon mit Wienern besprochen, dass es früher natürlich anders war.

00:26:11: Wir möchten jetzt nicht noch mal davon sprechen was der Schlachter so mit dem Blut des Schweins macht.

00:26:16: auf der anderen Seite Es ist ja mittlerweile auch tatsächlich so.

00:26:20: wir sind und unterliegen natürlich auch geholen Qualitätsstandards.

00:26:25: Nicht nur eine Firma wie Ihre hat da seine speziellen Standards Sondern.

00:26:29: es geht ja mit Sicherheit auch darum das man Sicherheitsstandards, Hygiene-Standards auch der Europäischen Union Auch zum Schutz von Verbrauchern Einzelhaltland gerade, wenn man produzierendes Gewerbe ist.

00:26:42: Wie gewährleisten Sie das?

00:26:43: Wir haben ja gerade von Manufaktur gesprochen und Willem hat davon gesprochen dass dann ja auch mal sowieso ein Maßmännchen aussieht damit ja bloß auch keine Keime oder etwas anderes daran kommen.

00:26:53: wie sichern sie die Qualität?

00:26:54: also der Anfang aller Dinge wie ihr gerade auch schon erwähnt ist, dass wir das aus zertifizierten Betrieben, dass wird das Fleisch erst einmal bekommen Auch international zertificiert So, bei uns geht es dann weiter mit diesen absolut hohen Hygienestandards nicht nur in Bezug auf die Hygiene was jetzt sagen wir mal die Mitarbeiter anbelangt sprich also Anzüge, Masken und so weiter sondern natürlich auch die Sauberkeit im Betrieb.

00:27:22: Wir werden regelmäßig Und natürlich auch des öfteren unaufgefordert, dann immer wieder überprüft.

00:27:32: Das heißt also wir unterliegen da ganz strengen Standards was uns als Verbrauchern ja auch dann allen zu gut kommt.

00:27:41: Genau!

00:27:42: Also Standards wichtig?

00:27:43: Also das ist ja natürlich etwas was Norderney denn noch ausmacht mit ob das Tala so ist oder andere Sachen.

00:27:50: Also die Standards müssen einfach eingehalten werden.

00:27:53: Davon lebt natürlich auch eine Insel.

00:27:55: Als damals die Idee aufkam, der Firma Salzhaus auf Norderney zu machen ist das durch den Rat der Stadt durchgegangen hat man gesagt ja so eine Industrie brauchen wir noch oder war das dann doch schon mehr so?

00:28:06: Auch diese Einzigartigkeit und diese Besonderheit des Produktes dass man die nach Nordernei geholt hatte.

00:28:11: also ich glaube dass beide Faktoren eine große Rolle gespielt haben.

00:28:17: Die Familie Sauls hat das natürlich auch sehr clever eingefädelt.

00:28:21: Ich sagte ja schon, die haben uns alle eingeladen sich das große Werk mal anzuschauen damit man mal weiß, was überhaupt auf einen zukommt.

00:28:30: Mit zehn Kilo Schinken gestochen?

00:28:32: Nein, so weit würde ich nicht gehen.

00:28:37: Das sind ja Dinge die klappen

00:28:38: heute.

00:28:38: Die hatten wir damals vielleicht noch gar nicht.

00:28:42: Es gab ihn ja noch gar nichts.

00:28:43: Er musste erst noch entwickelt werden.

00:28:47: Diese Zeiten mit zehn Kiloschinken, das

00:28:50: glaube ich,

00:28:51: blutkerbgründlich vorbei und das ist auch

00:28:53: gut so.

00:28:56: Aber am Ende des Tages haben wir auch gesagt, als wir irgendwann begriffen haben welche Dimension das für die Insel hat und welchen Marketingfaktor.

00:29:08: Du kannst heute in ganz Deutschland in den Supermärkten gehen, einkaufen gehen und du findest überall den Norderner Herr Schinken.

00:29:16: Das ist natürlich ... Seeluftschinken!

00:29:22: Und das ist natürlich auch für uns als Insel ein tolles Produkt.

00:29:28: Also wir sagen immer, wer den Seeluftschinken nicht kennt hat Neuverband.

00:29:34: also der muss wirklich probiert werden.

00:29:38: Das gehört dazu.

00:29:39: auch viele Anbieter hier auf der Insel in Gastronomie und Hotellerie haben diesen Seeluff Schinken wirklich im Programm.

00:29:48: Ja, da ist auch eine hohe Identifikation.

00:29:50: Also das ist sehr identifikationsstiftend.

00:29:54: Man spricht immer über regionales Angebot.

00:29:58: Das is Made in Germany made on our Island sagt man so schön.

00:30:03: und ein Stück weit freuen wir uns auch sehr darüber dass wir ja einen solches Produkt hier von der Insel hervorbringen.

00:30:13: Und wir sind natürlich als Entschuldigung, als Norderneyer Seeluft-Schinken auch wirklich stolz dass wir ja quasi als sehr markenbotschafter das auch hinauftragen können.

00:30:23: Also es ist wirklich eine schöne Symbiose die wir da haben und so lange wie ich Marketing auf Nordernei auch mache und das vorher auch immer schon natürlich von Matthias Sauls gehört habe – Es geht nur zusammen!

00:30:40: Das ist so schön, dieses freundschaftliche Zusammenhang.

00:30:43: Dass man wirklich immer alles ausprobiert und sieht was können wir vielleicht noch machen in Bezug auf Marketing oder aber dass man auch mal andere Menschen einlädt.

00:30:55: Vielleicht die waren wir hatten den Herrn Weil damals so Ministerpräsidentin hat ja schon in der Firma das so ein bisschen dann auch Publik macht aber auch natürlich schwachhaft.

00:31:06: Das ist so oder wir waren oft auch abgesehen von Messen, die wir sonst natürlich auch machen wie die Anuga zum Beispiel, aber auch bei der Grünen Woche weil uns das ganz wichtig war unser Ohr immer am Verbraucher zu haben und da kommen ja natürlich also ganz Deutschland aber auch Internationale Kunden kamen dann auch zu uns.

00:31:27: Es war wirklich interessant und es ist schön, was man da so wiederbekommt.

00:31:31: Aber an allererster Stelle ist es der Leuchtturm, der Strand und Nordernai, das man auf unserem Logo sieht... Und dann sieht man natürlich unten drunter und ein bisschen oben drüber Norderneyer Seeluftschinken.

00:31:46: Und so ist halt diese Symbiose, wofür wir auch wirklich sehr dankbar sind.

00:31:50: Sie haben gerade Geschmack gesagt.

00:31:51: also wir sind ja noch nicht ganz im Ende der Produktion angelangt aber da können wir gleich mal weitermachen.

00:31:56: Geschmachstechnisch ist man erlebt es ja drin bei anderen Spezialitäten auch immer wieder.

00:32:00: dann kommt eine neue Schokoladen Mischung, ein neues Eis.

00:32:03: auf dem Markt Bleibt der Norderneyer Seeluftschinken oder sagen Sie, es gibt den auch damals mit Knoblauch und Marzipan?

00:32:10: Keine Ahnung was.

00:32:11: Mit Rühreihe dazu... Also das macht ja manchmal schon Blüten bei anderen Produkten.

00:32:18: Das waren jetzt schon Ideen die ich natürlich sofort nachher an unseren

00:32:21: Fahrzeuge

00:32:21: weitergebe ganz klar.

00:32:23: Aber ja ist so wir haben den Norderneyschinken auch in

00:32:27: der FDP.

00:32:29: In der

00:32:29: Pfeffer-Variante.

00:32:31: Ich wollte unsere gesamte Sendezeit jetzt nicht dafür nehmen, dass ich immer Seeluftsching sage.

00:32:35: Aber

00:32:36: in der Pheffer- Variante und dann zu bestimmten Aktionen.

00:32:40: auch mit Rotweiden wird ein Rotwand eingelegt oder halt wie gesagt Pfeffa.

00:32:46: Auch das geht wirklich beides sehr gut.

00:32:49: Der Pfeiffer also genau auch wieder Klassik alles perfekt immer Ganz, ganz wichtig dass er hauchdünn geschnitten ist und so bleibt das bei dem wirklich unverwechselnden Waren geschwacktes Norderneyer Seeluftschinken.

00:33:05: Und man sagt ja mal auch das zerfließt im Mund quasi das Fleisch.

00:33:09: also das ist so weich das kann man wunderbar kauen und hängt da nicht in den Zähnen fest.

00:33:13: die frage die dann sich natürlich anschließt sie haben gerade gesagt es wird auf dem Festland aus zertifizierten Betrieben auf der Insel.

00:33:20: dort wird es per Hand dann auch soweit behandelt.

00:33:23: Mit Seilzeichen geht das durch die Kammern, da ist er fertig!

00:33:26: So was machen Sie denn mit dem fertigen Schinken?

00:33:28: Wie passiert das?

00:33:29: Wie geht's weiter?

00:33:30: Fertig ist er dann noch nicht, der wird hier dann noch weiter gereift.

00:33:32: Das heißt, da entsteht dann noch so eine quasi Schimmelbildung wobei das jetzt natürlich nichts irgendwie etwas gesagt ekliges ist sondern das ist ganz ganz wichtig für die gesamte Konsistenz des Schinkens und für die weitere Reifezeit.

00:33:47: Er wird immer wieder auch gedreht Und dann nach ca.

00:33:52: zwölf bis vierzehn Wochen ist er dann soweit und man kann das sehr schön erkennen, auch dass er immer etwas dunkler wird Und dann hatte er das, was er braucht.

00:34:01: Dass wir ihn dann praktisch dann verpacken können und dann weiter in unser Verpackungswerk auch wieder schicken zur Konfektionierung für unsere Kunden.

00:34:12: Also Kunden ich denke mal... Man kennt es ja aus anderen Betriebenaufwörtern oder auch aus Gastronomie die kriegen nicht unbedingt das was im normalen Handel für den Bürger zur Verfügung steht sondern Die kriegt dann schon andere Portionierungen.

00:34:26: Wer sind denn ihre Kunden?

00:34:27: Wer sind die Leute, die das kaufen?

00:34:29: Sind das Menschen, die sagen ja ich bin immer auf Norderney und ich find' dass die Insel so toll... ...und dann sehe ich den Leuchttürm, ich seh den Strand... ...dann steht da drauf Norderne Seeluchtschinken und plötzlich habe ich so einen Kaufanreiz!

00:34:41: Wer kauft

00:34:42: es?!

00:34:43: Also es ist immer etwas schwierig, weil wir ja nur in Anführungszeichen die großen Verteiler beliefern.

00:34:52: Sprich also Discounter und Großhandelsketten.

00:34:56: Das heißt der Kunden stamm an sich den würde ich vielleicht anlegen im Alter zwischen... Schwierig!

00:35:06: vielleicht dreißig bis fünfzig, vielleicht aber auch ein bisschen älter.

00:35:10: Es ist schwierig zu sagen es kommt darauf an ob ich jetzt dann vielleicht Stücke mir dann nehme, haben manche Leute noch vielleicht eine Schneidemaschine auch zu Hause?

00:35:21: nicht

00:35:21: mehr unbedingt heutzutage so der Fall Aber das was am gängigsten ist wirklich unsere siebzig Gramm Packung die überall in den Supermärkten ja auch liegt und wo dann der hauch dünne Schinken dann auch dran liegt.

00:35:36: Wie kommt es um Geschmack?

00:35:37: Also, wir haben ja gerade schon über das gibt da so die ein oder andere Variante.

00:35:40: Wir nehmen einfach mal Rotwein und Pfeffer raus, wir nehmen einfach den Klassiker.

00:35:44: wie Sie gerade auch schon gesagt haben Willem, wie oft kommt's bei dir auf dem Tisch?

00:35:49: Also tatsächlich ist Schinken für uns eher was Besonderes Und zu Feiertagen und besonderen Anlässen Kommt auch Schinken bei uns auf dem Tisch.

00:36:01: Ich muss jetzt sagen ich sterbe nicht für Schinken Aber ich esse ihn durchaus.

00:36:07: Ich finde den Norderneyer Seeluftschinken auch ausgesprochen lecker, aber in unserer Familie meine Frau, auch meine Schwiegermutter die leider nicht mehr lebt und auch meine Eltern haben also sehr gerne Schinken gegessen.

00:36:25: Und insofern ist meine Erinnerung schon aus der Kindheit heraus Da schinken immer etwas Besonderes war.

00:36:34: Also das kam nicht einfach so alltags auf dem Tisch, sondern es musste mindestens schon mal Sonntag sein oder Geburtstag oder Weihnachten, Ostern, Pfingsten also zu den großen Feiertagen.

00:36:46: dann stand immer Schinken auf dem Tisch und vorzugsweise mit selbst gebackenen Brot.

00:36:53: Das schmeckt besonders gut, Schinken zu selbst ge backen im Brot

00:36:57: Selbstgebackenes Brot natürlich Butter gehört da dazu auf jeden Fall und ich kann mich ja nicht weiß wie es dir geht.

00:37:03: Es gab gerne mal diesen Schinken entweder auch ein richtig leckeren Schwarzbrot aus dem Emsland, was die Leute teilweise noch selber gebacken haben oder eben auch auf Rosinenbrot.

00:37:13: Da wird jetzt man hier sein Rosinen-Brot mit Schinken.

00:37:16: Das funktioniert nicht aber ich glaube das ist auch eine Gewöhnungsgeschichte.

00:37:20: Ich habe das immer total gerne gegessen vor allem diese frische selbst gemachte Rosin-Brot von Muttern außen Backofen.

00:37:27: Was ich auch sehr in Erinnerung habe, ich bin ja Gastvierzon.

00:37:32: Und auf vielen Hochzeiten wurde Schinken mit Melone als ein Zwischengericht.

00:37:37: So bist du italienisch

00:37:38: angegessen?

00:37:39: Genau richtig und das war dann auch noch mal eben so einen Appetit an Riga.

00:37:46: Du hast es gerade gesagt, du stirbst jetzt nicht unbedingt für Schinken.

00:37:49: aber das ist wahrscheinlich etwas Frau Frieding wo man auch darauf achten muss, wir leben in Zeiten wo es das ist ja auch völlig in Ordnung veganer Vegetarierinnen gibt.

00:38:00: Also jede Menge Menschen die sagen also Fleischmittag kann ich nichts mehr mit anfangen.

00:38:05: haben sie das gemerkt?

00:38:06: oder merken Sie dass da ein Rückgang gibt?

00:38:09: und zweitens exportieren sie ihren Schinken denn auch ins Ausland?

00:38:13: weil genauso wie wir schinken ja aus Italien oder Spanien bekommen Polen oder anderen Staaten auch in Osteuropa, ist das ein Exportschlager?

00:38:24: Oder sagen Sie es doch ehrregional.

00:38:27: Also wenn ich jetzt erstmal auf den quasi Export schlage und jetzt erst einmal eingehe.

00:38:32: also die Versuche sind natürlich immer wieder da weil wir haben ja wenn irgendwas nicht geht dann ist das Stillstand oder zumindest sagen wir mal auch im näheren Ausland Sag jetzt mal Bindelux oder sowas, wo man auch die Transportwege natürlich entsprechend kürzer halten kann.

00:38:48: Wobei der Norderneyer vom Mindesthaltbarkeitsdatum ein bisschen was kann.

00:38:53: Das ist ja besser jetzt sagen wir mal als beim Kochschinken.

00:38:56: aber da sind wir also zumindest zurzeit noch nicht vielleicht mal für Aktionen.

00:39:02: das hatten wir schon Mal dass wir damals vorstellig geworden sind Aber weiter Haben wir das jetzt noch nicht, noch nicht machen können?

00:39:10: Ist ja auch völlig in Ordnung.

00:39:11: Das ist das eine Thema und das andere Thema.

00:39:12: Also merken Sie den Rückgang.

00:39:13: Ich meine Willem hat es ja vorhin auch schon angedeutet.

00:39:15: Auch in seiner Familie, meiner Familie gibt immer auch so Leute sagen, nee kein richtig was mit anfangen Fleisch ist okay.

00:39:21: Es sich ganz gerne mal zwischendurch aber die Tendenz geht doch dann eher schon in Richtung anderer Genussblitte.

00:39:28: also wenn ich jetzt zum wieder natürlich auf der Norderneyer Seedorf schinken darf Kann ich das so nicht bestätigen?

00:39:35: Das haben wir noch nicht bemerkt.

00:39:38: Da sind wir nach wie vor bei den Verkaufszahlen oder auch Produktionszahlen, wie wir es bisher hatten im Kochschinken und Brühwurstbereich sieht da schon etwas anders aus wird sich natürlich orientiert auch an veganer Ware.

00:39:55: Das ist genau wie wir uns irgendwann ja auch für Geflügelprodukte dann auch entscheiden mussten, das ist eine ganz normale Geschichte weil wie gesagt stillstand geht nicht zum mal wenn man auch die Zahlen natürlich sieht.

00:40:07: aber ich glaube dass spielt so ein bisschen darauf ein was ich vorhin sagte ich glaube das auch heute immer noch einen guten schinken den gönnt man sich und dann isst man nicht jeden tag Dass das immer noch etwas Besonderes ist.

00:40:22: Also ich kenne kaum Haushalte zumindest in meinem näheren Umkreis, die jeden Tag schinken auf den Hälften.

00:40:30: Und nicht auch nicht

00:40:31: normal, glaube ich?

00:40:33: Aber zu einer Geburtstagsfeier wenn man mal kommt oder irgendwas unterstehen steht was auf dem Tisch und es häufig maschinen dabei.

00:40:42: also dass wird schon immer noch als etwas besonderes erachtet was sich im übrigen auch toll finde.

00:40:47: Ja sie haben gerade ihr habt schon die bitte Und

00:40:49: das ist so was im Gipfel.

00:40:51: Frau Frieding, Sie haben es ja auch schon vorhin angedeutet.

00:40:53: Willem hat's auch schon gesagt Es gibt ja nun nicht nur Schinken mit Brot, es gibt ja mittlerweile auch andere Variationen dazu.

00:40:59: Sie hatten vorhin schon mal gesagt auch unter Wilhelm auch dass es zum Beispiel mit Milone gereicht wird.

00:41:03: also man muss sich ja nicht über die Mitte im Italienischen Schinken immer machen sondern Schinkengerichte oder beziehungsweise Varianten funktionieren natürlich auch mit dem Seeluftschirm

00:41:12: Auf jeden Fall.

00:41:13: Also da kann man ja gerne auch ein bisschen ausprobieren, ich würde jetzt den Norderner Seeluft schinken nicht unbedingt beraten weil dann wird er natürlich sehr trocken, weil er auch sehr dünn geschnitten werden soll.

00:41:25: also das wäre auch geschmacklich möchte ich jetzt gerade mal nicht so drüber nachdenken, also das sollte man nicht tun.

00:41:30: aber alles andere ob man damit vielleicht ein bisschen Salat verfeinern will, ob man das da noch ein bisschen räumert bleibt jedem selbst überlasten.

00:41:38: Man muss es wie gesagt etwas ausprobieren, aber die Variante wie gerade von Ihnen auch angesprochen schönes Schwarzbrot mit ganz wichtig und das ist das was wir von Matthias Sauls von Anfang an immer gehört haben und das kann ich nur bestätigen.

00:41:52: Die gute Butter!

00:41:54: Ganz wichtig.

00:41:55: und dann halt der schinkenschönen Dünnen drauf.

00:41:58: Das ist absolut perfekt.

00:42:00: Ja, Ludka so ist das.

00:42:01: Eine Sünde muss sich lohnen!

00:42:02: Da muss dann auch noch der Butter drauf.

00:42:04: Aber

00:42:04: die gibt es ja dann nicht so oft und da dauert man das hier auf.

00:42:07: Das ist

00:42:07: recht richtig genau.

00:42:09: Die Frage ist natürlich auch wieder... Wir haben es ja von Frau Friedling gerade schon gehört Thema Marketing.

00:42:15: Auf die einen Seite Inselmarketing also ich bin ja nun ab und zu dann auf Norderney und man sieht ja dann auch Busse darum fahren mit dem Logo.

00:42:23: Also die Besucherinnen-Besucher werden natürlich optisch auch angesprochen darauf.

00:42:29: Und der Marketing-Effekt, den Frau Frieding vorhin schon gesagt hat.

00:42:33: Der bundesweit ja auch stattfindet.

00:42:36: Schlägt er denn auch touristisch dann auf so einer Nei zurück?

00:42:38: oder würde ich sagen ist es tatsächlich eine Win-Win Situation?

00:42:42: Auf der einen Seite das Produkt und auf der anderen Seite aber auch Werbung für die Inseln.

00:42:46: Es ist auf jeden Fall eine win-win Situation.

00:42:50: also ich kann mich erinnern leider ist ja Matthias Sauls vor gut einem Jahr verstorben Aber solange wie er nach Nordrhein kam, kam er auch relativ regelmäßig zu mir ins Büro auf eine Taste Tee und fragte immer na was gibt es Neues?

00:43:08: Und wir haben über viele Dinge gesprochen.

00:43:11: Auch Dinge die ihm auffielen.

00:43:13: also war immer sehr sehr aufmerksam.

00:43:15: Er war auch vom Typ her ein ganz ganz bodenständiger Mensch.

00:43:20: Also wenn man ihn auf der Straße begegnete Also es stand ihm nicht in Gesicht geschrieben, dass er ein Großunternehmer ist und eben auch hier in Deutschland einen bedeutenden Vertrieb von Wurstwaren und Produktion hat.

00:43:38: Das war sehr anders Statement und ja auch zugewandt und der Insel gegenüber sehr empathisch und insofern war von Anfang an eben auch der Gedanke Für ihn also mit Norderney auf seinem Schinken zu werben.

00:43:58: Also Frau Frieding sagte das schon, der Leuchtturm musste da drauf.

00:44:04: Diese Markanten eben auch Lieblingsorte genau.

00:44:12: Das war ihm total wichtig und umgekehrt ja diese Präsenz die deutschlandweit ist über den Schinken wie er vertrieben wird.

00:44:22: Natürlich werden wir sehr häufig darauf angesprochen, auch in Fachkeisen.

00:44:27: Mensch das ist ja ein unbezahlbares Marketing für euch und das ist es auch.

00:44:31: also der Schinken ist gut die Insel ist gut und wenn zwei Dinge gut sind und zusammenpassen dann kann man sich damit auch hundertprozentig identifizieren.

00:44:47: Es war auch immer sehr, sehr schön dann zu sehen und zu hören von Herrn Matthias Sauls um da nochmal ganz kurz darauf einzugehen was der Herr Lot gerade so nett sagte über ihn dass er mit so viel Stolz auch das an die vierte Generation, wie gesagt Herrn Heinrich Sauls weitergegeben hat.

00:45:03: Und jetzt in der fünften Generation ist Mark Sauls ja auch zuständig für den Norderneyer Schinken unter anderem natürlich und zusammen mit seinem Bruder der weitere Belange in der Firma als Geschäftsführer macht.

00:45:18: In dieser fünften Generation, wenn man da über Familienunternehmen spricht was ja heutzutage nicht mehr unbedingt so haltbar ist.

00:45:29: Und das ist wirklich schön für mich auch die ich schon lange in der Firma bin ganz toll zu sehen wie das immer jetzt so weitergeführt wird.

00:45:39: Immer mit dem Blick weit nach vorne.

00:45:42: So wie praktisch Herr Matthias Sauls immer gemacht hat und das weiter so auch mit verfolgen zu können.

00:45:51: Also wirklich, wirklich toll!

00:45:53: Wird die nächste Generation dann auch dabei?

00:45:54: Das heißt, manchmal ändern sich ja auch mit Generationswechseln Portfolios in Unternehmen.

00:46:00: Die sagen okay haben wir lange genug gemacht?

00:46:03: kann jetzt immer was Neues kommen?

00:46:05: oder hat auch die nächste generation gesagt das ist einer unserer Render den lassen wir auf jeden Fall im Programm.

00:46:09: also die fünfte generation wie gesagt jetzt mit michael und mark sauls sind stehen da auf jeden fall voll dahinter und ich meine dass wäre jetzt ist ja wirklich auch gut im Verkauf und in der Produktion natürlich vorher, dass da gibt es überhaupt gar keinen Grund, dass man da jetzt irgendwie was anderes machen würde.

00:46:33: Wir sind ja in der fünften Generation noch sehr jung mit ca.

00:46:38: Mitte dreißig.

00:46:40: Aber die gesamte Ausrichtung ist erst mal so wie von zumindest was den Nordrhein-Neuer Seeluftschinken anbelangt, genauso wie er das auch... bestimmt auch gerne hätte.

00:46:50: Und wenn die Kinder sozusagen früher mit ihrem Vater dann auf Norderney waren, vielleicht setzt sich ja auch da die Urlaubs-Tradition fort?

00:46:56: Also insofern kann ich mir schon vorstellen...

00:46:57: Ja das ist auch so!

00:46:58: Das kann ich so bestätigen, ja das stimmt.

00:47:02: Danke schön erstmal Frau Frieding.

00:47:04: wir müssen noch ein paar Dinge besprechen.

00:47:05: wie denn glaube ich Wir haben ja vorhin schon mal gesagt wie es gelaufen ist und nach dem Motto Die Veranstaltungen die waren doch sehr Wind belastet und Regen belastete.

00:47:13: Wir kommen jetzt eigentlich in ruhigen, einen schönen sonnigen Herbst rein.

00:47:19: oder wie sind da die Prognosen?

00:47:21: Ja erstmal dürfen wir uns über den vergangenen Sommer ja überhaupt nicht beschweren.

00:47:26: also wir hatten zu fast allen Großveranstaltungen Bombenwetter.

00:47:30: also wir haben so ein schönes Sommer wie selten.

00:47:33: es waren gerade mal diese zwei Wochen im September die uns ein bisschen den Strich durch die Rechnung gemacht haben.

00:47:39: Leider auch das Reiturnier, dass ja also immer ganz besonders aufwendig ausgerichtet wird und wirklich schöne Bilder hat.

00:47:49: War von Sturm und Regen begleitet.

00:47:52: aber man hat eben das Beste daraus gemacht.

00:47:55: wir kennen das ja auch Ludke.

00:47:57: Also uns kann ja so leicht nichts

00:47:59: erschüttern.

00:48:01: und ist einmal wenn so früher in den Tages Nachrichten kam oder eine heutige Sendung der Wetterbericht und irgendwie sechs, sieben Windstärken.

00:48:14: Dann rief meine Mutter immer schon an und fragte, na läf ihr noch?

00:48:17: Das war ja für uns ein kleines laus Lüftchen aber am Ende des Tages können wir da super mit umgehen.

00:48:28: Der Rest des Septembers war wunderschön das Wetter hält auch weiterhin an die Prognosen sind gut.

00:48:35: Wir hatten ja Wahlen auch im September, also ich

00:48:37: wollte gar nicht sprechen.

00:48:38: Es war Urmalwahl?

00:48:40: Auch

00:48:41: da politisch viel los auf der Insel mit einer sehr erfolgreichen Bürgermeisterwahl, also der amtierende Bürgemeister Frank Ulrichs, der ja auch schon mal bei uns im Podcast war.

00:48:52: Absolut, ja!

00:48:53: Er ist wieder gewählt worden mit zweiundneunzig Prozent.

00:48:57: Das

00:48:57: sind ja sozialistische Verhältnisse mein lieber

00:48:59: Ja, ja.

00:49:00: Das ist schon so aber das ist auch ein wirklich seltenes Ergebnis und sticht den ganz Niedersachsen auch schon heraus.

00:49:08: Auch das muss man mal sagen und dass auf einer Insel also das passiert auch nicht alle Tage.

00:49:15: Also da kann man schon sagen, das ist super!

00:49:19: Und ansonsten hat es viel Bewegung gegeben.

00:49:23: Es gibt neue Ratsherren und Damen... Da bin ich sehr gespannt drauf, weil wir ja auch sozusagen beim Staatsbad einen Aufsichtsrat haben der sich aus dem Rat der Stadt Norderney generiert und da kommt dann für uns sicherlich auch das ein oder andere.

00:49:44: Wir können ja noch mal Frank Ulrichs nochmal einladen, weil die Wahlperiode auch für ihn wird ja dann auch acht Jahre dauern.

00:49:50: also da kann er sich ja ordentlich was vornehmen.

00:49:53: vielleicht kann er uns mal erzählen in den nächsten Jahren so vorhat mit.

00:49:57: Ja, es gibt ja spannende Themen die Übernahme des Krankenhauses dann die Unabhängigkeit von Energie, Ampereon und auch Tenet...

00:50:11: Die durchlöchern

00:50:14: die Insel?

00:50:15: Und jetzt gibts da noch eine Wasserstoffpipeline dazu und am Ende des Tages sind das natürlich große Themen, die die Insel auch berühren weil sie eben komplett auf unseren Alltag hier einspielen.

00:50:31: Ja also ich hab schon die Einladung ausgesprochen, warte noch auf das Feedback aber ich bin zuversichtlich dass wir mit der nächsten Podcast Wir haben jetzt acht Jahre Zeit.

00:50:45: Also da kriegen wir ihn bestimmt, obwohl er wie wir alle viel beschäftigt ist.

00:50:51: Ansonsten steht ja das Herbstprogramm an.

00:50:53: Das Herbst-Programm ist immer sehr geprägt über Comedy.

00:50:57: Wir haben also ganz viele Comedyauftritte von Bekannterinnen und Weniger-Bekannteren.

00:51:02: Also da sind wir ja immer sehr offen auf der Insel, und Comedy ist so ein Schwerpunkt, den unsere Gäste immer besonders lieben.

00:51:11: Aber wir haben auch ein paar Besonderheiten die anstehen.

00:51:15: Eine, auf die ich mich total freue, Ludger, die wäre auch was für dich...

00:51:18: Ja?

00:51:19: Es gibt die Peter Ilmann Show.

00:51:21: Sagt dir Peter Ilman noch etwas.

00:51:23: Vom Land!

00:51:23: Achtziger Jahre Musik

00:51:26: Also das war doch unsere Sturm- und Drangzeit.

00:51:28: Absolut!

00:51:28: Da müssten wir eigentlich beide uns verabreden und nochmal einen schönen Abend zu Hause machen,

00:51:35: also ich glaube...

00:51:36: Das wäre wirklich super.

00:51:38: Dann haben wir Reinhold Beckmann der mit seiner Triotur unterwegs ist.

00:51:44: Viele kennen ihn ja nur als Moderator oder aus der Forschung.

00:51:47: Er soll auch Musiker?

00:51:49: Ist auch Musikern ein verdammt guter Musiker was viele nicht wissen.

00:51:53: Auf Twist dringen

00:51:54: Genau, wir wissen das aber.

00:51:56: Absolut!

00:51:58: Ja und dann Klaus-Peter Wolff der immer wieder auf der Insel ist, der sehr bekannte Krimiautor, der ja die Inseln sehr ins Herz geschlossen hat und stellt eines seiner Bücher wieder vor.

00:52:10: also auch der Herbst verspricht viel Unterhaltung.

00:52:14: ja und dann geht es schon mit schnellen Schritten auch schon wieder auf dem Winter zu.

00:52:18: du weißt ja immer vor der Saison ist nach der Sison und nach derSaison ist vor derSison.

00:52:24: Darüber wollen wir aber jetzt noch nicht schnacken, weil dann nebenzu viel vorweg.

00:52:27: Aber er gucken sie einfach mal auf den Kalender was der Norderney zu bieten hat.

00:52:31: also da ist auf jeden Fall etwas dabei.

00:52:33: Ein Stück Schinken können sich natürlich auch immer ziehen überhaupt nicht schlimm.

00:52:36: Seeluftschicken vor allen Dingen und wenn davon Nordernei kommt.

00:52:40: Frau Frieding Dankeschön dass Sie uns ein bisschen darüber erzählt haben und das wir jetzt auch wissen, dass wir guten Gewissens diesen Nordernaja-Seeluftschenken essen dürfen, verzehren dürfen, empfehlen dürfen, Qualitätsstandards produziert ist.

00:52:53: Willem, danke dir erst einmal auch für die Einblicke und dass du gesagt hast ich war da selber dabei!

00:52:59: Ich habe da selber eine Qualitäkskontrolle gemacht wie wir mal durchaus essen und mit Rosinenbrunnen und Schwarzbrot essen.

00:53:06: Ich sage Danke und wünsche viel Spaß bis in den November und dann sind wir natürlich schon relativ nah an Weihnachten dran aber auch da haben wir schon wieder neue Themen.

00:53:14: Danke von meiner Seite und Willem du hast mir immer das letzte Wort.

00:53:18: Ja, lieben Dank auch in Richtung an Frau Friedling.

00:53:21: Die extra auf die Intel heute für den Podcast gekommen ist

00:53:25: und hier bin ich jetzt auch nicht dass ich heute morgens um halb vier aufgestanden bin.

00:53:28: also

00:53:30: bleiben Sie denn wenigstens noch über Nacht oder fahren sie heute schon wieder zurück?

00:53:33: Nein, ich bleibe über Nacht.

00:53:35: Das

00:53:35: ist super.

00:53:36: Aber

00:53:36: habe ich ja fast ein schlechtes Gewissen.

00:53:38: Nein überhaupt nicht weil wir sind sehr dankbar und natürlich jetzt weil ich ja jetzt hier sitze an aller erster Stelle das man uns diese Plattform so gegeben hat.

00:53:47: Und das ist schön, weil immer ja auch ein wenig immer angezweifelt wird.

00:53:51: Wird der Schinken auch wirklich auf Norderney produziert?

00:53:54: Ich denke mal dass wir das jetzt auch recht klar

00:53:56: gemacht

00:53:58: haben.

00:53:59: Der Beweis ist erstellt und klar haben wir jetzt ein bisschen Werbung gemacht für ein Produkt, das auf der Insel erstellt wird.

00:54:06: Das haben wir an anderer Stelle auch schon getan.

00:54:08: Das soll uns erlaubt sein!

00:54:09: Das gehört zum Spiel dazu.

00:54:12: Wir sind sehr froh und glücklich mit der Familie Sauls hier so eine Partnerschaft auf der Insel zu haben, dass ein solches Produkt hier auf die Insel hervorgeht.

00:54:23: Und ja das gehört eben zu dem gesamten Portfolio dieser Insel.

00:54:30: einfach dazu und ich hoffe, dass es für den Zuhörerinnen auch für die Zuhörenden mal interessant war einen Blick hinter den Kulissen zu werfen.

00:54:39: Ich würde mich freuen, wenn Sie alle uns weiterhin gewogen bleiben, fleißig Ludger unseren Podcast hören.

00:54:47: Der nächste Podcast kommt bestimmt und das ist keine Drohung sondern eine Ankündigung und vielleicht mit dem Bürgermeister schauen wir mal ob wir es so flott hinkriegen und dann wird sicherlich wieder interessant.

00:55:01: haben sie einen guten Monat Denken Sie oft an uns und kommen

00:55:08: Sie

00:55:10: nach

00:55:17: Norderney.

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