#38 Schule zwischen den Gezeiten – und ein kleines bisschen Bullerbü…
Shownotes
He Norderney! Erst einmal sitzt der Fußball-Frust tief. Deutschland ist raus aus der WM und bei den Tidentalkern Ludger Abeln und Wilhelm Loth ist die Enttäuschung groß. Zwischen Public Viewing auf der Insel Panini-Bildern und der Frage, was nach dem frühen Aus eigentlich noch vom Turnier bleibt, geht es diesmal zunächst sportlich und ziemlich konsterniert los.
Dann aber begrüßen die beiden einen Gast, der auf Norderney genau am richtigen Ort gelandet ist: Claus Huth Schulleiter der KGS Norderney. Und siehe da auch er ist Emsländer. Aufgewachsen in Aschendorf studierte er in Osnabrück Lehramt wurde Musiklehrer leitete viele Jahre ein Orchester und zog später mit seiner Familie über das deutsche Auslandsschulwesen nach Südafrika an die Deutsche Schule Pretoria. Danach ging es zurück nach Aschendorf später noch einmal als Schulleiter nach Kairo Beverly Hills und schließlich auf die Insel. Norderney kannte Claus Huth schon seit Kindertagen, denn mit dem Orchester war er über viele Jahre immer wieder hier zu Gast.
In dieser Folge geht es um die besondere Schule auf einer besonderen Insel. Die KGS Norderney ist die kleinste KGS Niedersachsens mit knapp 250 Schülerinnen und Schülern und rund 25 Lehrkräften. Hier kennt man sich. Viele kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad und in der Mittagspause können einige sogar einfach nach Hause gehen. Gleichzeitig ist auch auf Norderney Bullerbü vorbei. Inklusion, digitale Medien, KI und neue Prüfungsformate beschäftigen die Schule genauso wie auf dem Festland.
Besonders spannend ist der Blick auf die internationale Inselgemeinschaft. An der KGS lernen Kinder und Jugendliche aus 22 Nationen. Auf der Insel selbst gibt es laut Wilhelm Loth sogar mehr als 60 Sprachen und Kulturen. Deutsch als Zweitsprache spielt deshalb eine große Rolle. Mit Lehrkräften, Ehrenamtlichen, Spenden und viel Einsatz wird daran gearbeitet, dass Kinder, die ohne Deutschkenntnisse auf die Insel kommen, nach und nach im Unterricht ankommen. Sprache ist der Schlüssel, sagt Claus Huth und Englisch hilft vielen Jugendlichen zusätzlich beim ersten Miteinander.
Warum eine Inselschule manchmal abgeschlossener ist als eine Schule auf dem Festland und trotzdem viel Freiheit bietet, wie Unterricht am Wasser, im Park, im Wäldchen oder mit den Wattwelten funktioniert und warum Claus Huth auf Norderney bis zur Pensionierung bleiben möchte, das alles erfahren die Hörerinnen und Hörer in dieser Folge.
Der Tidentalk schwappt immer am ersten Freitag im Monat ans Festland. Also gerne die Glocke drücken und abonnieren. Fragen Anregungen Themenwünsche Freudenrufe an marketing@norderney.de
Aktuelle Infos und Podcast-Plattform: https://www.norderney.de/
Norderney-Tidentalker: Wilhelm Loth Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH Ludger Abeln Moderator Sprecher Autor und Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück e. V. https://www.ludgerabeln.de/ Claus Huth Schulleiter der KGS Norderney
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey, Norderney.
00:00:03: Teentalk mit Wilhelm Loth und Ludgar Arbeln.
00:00:17: Yo moi Tossom!
00:00:19: Herzlich willkommen.
00:00:19: hier ist wieder hey in Norderne der einzigartige Podcast von der wunderschönen Insel Nordernae Und ich freue mich dass wir heute wieder zusammenkommen obwohl es gar nicht so ein freudiger Tag ist.
00:00:29: aber darüber sprechen wir gleich.
00:00:31: Aber erstmal natürlich.
00:00:32: wie immer begrüßt sich den Co-Host Wilhelm Lot co-direktor von Nordernai Moin Willem oder hey
00:00:39: Ja, hey an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:00:42: Schön dass wir wieder zusammen dem Podcast machen dürfen heute Ludger!
00:00:46: Ich finde es auch schön und das ist jetzt echt meine Ausnahme in dritten Emseländer quasi in der Runde.
00:00:51: Das ist nämlich der Schulleiter der KGS Norderney.
00:00:55: Auch er kommt aus dem Emsland.
00:00:56: wie wir beides jetzt reiner zufahren muss man sagen weil die Emsländer wollen halt raus in die Welt die so sieht sich dort aus wo's schön is Und deswegen kam er an der Insel Nordernei nicht vorbei.
00:01:06: Klaus Hutten moin Klaus
00:01:07: Hallo zusammen.
00:01:09: So, also erst mal ich muss sagen Ich bin total entsetzt.
00:01:14: Also das kann ich doch gar nicht fassen.
00:01:16: Das ist jetzt schon ein bisschen her Aber ich kann mich noch gar nicht beruhigen.
00:01:19: Deutschland raus aus der WM.
00:01:21: Meine Zurecht muss man sagen aber Verdammt nochmal!
00:01:24: Ich hatte endlich mal mit ein bisschen mehr geredet.
00:01:26: Ich weiß irgendwie wie es dir geht.
00:01:27: Willer war Schock Totaler Schock so schlecht gespielt.
00:01:31: Und ich muss ganz ehrlich sagen auch wenn ich die Jungs eigentlich ganz gut finde Das geht nicht.
00:01:36: Die sind verdient ausgeschieden, oder?
00:01:38: Ja gut!
00:01:39: Es fing ja vorrios an mit dem sieben zu eins gegen Coraçao.
00:01:44: Dann haben wir
00:01:44: das getränkt aber es ist ja auch ein Land und nein also ganz im Ernst... Also das war eigentlich ganz verheißungsvoll.
00:01:53: Und dann hat man beim zweiten Spiel schon so ein bisschen gemerkt Donnie alles Gold was glänzt und spätestens gegen Ecuador.
00:02:00: Man hat schon das erste Elendroh befürchten müssen Und irgendwie, ich weiß nicht wie es dir ging aber bei dem Spiel also gegen Paraguay da hatte man irgendwie von Anfang an kein gutes Gefühl.
00:02:14: Das war eine Ballschieber-Halle oder so.
00:02:17: Man kommt dann auch nicht gut angucken.
00:02:19: Nee,
00:02:19: ich fand's auch!
00:02:20: Ich war beim Public Viewing hier auf der Insel und die Stimmung war total super.
00:02:25: Es war ja auch ein lauschiger Abend muss man sagen war natürlich die Bildqualität auch super, weil es da schon halbwegs dunkel war.
00:02:34: Man muss ja jetzt mit in der Nacht Fußball gucken.
00:02:38: Ja und mich hatte gerade so ein bisschen ehrlich gesagt die Fußball-Weltmasterschaftsäuphorie gepackt.
00:02:43: ich denke das werden sie ja wohl hinkriegen.
00:02:47: Jetzt ist mir eigentlich
00:02:48: totale Ernichterung oder?
00:02:49: Ja, ja.
00:02:50: Und irgendwie ist auch der Reiz jetzt weg finde ich.
00:02:53: Macht ihr noch Public Viewing eigentliche da?
00:02:55: Ja also natürlich es gibt immer nochmal so ein paar Knallerspiele und dann werden wir sicherlich auch die Halbfinals übertragen und natürlich auch das Finale.
00:03:07: Ja klar!
00:03:07: Und vielleicht gibt's ja nochmal eine ganz interessante Paarung.
00:03:12: Vielleicht wird ja mal jemand Weltmaster, der es noch nie war Holland jedenfalls nicht.
00:03:16: Genau!
00:03:17: Holland ist auch raus, das war die... Das ist das Einzige was mich getröstet hat in alter Schwede.
00:03:22: Wie Hollandschuhhörer nix für ungut aber am Weg, ne?
00:03:26: Das musste jetzt ein.
00:03:28: Normalerweise sagen ich mir Oranje boven, aber vorallem von dir so Oranja heute auch nicht.
00:03:31: Ich weiß, Klaus Duham kommt ja aus dem Entland, kennst du es auch.
00:03:34: und wenn man an der Grenze zu den Niederlanden aufgewachsen ist da war immer sozusagen ... Die Feinschaft will ich jetzt hier sagen,
00:03:40: aber noch die große
00:03:40: Rewalität.
00:03:42: Auf jeden Fall also.
00:03:44: Aber ich habe auch geguckt, wir hatten erst eine Probe und dann hab' ich die mitgenommen.
00:03:47: Wir waren nicht beim PUBG-Führung sondern bei mir zu Hause und ich hab' die ganze Band mit zu mir genommen.
00:03:52: Ich war ein bisschen entsetzt muss ich sagen weil ich glaube... ...ich wüsste gar keine anderen Spieler die ich mitgenommen hätte.
00:03:59: Und trotzdem haben wir so schlecht irgendwie.
00:04:02: und ja das hinterlässt mich mit einem Staunen und auch mit ein bisschen Ratlosigkeit muss ich jetzt sagen wie es weitergeht.
00:04:09: Die ersten fangen an mit Trainer raus weiß gar nicht, ob das das richtige Signal ist.
00:04:13: Aber auf jeden Fall bin ich ganz schön ratlos.
00:04:16: und ziemlich konsterniert muss ich auch sagen weil ich hatte mich auf eine schöne WM hier auf Norderney gefreut.
00:04:23: Ich hatte für Samstag eigentlich schon geplant gegen Frankreich Wenn wir da rausgeflogen werden, das wäre
00:04:28: okay gewesen.
00:04:29: Aber wer rechnet irgendwie jeder mit?
00:04:31: Aber Paraguay hatte ich nicht auf dem Zelt, muss ich ehrlich
00:04:33: sagen... Hatte glaube ich keiner!
00:04:34: Ich habe auch wie was Willem schon gesagt hat du spielst da die erste Spiel alle schreien und sind wieder
00:04:40: geil, wir werden
00:04:41: Weltmeister Und das zweite Spiel war schon echt ein Krampf.
00:04:44: und ja die Niederländer, dass die raus sind, weil ich gönne es keinem, dass er so frühlauch raus fliegt Das ist ganz klar.
00:04:50: aber wenn man jetzt in der Nacht in den Niederlande fährt dann kriegst Du auf jeden Fall nicht mit Helmen überschüttet Weil die es im Elfmeterschießen echt noch schlechter gemacht haben, als sie dort.
00:04:58: Ja Gott sei Dank wir können weiterhin einkaufen und die kommen ja auch zu uns.
00:05:02: also... Wobei
00:05:03: das Einkaufen finde ich auch eine geile Nummer!
00:05:04: Ich habe heute noch ne Nachricht gelesen wo nach der Einzelhandel jetzt total konsterniert ist weil die hatten extra Bier, Würstchen, Trikots, ich weiß nicht was alles eingekauft war.
00:05:12: Sie dachten wenn Deutschland so ein bisschen weiter kommt dann ist da richtig wieder Drive drin.
00:05:17: Und im Prinzip jetzt die T-Shirts, ich bin mal gespannt.
00:05:20: Also die Trikots waren die jetzt irgendwie auf die Hälfte vom Preis runter gehen damit sie überhaupt noch loswerden.
00:05:24: Weil hat's ja gedacht okay letzte Mal Adidas, letzte Mal der gleiche Sponsor und so weiter.
00:05:30: Letzte Mal diese historische Partnerschaft und das muss man haben Das Gefühl ist bei mir nie da gewesen und jetzt ist es komplett weg.
00:05:37: Wobei man sagen muss die Trikkopreise waren auch wirklich unverschämt.
00:05:42: Wenn Sie da die Helfde für kriegen dann ist immer noch Geld genug?
00:05:45: Ja
00:05:45: klar
00:05:46: Was mich so ein bisschen ungetrieben hat, also wenn man das Spiel jetzt nach ein paar Tagen mal aus der Retroperspektive nochmal sich durch den Kopf gehen lässt.
00:05:57: Wirklich, das war von keiner Seite her weltmeisterwürdig.
00:06:01: Also Weltmeisterschaftswürdig.
00:06:03: also ich fand auch Paraguay überhaupt nicht gut.
00:06:05: Also die haben wirklich nur die Deutschen haben noch schlechter gespielt als ... Ja
00:06:11: aber die Paraguayaner haben Mimimi gemacht sind dauernd hingefallen haben sich dauernt beschwert dass sie gefault worden sind.
00:06:17: dann fällt der eine hin klopft auf dem Boden Da kriegt er das faul nicht springt sofort wieder auf.
00:06:22: also das war echt aus meiner Sicht so ne Schauspielerei und die Deutschen sind voll darauf reingefallen.
00:06:27: Das war so unschön
00:06:28: alles anzusehen, es hat hier überhaupt gar keinen Reiz und wie gesagt auch nicht weltmeisterschaftswürdig.
00:06:35: und insofern vielleicht sollen wir froh sein dass das Ganze jetzt ein Ende hat.
00:06:40: wer weiß was die gegen Frankreich für eine Packung gekriegt hätten.
00:06:43: das bleibt uns jetzt erspart.
00:06:45: Aber schauen wir mal, es wird glaube ich noch die eine oder andere Überraschung geben.
00:06:49: Das glaube ich auch.
00:06:50: Marokko ist ja auch so ein kleiner Geheimfavorit von mir zumindest und aber ich weiß nicht wo's enden wird.
00:07:00: Ich finde Frankreich hätten uns glaube ich nicht so schwer getan wie gegen Paraguay weil da hätten wir Spiel nicht machen müssen und...
00:07:06: Da sind Europäer
00:07:07: halt mit
00:07:08: den Spielen halt einen Style sozusagen.
00:07:10: Eine letzte Anmerkung dazu, das habe ich heute hier irgendwo gelesen Morgen, diese Woche ist der Tankrabatt gefallen und dann heißt es ja das spart ordentlich Sprit weil wir jetzt keine Siegeskurs durch die Städte mehr fahren müssen.
00:07:23: Insofern das Gute an dem Schlechten noch gesehen.
00:07:26: Thema Fußball würde ich sagen ist durch.
00:07:28: also nur die Italiener sind gar nicht dabei gewesen.
00:07:31: das ist noch schlechter.
00:07:32: aber auch das finde ich sehr schade dass sie nicht dabei waren.
00:07:34: das ist für mich immer so ein Klassiker gewesen Und viele kleine Kinder, also wir sind ja noch groß geworden damit.
00:07:41: Also ich kann mich erinnern, seventy-vier war meine erste bewusste Weltmeisterschaft.
00:07:45: Da sind wir auch Weltmeister geworden.
00:07:47: Es war immer irgendwie so eine Spannung drin.
00:07:48: Man ist dann zwischendurch mal Europameister, einmal Weltmeester geworden.
00:07:52: aber seit zwei tausend vierzehn Pflaute und auch die ganz jungen, die so mitfiebern und sowas Die von Herrn Väter vielleicht in eine Stadion genommen werden, die zum Publikum gehen.
00:08:00: Die haben doch eigentlich gar nicht bei dieses Gefühl von Spannungen Und dass sie feiern können, das ist ein deutscher Team.
00:08:06: Tolles Team!
00:08:06: Selbst wenn Sie ausscheiden, dann scheiden Sie deshalb aus weil sie zwar gut gespielt haben aber die anderen waren besser.
00:08:11: also ich heiße das ist irgendwie... Vielleicht die Enkelkinder will eben, dass sie das vielleicht mal wieder anders erleben.
00:08:16: Vor allen Dingen kriegen die ihre Panini-Bilder gar nicht mehr in die Bücher geklebt weil bei solchen vielen vergeht ein Jahr die Lust zu sammeln.
00:08:26: und dann hast du eigentlich die letzten drei Weltmeisterschaften.
00:08:29: glaube ich gibt es kein gefülltes Deutschlandbuch mit Pantinbildern.
00:08:34: also befürchte ich ja
00:08:36: So, kommen wir mal zu dir mein lieber Klaus.
00:08:38: Weil du bist ja nicht ohne Grund da.
00:08:40: also die Fußball-Weltmeisterschaft ist jetzt so ein bisschen dazwischen gekommen.
00:08:42: aber Schulleiter Rektor KGS Norderney man muss dazu sagen das war ja nicht deine erste Station.
00:08:49: Du bist auch ein bisschen in der Welt rumgekommen.
00:08:50: vielleicht kannst du uns noch etwas erzählen wo du aufgewachsen bist wie du auf gewachsen bist und wann du dich dazu entschlossen hast dass du tatsächlich den Lehrerberuf ergreifst.
00:08:59: Boah!
00:09:00: In solcher Zeit haben wir nicht Zeit aber ich versuch's
00:09:02: mal kurz.
00:09:04: Also aufgewachsen bin ich in Aschendorf, ehemalige Kreistadt.
00:09:08: Ist jetzt eingemeindet von Papenburg und da habe ich auch Abitur gemacht in Papenbrück am Gymnasium und hab dann in Osnabrück studiert.
00:09:17: Lehramt.
00:09:17: das war ziemlich schnell klar dass sich das werden wollte trotz der lernmaligen Situation.
00:09:21: Ja genau es waren ja nicht so viele Leute also die Baby boomer kann man ja sagen.
00:09:27: Wo dann viel war klar willst du Lehrer werden?
00:09:29: Echt weil er?
00:09:30: Wie willst du deinen Job kriegen?
00:09:32: Ja, dann kannst du erstmal Taxifahren hieß es oder was anderes machen.
00:09:35: Aber ich habe ehrlich gesagt... Ich wollte ganz kurz vorher mal Chemieingenieur werden, hab da auch kurz reingeschnuppert im Praktikum und so.
00:09:43: Hab dann aber gemerkt, ich war viel in der Jugendgruppenarbeit tätig und bin ja Musiker, auch Musiklehrer.
00:09:51: Hab viel in einer Orchester-Nachwuchsbildung gearbeitet und das war für mich klar, dass ist deine... Berufung und das möchte ich auch zur Profession machen.
00:09:59: Und ja, dann studiere ich um Osnabrück... ...und durch einen dummen Zufall, du hattest ja im Orchester damals auch schon kennengelernt.
00:10:08: Mein Vater hatte das eigentlich geleitet und hatte dann schweren Unfall.
00:10:11: oder dann hieß es weil ich Musikstudent war übernehmen das mal erstmal und dann wenn dein Vater wieder fit ist, dann kannst du ja wieder das machen was du eigentlich und ausmacht das mal eben mal Bis dein Vater wieder fit ist, sind dann fünfzehn Jahre geworden.
00:10:27: Weil mein Vater ist nie wieder fit geworden und dann auch gestorben.
00:10:30: Und so habe ich praktisch dieses Orchester dann fünf Zehn Jahre geleitet hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:10:37: aber irgendwann habe ich gemerkt Ich muss noch was anderes machen.
00:10:40: und dann darauf sprachst du ja auch gerade an Da hab' ich mich für ein Auslandsschuldienst beworben.
00:10:46: Ich war inzwischen ja Lehrer in Aschendorf geworden.
00:10:48: Habt ihr das Orchester geleitet?
00:10:52: Das deutsche Auslandsschulwesen nach Südafrika, die deutsche Schule Pritoria gegangen.
00:10:57: Cool!
00:10:57: Da haben wir mit der Familie gemeinsam entschieden das war auch... Ja viele konnten es nicht verstehen dass fast vierzigjähriger damals gesagt hat ich will noch mal was ganz Neues machen.
00:11:08: Aber wenn nicht dann wann?
00:11:11: Also im Prinzip muss man ja irgendwann die Entscheidung treffen.
00:11:13: da ist man glaube ich nie zu alt dafür.
00:11:15: aber ich weiß in Emsland in Aschendorf wird Heldor dann Ja,
00:11:22: genau.
00:11:23: Was tut er seinen Kindern an und so weiter?
00:11:25: Aber wenn ich die heute frage... Die waren damals zweiundfünf.
00:11:29: Das war die schönste Zeit für sie Und die haben Frachen gelernt Fremde Länder kennengelernt Wir sind ja auch dafür gereist usw.
00:11:35: Sind dann nach sieben Jahren zurückgekommen An meine alte Schule nach Aschendorf.
00:11:40: Dann kamen zwei Dinge zusammen.
00:11:42: Ich merkte relativ schnell dass mir das reine Lehrer da sein Nicht mehr
00:11:47: genübte
00:11:48: und die Schulleitung auch vakant war nach einer Zeit.
00:11:52: Und auch die Kolleginnen und Kollegen gesagt haben, man macht das doch du kannst das.
00:11:56: Ja dann habe ich mich da auf den Schulleiter beworben und bin dann da fünf Jahre Schulleitern gewesen.
00:12:03: Das wissen die, die schon mal im Ausland waren.
00:12:06: wenn man diesen Virus einmal hat, dann packt es einen.
00:12:08: Dann will man wieder weg genau?
00:12:10: Und
00:12:10: dann hab' ich nochmal geguckt, dann bin ich als Schulleitor noch ein zweites Mal raus Allerdings nur für drei Jahre nach, nach Kaibo.
00:12:17: Deutsche Schule, Cairo Beverly Hills und das war auch heiß wirklich
00:12:22: so.
00:12:22: Dachte Beverly Hills liegt irgendwo in Kalifornien oder so?
00:12:25: Ja, heißt
00:12:25: wirklich so, deutsche Schule Beverly Hills Und das ist ein neuer Stadtteil in Kaibo, Kairo ist ja ein Riesentrümmer.
00:12:33: Genau.
00:12:34: Da bin ich nach drei Jahren wiedergekommen und dann war meine alte Schulleiterstelle den Asch noch natürlich weg.
00:12:41: Mutter habe in Aschendorf, die ich auch gerne hier und da noch sehe.
00:12:44: Wollte natürlich in der Nähe eine Schulachterstelle haben.
00:12:46: Da hab' ich geguckt was bietet sich an?
00:12:48: Und Norderney ist schon noch in unserem Dunstkreis.
00:12:51: also von Aschender fährt man ne siebzig Minuten ein bisschen Norddeich und ich hab mir gedacht Kinder waren aus dem Haus
00:12:58: usw.,
00:12:59: das kannst du gut machen!
00:13:01: Meine Frau ist ja auch Kollegin und arbeitet im Papenburg.
00:13:05: Ich bin jetzt die Woche über hier allein und am Wochenende kommt sie hierhin.
00:13:08: Oder wenn ich mal meine Mutter auch besuchen muss, ist nicht pflegebedürftig aber hin und wieder muss man da schonmal sein dann fahre ich auch mal rüber.
00:13:16: also das hat sich gut eingependelt.
00:13:18: Ja mal so ein kurzer Abriss bevor wir das sonst geht es ja leiden monologisch.
00:13:22: Muss ja zwischen mir immer was fragen.
00:13:24: Ja logisch
00:13:25: Südafrika war das so ein Traum von dir?
00:13:28: oder hast du einfach nur geguckt wo ist was frei?
00:13:30: Wo kann ich hin?
00:13:31: oder hast Du gesagt ich will genau dahin nach Südafrika?
00:13:34: Nee, ich war völlig offen.
00:13:37: Ich wollte wirklich einfach eine Erfahrung machen und dann kriegst du so Angebote.
00:13:41: Und ich hatte zum Beispiel ein Angebot aus Bolivien.
00:13:43: da war es ein bisschen zögerlich.
00:13:45: das hat sich dann aber von selber.
00:13:47: Dann hatte ich einen Angebot Aus Prag.
00:13:51: Das war mir nicht weit genug irgendwie.
00:13:53: und das dritte Angebot was ich dann kriechte war Süderfrika.
00:13:55: und er sagte meinen Kumpel und Kollege Du, wenn du das jetzt nicht annimmst, dann musst dich fragen warum du dich überhaupt beworben hast.
00:14:01: Ja klar.
00:14:01: Und da habe ich gesagt hast recht.
00:14:03: und dann kriegte ich den Anruf und fragte wie sieht's aus?
00:14:06: Wollen sie das machen?
00:14:07: Da hab' ich ja gesagt jo.
00:14:09: Wie alt war deine Kinder damals?
00:14:11: Zwo-und fünf.
00:14:12: Das heißt die sind auch mitten rein gekommen sozusagen oder?
00:14:15: Die haben beide natürlich fließend Englisch gelernt und obwohl es in der deutschen Schule war aber am Sprache und im Trendsprache und um Feld genau.
00:14:25: Und das sind ja auch viele nicht-deutsche Kinder.
00:14:27: Wir sind ja eine Begegnungsschule,
00:14:29: d.h.,
00:14:29: da sind wir auch Kinder die gar kein Deutsch sprechen.
00:14:32: Die lernen natürlich ein bisschen Deutsch auf der Schule.
00:14:35: Warme schöne Zeit mit vielen Erfahrungen!
00:14:37: Wir fahren jetzt im Herbst wieder – das erste Mal seit vor Corona-Zeiten um die alten Freunde zu besuchen in Oktober.
00:14:46: Wir beide können doch auch Afrikans, also ich würde sagen Plattdeutsch und Afrikan.
00:14:50: Soweit ist er da gar nicht voneinander weg.
00:14:52: oder was meinst
00:14:52: du?
00:14:52: Nee und wenn Du Platt-Deutsch kannst, kannst Du auch irgendwie Englisch sprechen.
00:14:55: Englische genau!
00:14:57: Also meine Kinder sprechen ja alle Sprachen weil die waren ja auch, ich glaube vier drei und eins als wir nach Norderney gezogen sind immerhin weg vom europäischen Festland, da liegt ein Haufen Wasser dazwischen.
00:15:10: Genau Das war sicherlich auch für viele in unserem Umfeld, auch mit großen Fragezeichen versehen wie man auf so eine kleine Insel ziehen kann.
00:15:21: Ist jetzt nicht ganz vergleichbar mit Südafrika aber es ist schon ein sehr abgeschlossener Raum, ein eigenes Leben haben wir ja oft schon darüber gesprochen.
00:15:31: Aber war auch eine spannende Zeit, was vielleicht aber auch interessant ist.
00:15:34: Klaus Huth ist gar nicht der erste emzländische Schulrektor.
00:15:38: Wir hatten tatsächlich einen emzlländischen Schulrektor.
00:15:42: Ein Vorvorgänger Johannes Tefer Kommt auch tatsächlich Wieservieh aus Nachbardorf bei mir, aus der gleichen Gemeinde.
00:15:51: Aus Rede?
00:15:52: Ja woher die Ecke?
00:15:53: Also Tersi ist ja so ein Name
00:15:54: aus der Ecke.
00:15:55: Aber die Insel scheint auch nicht ganz ohne Emslender klarzukommen.
00:16:00: also das möchte ich jetzt auch mal betonen
00:16:03: wir suchen
00:16:03: nicht nur so ein schönes Flecken Erde sondern Die suchen uns irgendwie auch.
00:16:10: Da müssen wir mal in so einer
00:16:11: Frage, ob die das genauso sehen.
00:16:13: Und weißt
00:16:13: du was auch noch ganz witzig ist?
00:16:16: Ja!
00:16:16: Der Vater von Klaus Hut war der Musiklehrer meiner Frau.
00:16:20: Die Welt ist einfach total klein.
00:16:22: Das ist ein Dorf.
00:16:24: Aber wirklich.
00:16:25: Und Emsland ja sowieso.
00:16:27: Ich habe ja gerade schon mal angesprochen Klaus, du bist auch plattdeutsch groß geworden.
00:16:33: War das für dich ein Vorteil die du hattest?
00:16:36: Weil du hast ja gar gesagt zwei Amtssprache und Konferenzsprache ist Englisch aber auf der anderen Seite so plattdurchen Afrikans da sind doch schon Ähnlichkeiten oder?
00:16:44: Also absolut afrikanens spreche ich nicht.
00:16:47: Gut, es gibt schon... das ist eher so aus dem Flemischen.
00:16:51: Aber
00:16:52: man kann ganz viel, also wenn man an Deutsch und Blattdeutsch kann dann kann man, wenn man's hört, ganz viel.
00:16:59: Die ist auch eine sehr einfache Sprache hat wenig Grammatik.
00:17:02: Also meine Kinder sprechen das gar nicht schlecht weil die erst natürlich ein bisschen mit aufgesogen haben.
00:17:07: Ich tue mich schwer mit Sprachen muss ich ehrlich sagen.
00:17:10: Sag mal Fähigkeiten.
00:17:11: Wenn du
00:17:12: sagst, du bist Chemie und wolltest Chemie studieren?
00:17:14: Die meisten machen entweder Naturwissenschaften oder Sprachen.
00:17:16: Beides zusammen hab ich selten gesehen.
00:17:17: Genau!
00:17:18: Ich bin der Naturwirtschaftler.
00:17:19: Mathe-Musik waren eigentlich meine Fechter immer... Aber Sprache war vielleicht auch zu voll zu ich weiß jetzt nicht.
00:17:26: Aber ich wollte noch eine Sache sagen.
00:17:27: Ja erzähl.
00:17:29: Norderney ist ja ne Insel hat Wilhelm gerade auch schon gesagt.
00:17:32: aber Deswegen war das auch ganz nah, weil die Auslandschulen oder dass das Leben im Ausland ist.
00:17:38: Auch mit Inseln vergleichbar.
00:17:40: Weil du da ja auch in relativ kleinen kreisenlich bewegst so in so Communities in so einer Hut von Gleichgesinnten und so weiter.
00:17:47: Und ich habe wie gesagt mich hier auch gleich gut eingelebt und ich finde es auch nach wie vor wunderschön und ich bleibe hier bis ich pensioniert werde.
00:17:55: Aber hast Du gehört eine Willeine Hut?
00:17:58: Community.
00:17:59: Das ist ja so die Jugendsprache heute, die sagen das ja genauso.
00:18:02: Die sagen nicht mehr Kiez oder sowas oder Gemeinde, d.h.
00:18:06: Hood.
00:18:06: aber das finde ich ganz cool.
00:18:08: Der Lehrer muss wie ich an unserem Gast ganz nah an seinem Klientel sein und da muss man sich auch der Sprache bedienen, das ist wohl völlig klar.
00:18:16: also das ist mir kein Rätsel.
00:18:18: Die Frage ist nur, ob Leute in unserem Alter noch ernst genommen werden, wenn wir so Hood oder Community sagen.
00:18:24: Ich weiß nicht, die kommen nämlich jetzt auf deinen Job?
00:18:26: Du hast ja gerade gesagt, die Gründe haben wir gehört, warum du jetzt nach Norderney gegangen bist und nicht so weit weg vom Entstand von deiner Mutter usw.
00:18:35: War das für dich erstmal eine Art ... Ja, heim kommen nach den Nord-Süd-Afrika und Ägypten das zu gesagt hast.
00:18:42: Ich will nicht mehr ganz so weit weg sondern Norderney ist schon so outstanding um in diesem englischen Sprach gebraucht zu bleiben.
00:18:49: Schon sowas Besonderes.
00:18:51: Da könnte ich mich wohlfühlen.
00:18:52: oder kannte es du vorher die Insel?
00:18:53: Du hast gesagt genau da will ich hin!
00:18:56: Ja, ich kannte die Inse sogar sehr gut.
00:18:59: wir haben wie gesagt meinen Vater von dem auch Willem ja gerade sprach hat dieses Orchester groß gemacht und sehr lange geleitet, dass ich dann später von ihm übernommen habe.
00:19:08: Und wir sind seit den siebziger Jahren schon immer auf die Insel jedes Jahr gefahren mit unserem Orchester und haben hier die Frohe Leichgangsprozession für die katholische Gemeinde begleitet.
00:19:18: Der Rostor hieß damals Armin von Stockhausen das war nämlich der Bruder von dem Aschendorfer Arzt.
00:19:25: Wir hatten diesen Kontakt.
00:19:29: klein Kind bin, seit ich drei vier Jahre bin sind wir jedes Jahr mit dem Orchester.
00:19:33: Ich bin ja früher als Kind mitgefahren dann als selbst Mitspieler und zum Schluss als Leiter.
00:19:37: jedes Jahr und weil ich so schön fand haben wir dann, als ich sechzehn war auch mal längeren Urlaub hier gemacht mit ein paar Kumpeln auf einem Campingplatz und immer wieder auch mal so.
00:19:47: also die Insel kannte ich wirklich gut.
00:19:49: Ich hatte auch ein paar Bekannte hier.
00:19:51: auch aus Aschendorf ist immer jemand hier hingezogen usw.
00:19:55: Und deswegen war das eine eindeutige Wahl, die auf die Insel gefallen ist.
00:20:01: und außerdem es gab gar nicht so viel mehr Schulleiterstellen um Aschendorf herum.
00:20:06: Also das waren neunzig Kilometer aber ich wollte jetzt nicht in Göttingen arbeiten.
00:20:12: Ich kann ja einen ganz Niedersachsen eingesetzt
00:20:14: werden
00:20:15: und da ist Norderney eigentlich relativ dicht.
00:20:19: Wir mussten
00:20:20: mal ein bisschen darüber sprechen und zwar, ich weiß es von anderen Inseln auch.
00:20:23: Also Inselkinder oder Schulen auf den Insel sind immer ein bisschen anders als Schulen am Festland.
00:20:29: Und wenn man zum Beispiel das Spiekeraug geht, das Internat Herr Mann-Lieds zum Beispiel Das ist ja einen ganz geschlossener Kreis irgendwie aber ich weiß jetzt noch viele Kinder dann irgendwann rüber gehen aus Festland in irgendwelche Internate etc.
00:20:44: Vielleicht kannst du uns mal sagen die KGS bis wohin kann man gehen, was wird angeboten und vor allen Dingen ist es vergleichbar mit einer ganz normalen KGS auch im Festland.
00:20:55: Nein auf gar keinen Fall.
00:20:57: also die KGS Norderney ist etwas ganz besonderes.
00:21:01: das wusste ich von Anfang an aber ich habe inzwischen schon viel dazugelernt.
00:21:04: erstens sind für die kleinste KGS niedersachsens.
00:21:07: Eine KGS, wenn ich das ganz kurz erläutern habe ist hier eine nach Schulzweigern gegliederte Schulform.
00:21:13: Und wir haben ja... die sind ja in der Regel nur zweizügig da fängt es schon an.
00:21:16: Wir haben also einen Gymnasialzweich und Realschulzweik aber wir bieten eigentlich keinen Hauptschulzweg an.
00:21:22: Der wird praktisch kooperativ in dem Realschutzweich unterrichtet.
00:21:26: Das ist schon mal besonders!
00:21:28: Dann sind wir natürlich wie alle Insel-Schulen relativ klein.
00:21:31: Also auch die Züge sind klein, wir haben so knapp zweihundertfünfzig Schüler Und dann gibt es natürlich Besonderheiten aufgrund unserer Lage.
00:21:41: Das ist einfach so, dass wir an bestimmten Sachen einfach nur schwer partizipieren können wenn man auf dem Festland einfach mal in Nachbauer fährt und da irgendwas macht oder so.
00:21:50: das ist für uns immer mehr ein Riesenaufwand verbunden und deswegen ist das für uns schwierig und wir prüdeln so ein bisschen unseren eigenen Saft hier und werden dadurch aber kreativ und erfinderisch und das muss kein Nachteil sein.
00:22:05: Willen wir das bei dir, sind deine Kinder dann auch noch in Teilen auf Nordrhein zur Schule gegangen oder waren die?
00:22:09: Das kann ja gar nicht sein.
00:22:10: Die können da gar nicht alle schon raus gewesen sein.
00:22:12: Ja du kannst natürlich ab der fünften Klasse auch schon ans Festland gehen.
00:22:17: aber richtig unsere Kinder waren alle hier bis zu zehnten Klassern auf der KGS und ja das ist natürlich ein unschätzbarer Vorteil nicht von der Insel zu müssen.
00:22:29: Dann später natürlich zum Abitur waren die alle in Esens auf dem Niedersächsischen Internatsgymnasium.
00:22:37: Da ist es dann ja so geregelt, dass die Kinder der Inseln auch einen wirklichen Besetzungsvorrang haben.
00:22:42: dort.
00:22:42: dafür ist die Schule damals eingerichtet worden.
00:22:45: Auch diese Schule dort verfügt über einen sehr guten Hof und über tausend Schüler sind da mittlerweile aus ganz Deutschland vertreten.
00:22:54: aber die Zeit hier aufeinander nahe haben unsere Kinder sehr genossen.
00:22:59: Das ist glaube ich auch was Besonderes, das hast du glaube ich gesagt Klaus vorhin so zumindest angedeutet dass du sagst wir sind schon etwas besonderes.
00:23:06: Das eine ist das sind Norderneyer Kinder auf.
00:23:09: das andere ist also welche.
00:23:11: aus wieviel Nationen kommen die?
00:23:13: weil ich weiß dass viele hier auch arbeiten die dann vielleicht aus dem Ausland zugereist sind die hier als Servicekräfte gebraucht werden als Mechaniker arbeiten und so weiter usw.
00:23:22: Wie viel Nationen hast du denn an deiner Schule?
00:23:24: Ja, ich sprach herrat von knapp zweieinhalbfünfzig Schülern.
00:23:28: Und da haben wir bei der letzten schule Ausstattungssitzungen habe ich das mal extra rausgesucht und wir haben aktuell zweiundzwanzig verschiedene Nationen.
00:23:37: Das ist schon.
00:23:38: natürlich gibt es auch Doppel Staatsbürger dabei aber... Sagen
00:23:42: wir uns ein paar Zimmern ein paar auf, sagen wir mal was ist am meisten so vertreten?
00:23:46: Also alle EU-Staaten im Grunde rundum, aber wir haben auch mal so einen Exoten.
00:23:51: Wir haben US-Amerikaner oder Briten... ...wir haben aber auch und das ist ja hier für diese Region auch Norden
00:23:59: usw.,
00:23:59: wir haben viele Vietnamesen.
00:24:02: Das ist untypisch, das sieht man sonst an anderen Schulen.
00:24:04: Jedenfalls habe ich die Erfahrung nicht gemacht.
00:24:07: Osteuropa ist natürlich... Aber wir haben durchaus mal eine Italienerin oder Spanierin oder Franzosen Und Austauschschülerinnen und Schüler, die dazu haben.
00:24:16: Wir haben jetzt gerade eine mexikanische Austauschschülerin und einen englischen Austauschwüler.
00:24:22: also es ist wirklich bunt gemischt aber Osteuropa ist aufgrund wie gesagt vieler Servicekräfte die hier arbeiten und dann eben Familie mitbringen Osteeuropa schon stark vertreten.
00:24:33: wir müssen dazu ja nochmal sagen will er mich glaube das dürfen wir an dieser Stelle auch sagen wir haben gerade weltweit so viele Kriege so viele Auseinandersetzungen soviel Stress soviele Konflikte Und da gibt es zum Beispiel an der Schule von Klaus oder eben auf Norderney so viele andere Menschen.
00:24:48: Also ich glaube schon, dass auch eine Insel dazu beitragen kann durch die Vielfältigkeit der Nationen, dass diese Differenz in die woanders stattfinden, wo sich Leute irgendwie umbringen und wo sie Bomben aufeinander werfen das das auf Nodernei überhaupt nicht zu spüren ist weil in der Schule oder auf den Inseln da müssen und auch auf Noddernei müssen die Leute ja schon zusammenarbeiten Da ist dieser Zusammenhalt ein ganz anderer.
00:25:12: So nach dem Motto, wenn man sie erst mal kennenlernt gibt es auch überhaupt gar keinen Grund mehr feindselig zu sein.
00:25:17: Ja ich glaube der Schlüssel zum Erfolg ist einfach Kommunikation und dass man einander versteht.
00:25:24: Wenn man sich nicht versteht oder auch nicht verständigen kann dann kann man voneinander auch nicht von den unterschiedlichen Kulturen lernen und das ist keine Einbahnstraße.
00:25:34: also... Auch wir Deutschen sollten zumindest der englischen Sprache mal gut mächtig sein, um sich auch wirklich verständigen zu können.
00:25:45: Das ist einfach eine Grundlage und die deutsche Sprache ist eine sehr schwierige Sprache.
00:25:50: Wir haben hier sehr viele Ehrenamtliche, die unterwegs sind und da helfen und unterstützen.
00:25:55: gleichwohl wir hier durchaus auch feststellen können dass auch Kulturkreise gerne unter sich sind.
00:26:01: das gibt natürlich auch so ein Stück weit Sicherheit.
00:26:04: Wenn man weit entfernt lebt von seiner Heimat, dann ist es auch glaube ich immer eine kleine Kultur von heimweh das zusammenfinden seine Kulturen auszuleben.
00:26:15: Da habe ich großes Verständnis dafür und ich finde dass muss auch alles einen Raum haben und diesem Raum muss man auch untereinander lassen.
00:26:23: aber auf der anderen Seite sage Wir müssen hier viel tun für die Verständigung, weil ich finde das ist die Grundanlage um einfach auch Integration zu schaffen.
00:26:33: Die nicht immer leicht ist.
00:26:35: Das mag von außen immer alles sehr unkompliziert aussehen auf so einer kleinen Insel Aber in Teilen tut sich das auch schwer.
00:26:44: aber wir haben hier insgesamt über Sechzig unterschiedliche Sprachen und Kulturen auf der Insel.
00:26:50: Ich habe Hier zum Thema Filmfest und Integrationspreis da nochmal recherchiert im letzten Monat und das ist schon bei einer Einwohnerzahl von sechstausend Menschen.
00:27:05: Ist das schon ein gewaltiger Auftrag?
00:27:08: Und der zweite Punkt, es ist Arbeit!
00:27:11: Ich habe das ja immer für falsch gehalten dass Menschen die hier ins Land kommen also häufig auch nicht arbeiten dürfen.
00:27:20: Das hat zum einen geführt, dass man sie einfach unberechtigt auch verurteilt.
00:27:25: Dass man sagt also die kommen hierher weil sie hier ein schönes Leben haben können.
00:27:31: auf der anderen Seite gerade bei der Arbeit passiert eben die meiste Verständigung da muss man miteinander funktionieren und dann muss man sich kennenlernen und da muss mal miteinander arbeiten.
00:27:43: Und diese Zwangspunkte der Begegnung die halte ich für enorm wichtig.
00:27:49: Das sieht man ja heute in den großen Städten, wo es ganze Enklaven gibt von ausländischen Kulturen die doch sehr stark unter sich bleiben.
00:28:00: Und das finde ich dann schon auch schwierig.
00:28:02: Ich glaube dass wir da im Grundsatz her immer in Deutschland falsch gelegen haben.
00:28:09: Also ich finde gerade Integration, Arbeitsverständigung das sind also die natürlichen Faktoren über die Integration dann auch laufen
00:28:17: muss.".
00:28:18: Und ich glaube Klaus Mann muss ja auch dazu sagen wenn man so viele Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kulturkreisen hat es ist ja eine Sprache nämlich die deutsche Sprache die sozusagen die Leitsprache man spricht hat ja früher gesagt Leitkultur darf man nicht sagen aber irgendeine Sprache muss ja die Sprache sein in der gelehrt wird damit alle die Chance haben, das zu verstehen.
00:28:38: Wie gelingt das bei dir?
00:28:39: Dass man diese Schüler aus verschiedenen Nationen miteinander verbindet.
00:28:43: Da entstehen ja auch große Freundschaften und vielleicht ein ganz anderes Verständnis nicht nur auf der kulturellen Ebene sondern auch vielleicht auf der menschlichen oder freundschaftlichen Ebene, die dazu führen dass sich Menschen ganz anders verstehen und akzeptieren
00:28:57: Ja, wir haben... das ist witzig dass wir darüber sprechen.
00:29:00: Gerade heute DATS Prüfungen abgehalten und Freude strahlen kann unsere Datschefin zu mir und sagt der Eddie haben sich alle verbessert.
00:29:07: Was ist das?
00:29:08: Das heißt Deutsch als Zweitsprache und Schülerinnen und Schüler die zu uns kommen werden jetzt gerade wieder eine Anmeldung.
00:29:16: ein Mädchen aus Vietnam spricht null Deutsch kein Wort also sind letzte Woche hierhin gezogen.
00:29:21: Die fangen an bei uns, die werden irgendeiner Klasse zugeordnet und dann haben sie aber im Grunde erst mal kein Regelunterricht sondern ein Dattsunterricht.
00:29:27: Und auch wir arbeiten da was Willem gerade schon sagte sehr viel mit Ehrenamtlichen weil von der Landesschulwürde kriegen wir gar nicht so viele Dattsstunden die wir eigentlich bräuchten.
00:29:35: Eigentlich müsste ja so eine Schülerin die jetzt wirklich keinen Wort Deutsch spricht die müsste ja eigentlich... ...im Grunde die ganze Schulzeit versorgt werden mit irgendwie Deutsch Unterricht damit sie erstmal so einen Crashkurs hat damit sie erst einmal so ein bisschen mit kommt.
00:29:49: Das ist so nicht vorgesehen und wir machen das mit Bordmitteln und zusätzlichen Mitteln auch durch Spenden finanziert, auch mit Ehrenamtlichen.
00:29:55: Und eben den Dattstunden die wir zur Verfügung haben mit ein paar Datzlehrerinnen und Lehrern.
00:30:00: Und dass es schön zu sehen wenn die Leute dann Erfolge haben und meistens nach einem bis zwei Jahren sind ja auf einem Niveau dass sie den normalen Unterricht folgen können.
00:30:10: Und dann merkt man auch, wie die plötzlich eben partizipieren.
00:30:17: Wie sie sich freuen und dann eben auf diese Art und Weise wirklich am Unterricht richtig teilnehmen können.
00:30:24: Das ist schön zu sehen!
00:30:26: Wie schwer ist das denn dieser jungen Schülerinnen und Schüler dazu integrieren?
00:30:31: Ist das sowieso erstmal eine grundsätzliche Offenheit und Neugier?
00:30:34: Weil Kinder sind ja oftmals neugierig gerade auf andere Menschen vor allen Dingen dann wenn sie vielleicht auch eine andere Sprache sprechen oder eine andere Kultur haben, oder was keine Ahnung.
00:30:45: Andere Dinge essen oder trinken und sowas ist wahrscheinlich dann auch schon ein bisschen international?
00:30:50: Ja, Sprache ist der Schlüssel wenn ich das so sagen darf.
00:30:54: Willem hat es vorhin, glaube ich oder du.
00:30:55: Ich weiß nicht mehr, gesagt Englisch ist die wichtigste Sprache und die Jugendlichen von heute, die sprechen besser als wir zu unserer Schulzeit, weil sie ganz anders unterrichtet werden.
00:31:05: Wir kriegen auch immer Lob für unsere Abschlussschülerin.
00:31:07: also Englische sind die wirklich gut?
00:31:09: Und auch diese Vietnamese, die jetzt gekommen ist, die spricht so gut Englischen dass sie sich mit ihren altersgleichen Klassenkameradinnen und Kameraden wirklich unterhalten kann auf englisch Und das ist eine enorme Hilfe, also Englisch als Weltsprache ist so ein bisschen in aller Munde.
00:31:26: Auch durch die sozialen Medien wie man sie auch verteufeln mag oder nicht... Also da ist Englische die Sprache und das können alle Kinder und Jugendlichen.
00:31:36: Willer Wönne, du bist ja auch nun viel unterwegs und du hörst auch viel Schule auf Dörter Nei Oftmals wird der über Schule geschimpft und sagt, die Lehrer können nix.
00:31:46: Die sind faul und haben sechs Wochen Sommerurlaub usw.
00:31:50: Ich glaube auf der Insel funktioniert das nicht so ganz, weil du bist ja als Lehrerin oder Lehre auch in einem kleinen Kreis gerade was die Einheimischen betrifft, da wirst du doch mitten drin im Leben!
00:31:58: Du bist ja nicht irgendjemand, der den ihm wie abends nach Hause fährt und sich irgendwo mehr daran beteiligt.
00:32:02: also... Wie ist es auf der Ensel?
00:32:05: Du bist einfach auch als Lehrer oder Lehrerin um nie präsent.
00:32:09: Also du gehst durch die Straßen, du begegnest also deinen Schüler und Schülerin sozusagen dauerhaft sowohl in der Schule als auch außerhalb der Schule Und man kriegt natürlich auch deutlich mehr mit Man kriegt auch als Eltern deutlich mehr Mit Als würde man jetzt in einer großen Stadt leben Oder selbst In den ländlichen Räumen, wo ja ich sag mal häufig auch der Schulbus morgens ein abholt und in die nächstgrößte Stadt bringt.
00:32:40: Da kriegt man nicht so viel mit.
00:32:42: Also ich sage mal so wenn die Kinder versuchen mal einen Schultag zu schwänzen dann wird das wirklich schwierig auf der Insel.
00:32:52: Und als Eltern oder Lehrer ist es immer gar nicht so toll dass man alles so schnell mitbekommt weil Auch junge Menschen müssen sich ausprobieren und müssen einfach auch ihren Raum haben, sich auszuprobieren.
00:33:06: Und das ist natürlich oft nur der Nei schon sehr eng und da kriegt jeder irgendwie alles mit und diese Omnipresenz ist schon schwierig.
00:33:15: auf der anderen Seite finde ich immer.
00:33:19: Ist es für ein Lehrer, der hier auf der Insel ist?
00:33:23: Sind das schon eigentlich zumindest aus meiner Sicht Traumhafte Verhältnisse.
00:33:28: Also man hat nicht diese großen Schulklassen, man kann persönlicher an die Vorzüge des Kindes das vor einem sitzt auch arbeiten.
00:33:38: also eigentlich kann man schon auch sehr viel individueller unterwegs sein weil man einfach eben diese großen schulverbände nicht hat.
00:33:48: aber gleichwohl muss man sagen ist es immer schwierig im Lehrerberuf unterwegs zu sein.
00:33:56: Das sind heute, glaube ich auch nochmal ganz andere Anforderungen.
00:34:01: einer meiner besten Freunde ist Lehrer und er sagt immer wenn ich sage wie es so Als Lehrer dann sagt er immer, ja früher als Kind hatte ich immer Angst vom Eltern-Sprechdach und es hat sich bis heute nichts daran geöffnet.
00:34:18: Das sagt ja auch einiges.
00:34:19: Ja klar!
00:34:20: Was du gerade gesagt hast Wilhelm also auch das alles alle gleich mitbekommen?
00:34:24: Also ich glaube schon dass die Jungen so viel posten auf den Netzwerken, dass man sowieso eh alles mitbekommt... Auf der anderen Seite, Klaus.
00:34:32: So ein bisschen Bullaby ist vorbei.
00:34:34: oder darfst du Schülern noch in Einzelbetreuung nehmen?
00:34:36: Oder in kleinen Klassen wo du im Prinzip dich mehr den Schülerinnen und Schüleren widmen kannst weil das eine kleinere Gruppe ist Weil sie dann konzentrierter lernen können.
00:34:46: Keine Ahnung Das ist das doch so.
00:34:48: oder hier haben da mal zuhörigfünfzig Schüler nicht weiß es nicht wie viele Lehrerinnen und Lehrer ihr da an der Schule habt aber
00:34:53: Ja ungefähr fünfundzwanzig so umgebaut.
00:34:55: Also zehn zehn gut okay kann man jetzt sich umrechnen Aber so einen Lehrer pro zehn Kinder
00:35:01: Ja, so kann man wirklich
00:35:02: nicht rechnen.
00:35:04: Die Klassen sind so zwischen die ganz kleinen vielleicht siebzehn, achtzehn und die Größe in so drei bis fünfundzwanzig.
00:35:12: Aber
00:35:13: Bulle ist immer noch sehr schön.
00:35:15: also das ist auch ein Faktor mit dem... Das wissen wir zu schätzen, die wirklich kleine Klassengrößen da werden wir den Kindern einfach gerechter weil ich finde David ob durch die großen Klassen-Teiler, die jetzt geschaffen wurden.
00:35:28: Ja natürlich ist es demgeschuldet dass wir zu wenig Lehrer haben und aber man wird den Kindern teilweise oder den Jugendlichen nicht gerecht und so eine kleine Klasse ist was gutes.
00:35:40: Aber Bullerbü ist wirklich vorbei.
00:35:43: also wir haben ja genau die gleichen Probleme.
00:35:45: Also da ist nur allein nicht anders als jede Schule auf dem Festland.
00:35:48: Wir haben alle die gleichen Probleme.
00:35:51: Wir tun uns schwer mit Inklusion und was im Moment auch in aller Munde ist.
00:35:56: Wie gehen wir mit den digitalen Medien um?
00:35:58: Da ist Nord-Anhal sehr, sehr gut aufgestellt.
00:36:01: Wie geben wir mit KI um?
00:36:03: also die Schule der Zukunft, die beschäftigt mich sehr stark.
00:36:07: Was müssen wir auf dem Weg bringen damit wir auch in fünf oder zehn Jahren noch zukunftsfähig überhaupt sind?
00:36:13: Was bringen mir den Schülerinnen und Schülern weiter als Moment so viel im Fluss und so viele Bewegung das kann man doch gar nicht absehen.
00:36:19: Die Pädagogik, wenn ich das aus den letzten vierzig Jahren so in einer Revue passieren lasse bei mir.
00:36:25: Hinkt eigentlich immer hinterher muss
00:36:26: sagen die.
00:36:28: Wahrscheinlich wird der Abstand auch immer größer was das betrifft.
00:36:31: Du schreibst irgendwie du du machst Gesetze schreibts ein Lehrbuch dazu und das dauert dann zwei Jahre bis auf dem Markt ist.
00:36:37: bis dahin kann so eine Tonne treten.
00:36:39: absolut weil sich das schon so geändert hat
00:36:41: durch die KI.
00:36:42: es ist da einen Tempo aufgekommen.
00:36:45: wir Überlegen ja schon neue Prüfungsformate, weil man bestimmte Hausaufgaben auch in der Uni oder so mein Sohn.
00:36:53: Also man kann ja jeder Hausarbeit mit KI schreiben und da muss man im Grunde ganz neue Prüfungsformaten denken und ganz anders an die Sache rangehen.
00:37:02: Und wir überlegen auch KI in bestimmten Fällen zuzulassen wenn man eben den Prompt auch kennt, weil das kann man ja auch bewerten usw.
00:37:09: Das ist wirklich ganz viel in Bewegung.
00:37:11: Wir machen auch Fortbildungen dazu und wir haben ein gutes Team wie auch Willig ist So eine Mischung aus Jungen und auch älteren Kollegen.
00:37:20: Und das macht es eigentlich sehr schön, alle ziehen an einem Strang und wollen im Grunde sich weiterentwickeln.
00:37:26: Das ist schön zu sehen.
00:37:27: Komme ich noch mal zu einer Sache?
00:37:28: Wir haben ja gerade schon davon gesprochen okay, Bola Buu ist nicht aber es ist immerhin Norderney.
00:37:36: Wenn du mit Schülerinnen und Schülern was machen willst gibt es andere Dinge die man auf der Insel machen kann als man sie zum Beispiel auf dem Festland machen kann.
00:37:43: also Ich weiß, dass in vielen Schulen gibt es keine Möglichkeit mehr schwimmen zu lernen.
00:37:47: Norderney ist so ein Geben vom Wasser.
00:37:49: Zweitens, ihr habt einen riesen Strand.
00:37:51: Man kann dort ganz andere Sportarten machen.
00:37:54: wie ist das Sportleben oder das Leben als Schülerinnen und Schülern?
00:37:58: Man kann direkt Biounterricht in den Dünen machen, wo man es erlaubt ist.
00:38:02: Also hat das auch Vorteile auf einer kleinen Insel zu sein und sich zu kennen.
00:38:06: Auf jeden Fall also erst mal was völlig anders ist, die Schüler haben eine viel längere Leine.
00:38:12: Also wir sind jetzt zum Beispiel ne Ganztagsschule und in der Mittagspause zwischen ein-und zwei Uhr können die Schüler, die das wollen einfach nach Hause gehen um da zu essen.
00:38:21: Das wäre z.B auf dem Festland im großen System nicht denkbar.
00:38:25: Da müsste man mit Abmeldungen arbeiten Und dann müsste es geregelt werden.
00:38:28: Aber hier sagen wir einfach weil wir haben ja auch dass es wunderbar keine Fahrschülerinnen und Fahrschülern das heißt Man muss auf niemanden Rücksicht nehmen, was Busttransport oder so angeht.
00:38:38: Alle Schüler kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule.
00:38:41: auch bei schlechten Wettungsbedingungen ist das möglich und wie du es schon angesprochen hast wir nutzen natürlich wir kooperieren mit den Wattwelten Wir machen aber auf so einfach mal eine Wattwanderung wir gehen mal in das Welchen gegenüber oder in Park Machen Spaziergänge und Sport.
00:39:00: Wir haben sportfest am Strand gemacht zum Beispiel, großartige Sache.
00:39:04: Das bietet schon Möglichkeiten.
00:39:07: also das wird genutzt und das finden wir auch toll.
00:39:10: Also will er noch ein bisschen Boulogu von seinen Kindern da auch davon partizipiert als die dort zur Schule gegangen sind?
00:39:16: Das ist ja wahrscheinlich auch ein ganz anderes Verhältnis was Kinder und Jugendliche dann zu ihrer eigenen Insel, zu ihrer Heimat bekommen.
00:39:22: Ja auf jeden Fall Und dass es auch eine Zeit die unsere Kinder sehr geprägt hat.
00:39:28: Also das werden die in ihrem Leben nicht vergessen.
00:39:32: Mir geht es ja auch selber so, wenn ich am Festland unterwegs bin und wir sagen dass wir auf einer Insel leben dann hat man sofort eine ungeteilte Aufmerksamkeit.
00:39:43: Und so geht das unseren Kindern natürlich auch.
00:39:46: als sie dann gut auf dem Internatsgymnasium waren im viele Insulaner Kinder da war's jetzt eben nicht so außergewöhnlich aber In ihrer Studienzeit und jetzt auch wenn sie sich beruflich irgendwo beworben haben, war das immer Thema in jedem Gespräch.
00:40:01: Und es ist auch sofort dieses Interesse da.
00:40:04: also wie lebt man denn auf einer Insel?
00:40:07: Habt ihr da eine Schule habt ihr dann Kindergarten und Wie ist das so gesellschaftlich?
00:40:14: und hab den Krankenhaus habt ihr dies und habt ihr dass?
00:40:17: Also das merken wir auch bei unseren Gästen Es gibt ein unglaubliches Interesse an dem Leben auf unserer Insel.
00:40:27: Also viele können sich das vielleicht für sich nicht vorstellen und trotzdem sind sie total interessiert daran, ich habe ja schon mal in einem der vorherigen Podcast gesagt also auf einer Insel zu leben da gibt es nur hundert Prozent oder null, also dazwischen
00:40:42: nix,
00:40:42: also das muss man mögen Das muss man lieben lernen.
00:40:45: Auch
00:40:46: im Winter.
00:40:48: Wobei ich das mittlerweile als die schönste Jahreszeit für mich empfinde, was ich auch nie gedacht hätte und gerade unsere ganzen Freunde und Bekannten sagten, was macht ihr denn im Winter auf der Insel?
00:40:59: Also wir würde dem Winter auf einer Insel sein.
00:41:01: Nu ist ja Norderney mittlerweile auch ganzjährig belebt und wir sind hier fast so wie so Mittelzentrum also kulturell aber auch infrastrukturell touristisch ausgerichtet und es wird einem nicht langweilig aufstellen.
00:41:18: Und ich habe über die Jahre gemerkt, dass ich also immer weniger von der Insel runter muss.
00:41:23: Also wenn man so zugezogen ist hat man immer mal wieder das Bedürfnis...
00:41:27: ...den Drang!
00:41:28: Man muss da wieder ans
00:41:29: Wettland zu müssen und irgendwie Festlands Luft zu schnuppern.
00:41:33: Also, ich hab's eher umgekehrt.
00:41:35: Mir gibt es alles mittlerweile am Festland ziemlich auf dem Sender der ganze Verkehr dieser Lärm und hat mich ja schon mal gesagt mein Sohn in Berlin, meine Tochter in Oldenburg Und das ist alles so busy, so klar Auf Norderney genau.
00:41:49: und auf Nordernei gibts natürlich auch sag' ich mal die touristischen Schwerpunktzeiten.
00:41:56: aber trotzdem ist alles irgendwie Ja unser Gast sagt immer in so einem anderen Flow.
00:42:02: Also es ist alles so ein Ticken gemütlicher, bisschen unaufgeregt da klar mit allem was die Gesellschaft vom Festland dann trotzdem auch mitbringt und wir erleben das auch wenn ich hier im Supermarkt stehe dass mir einer fünfmal mit seinem Einkaufswagen in der Hand fährt weil ihm die Kassäre schnell genug ist.
00:42:24: Wenn man sich dann aber umdreht und sagt, Mensch bleiben Sie doch ruhig und sind doch alle hier im Urlaub, ist doch alles nicht so hektisch
00:42:31: usw.,
00:42:32: also die Leute kommen schon, die brauchen alle ihre zweite Eitage zum runterkommen, aber dann haben sie es auch.
00:42:38: Und insofern ist das ein anderes Leben, das muss man sagen.
00:42:43: Akkraktivität der Insel-Sprache will er mir an und da wollte ich nur ganz kurz einen Anknüpfen... Ich bin seit dreieinhalb Jahren ungefähr hier und ich treffe mich jährlich mit den Gesamtschulleiterinnen und Leitern Niedersachsens.
00:42:56: Das ist eine Runde von gut hundert SchulleiterInnen und Leiter.
00:43:00: Und seitdem ich da bin, haben die gedrängelt, wir müssen unbedingt mal nach Nordrhein-Neu kommen, unbedingt mal usw.
00:43:04: Und jetzt dieses Jahr im November hat sich das schon besprochen, ist es soweit?
00:43:10: Wir haben die Einladung jetzt gerade gestern rausgehauen und dann wird hier ein großes Treffen sein auch wichtigen Politikern, die dann auch vielleicht auf die Insel kommen und als unser Kultusministerin ist sie auf jeden Fall eingeladen usw.
00:43:22: Ja wer auch in Insel eingeladen wird der kommt also.
00:43:25: da muss man also in der Regel ja ausschlägt erst mal selber doof?
00:43:29: Ja ich habe schon gehört Sie hat wahrscheinlich gibt es nur eine Schalte weil sie einen anderen Termin hat.
00:43:34: Irgendfalls ist zu weit zeitlich nicht machbar aber auf jeden fall freuen die sich alle.
00:43:40: Ich hab sehr viel gutes Feedback Und das wird ne tolle Sache hier für Nordereien.
00:43:46: Noch mal zu deinem Lehrerberuf.
00:43:48: Du bist ja, wenn ich das so raushöre auf der einen Seite nicht nur Lehrer weil es ein schöner Beruf ist sondern auch als Berufung.
00:43:57: Jetzt hast du natürlich mit Musik auch ein ganz spezielles Fach.
00:44:00: Das heißt also wie findest du auf Norderney die Talente?
00:44:05: Oder gibt es sie gar nicht?
00:44:06: oder sind da spezielle Talente?
00:44:08: oder wollen die plötzlich alle Digi Redo spielen?
00:44:10: oder gibt es hier den Posaunenchor oder Big Band oder klassisches Orchester?
00:44:16: Wie kommst du an die Neigung der Schülerinnen und Schülern?
00:44:18: Was kannst du da auskitzeln.
00:44:21: Also das ist eine ganz, ganz wunderbare Sache.
00:44:24: Das ist schön dass Du danach fragst.
00:44:25: Das war ein Grund für mich warum ich letztendlich mich auch als ich dann hier die Schule mir angeschaut habe entschieden hab ja du bist hier richtig weil natürlich habe Ich ne Leidenschaft Für Musik.
00:44:34: ich spiele inzwischen auch In zwei Bands Und im Schulorchester mit.
00:44:38: Wir haben Auch Eine Big Band und Es gibt Natürlich auch Ein Posaunkorf von der Kirchengemeinde.
00:44:43: Aber das Konzept dieser Schule, was hier schon seit fast dreißig Jahren gibt.
00:44:49: Ist von einem wunderbaren Musiklehrer ins Leben gerufen worden und das ist auch typisch für die Insel.
00:44:55: Das ist wieder so etwas typischen oder neuerisches.
00:44:58: Alle Schülerinnen und Schülern, die zu uns auf die KGS kommen in der fünften Klasse lernen Instrument.
00:45:04: also die Frage ist nicht ob sie es lernen sondern die Frage is nur welches.
00:45:08: Und dass ziehen Sie zwei Jahre durch.
00:45:11: Natürlich hören dann viele auch wieder auf.
00:45:14: Aber ein
00:45:16: Teil bleibt eben immer dabei, beim Teil haben wir dann eben diese Leidenschaft vielleicht geweckt und die füllen unsere Young Band, unser Orchester, unsere Big Band usw.
00:45:27: auf und bereichern natürlich auch das kulturelle Inselleben in dem sie später im Posaun Chor oder in Bands spielen usw..
00:45:33: Also noch mal in der Muschelspiel?
00:45:35: Ja, wir spielen Sonntag in der Muschel.
00:45:37: Unser Jahreskonzert ist am kommenden Sonntags mit den beiden Orchesterklassen, mit der Young Band und Big Band.
00:45:45: Und wir haben noch einen Austauschorchester aus Mettingen dabei.
00:45:47: Das wird eine Rundesache diesen Sonntage um halb vier.
00:45:51: Also ganz ehrlich ich mache ja selber auch Privatmusik
00:45:55: usw.,
00:45:56: dass das kulturelle besonders musikalische Angebot hier auf Norderney für die Größe der einheimischen Bevölkerung
00:46:04: absolut
00:46:05: überdurchschnittlich.
00:46:06: Also, wenn ich das mit Aschendorf oder Papenburg vergleiche ist, dass deutlich weniger bei deutlich mehr Einwohner.
00:46:13: Rüdger wäre doch eine gute Gelegenheit mal wieder auf die Insel zu kommen?
00:46:16: Ja, genau!
00:46:16: Dann gehst du
00:46:16: doch mal live an.
00:46:18: Ja dann mach'
00:46:20: ich.
00:46:21: Herzliche Eingang.
00:46:22: Wir sind ja sowieso demnächst da und können das vielleicht an dieser Stelle schon erstmal unterbringen und nachher nochmal wiederholen also am XXIII.
00:46:30: In diesem Jahr wollen wir nämlich einen Live-Podcast auf dem Kurplatz mit Mickey Krause aufnehmen.
00:46:36: Also für Sie, wenn sie
00:46:37: sagen,
00:46:38: habe ich Bock drauf, trage ich mir ein.
00:46:40: Fünfzehn Uhr findet das ganze statt.
00:46:42: Willem Loth und ich sind dabei, Mickey Krausen natürlich auch und hoffentlich auch Sie!
00:46:46: Wenn Sie gerade auf der Inse sind oder vielleicht auch da wohnen kommen Sie vorbei.
00:46:50: eine gute Stimmung ist immer gut und das Ganze wird aufgezeichnet unter natürlich zu unserem normalen ersten Freitagstermin im Monat dann auch ausgestrahlt.
00:46:59: Willem, wenn du jetzt guckst auch so mit Klaus und so weiter.
00:47:03: Was verbindet dich mit ihm außer der Tatsache dass ihr beide Entslender seid?
00:47:09: Ja tatsächlich unsere gemeinsame Vergangenheit.
00:47:12: also eigentlich kennen wir uns gar nicht... Das hört
00:47:15: sich düster an!
00:47:16: Ja
00:47:16: eigentlich kannte ich uns gar nichts wirklich gut.
00:47:19: Also ich kannte tatsächlich sein Vater besser als ihn.
00:47:23: Ja, weil ich einfach damals dort eben auch ein Jahr zur Schule gegangen bin.
00:47:28: Damals gab es ja diese Schulreformen und dann sind die kleinen Grundschulen aufgelöst worden und wir mussten dann in den nächsten höheren Schulen und dann gab's da so komplizierte Regelungen und so.
00:47:42: aber wir spielen heutzutage einmal im Monat Doppelkopf.
00:47:48: das ist ganz illustrar.
00:47:52: Ja, da ist die Emslandquote sehr hoch.
00:47:55: Es gibt ja hier tatsächlich so eine verborgende Emslang-Community.
00:47:59: also es gibt hier mehrere Emsländer, die hier auf der Insel leben und die auch einander immer finden Und das ist auch ganz schön.
00:48:08: Das ist so ein bisschen unser Kulturgeschlossen, der Kulturpreis.
00:48:12: Das verbindet uns sehr und dann natürlich auch gemeinsame Bekannte.
00:48:17: also man kommt natürlich immer wieder ins Gespräch und wundert sich welche gemeinsamen Bekannten man dann auch besitzt.
00:48:23: und da schließe ich immer irgendwie die Kreise
00:48:27: Das ist ein Lady, der doch achter Wort hat mit der graue Hund oder ja nur in der Kurve wo die Klausel steigt.
00:48:33: Also und er ist dann nur mit der verheiratet und so was.
00:48:36: Ja also das ist schon stark mit dem man gut klarkommt.
00:48:38: Und dann sprechen wir natürlich auch noch unsere Themen.
00:48:41: Wir sprechen über einen Tourismus, wir sprechen über Schule auch durchaus kritisch und tauschen auch Meinung aus.
00:48:48: Wir politisieren und alles Mögliche.
00:48:52: Das sind immer ganz bunte Abende, die auch immer ganz unterschiedlich sind.
00:48:57: Mal liegt der Fokus auf dem Doppelkopf und mal auf die Gespräche.
00:49:02: also das ist nicht immer je nachdem was so gerade anliegt.
00:49:05: Ist eigentlich immer würde ich aus meiner Sicht sagen sehr unterhaltsam.
00:49:10: Vielleicht habe ich nur Beidrich.
00:49:12: Klaus nochmal dazu wenn ihr das so macht... Also ich kenne es als Jugendlicher.
00:49:16: erstmal will man sein Abitur machen dann geht man raus aber irgendwann kommt man wieder zurück.
00:49:20: Also ich hab immer noch, der lebt auch noch ein Lieblingslehrer.
00:49:23: Das war nicht mein Geschichtslehrern.
00:49:25: Hänzchen Töbel gießt er oder heißt der zum Glück noch und das fand ich immer toll dass man immer noch so einen gewissen Drang hat auch wenn man die Schule verlassen hat wenn man sich total ekelig gefunden hat und total bescheuert dass man dann doch gerne mal wieder an seine Schule zurückkommt.
00:49:39: Gibt es bei euch auch so was wie irgendwie Ehemaligen treffen oder das Leute sagen, Herr Hut wissen Sie noch?
00:49:45: Ich war damals dieser Schüler der Ihnen irgendwie ein Beinchen gestellt hat und sie haben mich nicht bestraft.
00:49:50: also bestimmte Geschichten kann man glaube ich als Lehrer auch erzählen.
00:49:54: Auf jeden Fall natürlich gibt's das hier und zwar ich glaube hier sogar noch mehr als vielleicht auf dem Festland, weil wir jetzt wieder auf dieses Gemeinschaftsgefühl und diese Insellage kommen.
00:50:04: Ich habe gerade jetzt wieder eine Anfrage für den Herbst für einen vierzigjährigen Treffen also vierzig Jahre Schulabschluss und das ist dann oft so dass die Leute gerne dies inzwischen in der ganzen Welt oder zumindest in große Teile Deutschlands versprengt hat, gerne hierhin zurückkommen.
00:50:22: Im Grunde haben die meisten ja eine positive Erinnerung an ihre Schulzeit.
00:50:25: Ich glaube, das sind die allerwenigsten, die sagen, woher da bin ich nichts mehr von wissen.
00:50:28: und wenn ich unterwegs...
00:50:30: Man blendet das aus was doof gefiessend ist.
00:50:32: Genau!
00:50:32: Das ist auch
00:50:34: typisch für Menschen.
00:50:35: Die Ängste, die man wahrscheinlich hatte oder die schlechten Begegnungen, die blendet man aus und das positiv überhält man.
00:50:41: aber ne, wenn ich in Aschendorf unterwegs bin meine alten Klassen, die sind inzwischen hier alles schon Eltern und so weiter Und hier inzwischen auch ehemalige, wenn ich sie sehe höhe und wie geht es und lass dich mal wieder blicken oder so.
00:50:55: Also doch ist schön!
00:50:57: Wir haben glaube ich ein gutes Verhältnis zu unseren Aluminis und die sind immer herzlich willkommen kann ich an dieser Stelle auch sagen
00:51:03: Also es kriege ich auch als Vater mit.
00:51:06: Es gibt etliche Lehrer, die dann wenn man sie trifft auch nach den Kindern fragen was machen wir denn jetzt und gehts den gut?
00:51:13: Und das ist ein wirklich echtes Interesse was da ist also dass nicht einfach nur so Smalltalk oder sonstwas weil man eben nochmal eine andere Verbindung hat weil die Insel so klein ist Und jeder jeden irgendwie kennt.
00:51:27: Also das hat auch wirklich was ganz Angenehmes und auch unsere Kinder haben bis heute, ich sage jetzt mal so zu ihren Lieblingslehrern immer noch ein relativ offenes und gutes Verhältnis und pflegen auch den einen oder anderen Kontakt sogar etwas intensiver und das finde ich schon auch ein bisschen inseltypisch und eher außergewöhnlich.
00:51:50: Und dann kann man auch mal dutzen.
00:51:51: Man muss die Lehrer nicht mehr unbedingt siezen, ist das?
00:51:53: Wenn
00:51:54: da trifft man sich irgendwann auf den Wein fest und dann fallen alle Hemmungen und dann wird noch viel gedutzt und dann geht es gemeinsam angestoßen.
00:52:01: also das gibt's auch ja genau.
00:52:04: Da kommen wir nochmal zur Schlussrunde an dieser Stelle mit einem Lieblingsfach bei dir gewesen.
00:52:11: du gehst ja dem jetzt in der Schule über.
00:52:12: was hast du am liebsten gemacht?
00:52:13: Die
00:52:14: Pausen!
00:52:17: Nein, ich gehörte zu den Sprachbegabten.
00:52:20: Also alles was Sprachunterricht war... Ich habe aber auch Musik sehr geliebt, Sport hab' ich sehr gelIEb'.
00:52:27: Ja!
00:52:27: Ich war überhaupt nicht der naturwissenschaftliche Mensch.
00:52:31: Das ist mein einziges Delter heute das mich immer noch bewegt an Schule.
00:52:36: Ich habe weder als junger Menschen noch heute verstanden dass man Kinder und junge Menschen stärker an ihren persönlichen Vorzügen fördert und dass ich als jemand der naturwissenschaftlich null, null interessiert war ständig mit diesen Fächern gequält wurde.
00:52:57: Also mir ist heute als erwachsener Mensch schon eingängig das man natürlich auch ein gutes Grundwissen haben muss.
00:53:05: aber Ich sage jetzt mal ganz ehrlich, Sinus und Cosinus.
00:53:09: Und Kurven-Diskussion hat mir mein Leben nicht schöner gemacht damals und ich habe es vor allen Dingen auch nie wieder gebraucht und frage mich bis heute was hat's mir gebracht?
00:53:20: Während ich mir schon gewünscht hätte noch mehr Sprachen zu lernen und einfach die Sprachen, die ich heute sprechen kann intensiver zu können?
00:53:30: Das hätte ich mir schon gewünscht, weil ich da auch immer eine gute Begabung hatte.
00:53:33: Ich war auch gut in Kunst, ich war ein guter kreativer Mensch.
00:53:37: also da wäre ich gerne stärker gehört
00:53:39: worden.
00:53:39: Da könnten wir Brüder sein glaube ich.
00:53:41: Ja
00:53:41: vielleicht sind wir es auch im Emsland weiß man das nicht.
00:53:46: Da ist der Stammbaumkreis.
00:53:52: Klaus wie ist bei dir?
00:53:54: Wir haben jetzt schon gehört Musik, aber auch die...
00:53:56: Ja stimmt.
00:53:57: Ich habe gerade drüber nachgedacht.
00:53:59: Das
00:53:59: war
00:54:00: ganz stark leererabhängig und Lehrerinnen abhängig.
00:54:03: Musik mochte ich eigentlich in der Schulzeit nie so gerne weil mir das viel zu theoretisch war und ich habe das dann auch später in meiner aktiven Zeit ganz anders gemacht.
00:54:13: Ich hab sehr viele aktive Musikunterricht gemacht Aber ich mochte gerne die Naturwissenschaften an der Sattel.
00:54:18: Also Chemie und Mathe, das waren so meine Lieblingsfächer.
00:54:21: Sprachen waren für mich ein Graus.
00:54:23: Latein, ich erinnere mich da.
00:54:25: Französisch hatte ich auch mal... Großes Datilo!
00:54:27: Und Englisch war ja auch noch ein ganz anderer... Mitu!
00:54:30: Ja, Englisch war ja noch ein ganz anderer Unterricht.
00:54:32: mit so Grammatik wurden wir gebeutelt.
00:54:36: Das Rechenstand gar nicht im Vordergrund und deswegen Sprachen bin ich raus.
00:54:40: Geschichte mochte ich gerne.
00:54:42: Geschichte fand ich auch.
00:54:46: Also insofern das ist natürlich etwas was man dann auch mit sich herumträgt und vielleicht auch gerne weitergibt.
00:54:53: Also, das Thema Schule haben wir jetzt besprochen.
00:54:55: Auf Neuneine erstes man kann sagen es ist nicht überlaufen.
00:54:58: zweitens kann man sagen engagierte Lehrer.
00:55:00: drittens kann man die Insel selber wird als Naturprojekt im Unterricht mit benutzt.
00:55:05: Viertens kann one lehrt unterschiedliche Kulturen kennen und Sprachen kennen und Menschen kennen.
00:55:11: und fünftens vielleicht... Das ist ein ganz anderer Zusammenhalt.
00:55:14: Sechstens vielleicht okay wenn man Schwänzen will haben gesagt sollte man auf der Inse sich gut verstecken können.
00:55:21: aber das ist im Prinzip so diese Kernessenz.
00:55:23: Und ich höre zumindest aus deiner Sicht, oder das sagst du wahrscheinlich auch nicht nur weil Du Rektor bist, dass die Schule auf Norderney eigentlich doch schon ein bisschen heimischer ist als vielleicht in Großstadt Kiez und vielleicht auch in kleineren Städten auf dem Festland.
00:55:39: Doch ein
00:55:40: pinze-klitze
00:55:41: kleines Bollerbüe.
00:55:43: Ja gut, das freut mich ja auch
00:55:45: nicht.
00:55:48: Und aus Cairo kommt mit einer Schule von siebenhundert, die dreimal so groß war.
00:55:52: Also das ist schon... hier bin ich wirklich gut angekommen und ich bin sehr gerne hier.
00:55:57: Hier
00:55:57: bin ich Lehrer, hier darf ich sein um das mal ein bisschen abzuleiten.
00:56:02: Bevor wir zum Schluss kommen, ein paar Minuten haben wir noch nochmal ganz kurz Willem zur Summer Time.
00:56:08: Wir geben ja einmal Hinweise darauf wie es gebucht ist.
00:56:12: was der aktuelle Stand
00:56:14: Ja, also wir sind gut gebucht.
00:56:16: Also wer noch Karten haben möchte kann sich gerne melden.
00:56:19: einige Konzerte sind ausgebucht aber für Klopklok ist auf jeden Fall noch was zu haben und DJ Önzi würde sich auch noch über ein paar Karten freuen und insofern also schön ranhalten!
00:56:30: Also live Podcast am der reichundzwanzigsten siebten mit Willem Loth, Mickey Krause und mir.
00:56:37: Seien Sie dabei, haben Sie Spaß?
00:56:38: Und ich fand es sehr spannend.
00:56:42: Klaus, danke dass du uns so ein bisschen die Augen geöffnet hast und auch gesagt das Schule muss nicht schlimm sein.
00:56:46: Und die Erinnerungen, die mancher so an Schule hat sind dann doch immer die Positiven.
00:56:50: Dankeschön euch beiden.
00:56:52: ich wünsche eine schöne Zeit und auch liebe Grüße.
00:56:54: gehen nach draußen aus Festland Ich sag Helna oder nein Willen.
00:56:59: Ja lieber klaus herzlichen dank Dass Du heute beim podcast dabei war.
00:57:03: es waren fest für uns und War sicherlich interessant in Deiner Arbeit mal rein zu blicken Auch Für Unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:57:11: Ja, ich kann nur sagen noch mal fleißig Karten kaufen für die Konzerte.
00:57:14: Dieses Jahr versprech' ich haben wir auch Bombenwetter bei der Summertime auf jeden Fall besser als letztes Jahr und das ist nicht schwer!
00:57:23: Und insofern freuen wir uns auf Sie alle, bleiben sie uns gewogen und auch ich sage
00:57:35: Hey
00:57:37: Norderney!
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