#36 Weltnaturerbe Wattenmeer – Norderney mittendrin
Shownotes
Auf Norderney ist das Wattenmeer allgegenwärtig – und doch versteht man es oft erst auf den zweiten Blick. Genau darüber sprechen die Tidentalker Wilhelm Loth und Ludger Abeln in dieser Folge mit Peter Südbeck, dem Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Schnell wird klar: Dieses einzigartige Naturgebiet ist weit mehr als Schlick und freier Horizont. Es ist Speisekammer, Rastplatz und Überlebensraum für Millionen Zugvögel, die auf ihrem Weg zwischen Arktis und Afrika auf das Watt angewiesen sind. Manche von ihnen fliegen dabei Tausende Kilometer am Stück. Und unter jedem Schritt im Watt verbirgt sich eine erstaunlich dichte Welt aus Schnecken, Muscheln, Würmern und Kleinstlebewesen – ein Lebensraum voller Dynamik und Geheimnisse.
Peter Südbeck erzählt außerdem, wie seine Begeisterung für Vögel schon als Kind begann und warum der Nationalpark heute eine noch größere Bedeutung hat als früher. Denn während die Natur in vielen anderen Landschaften zunehmend unter Druck gerät, ist das Wattenmeer ein kostbarer Rückzugsraum geblieben. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie Naturschutz und Tourismus auf Norderney zusammenpassen. Für Wilhelm Loth ist klar: Das darf kein Gegensatz sein. Schließlich kommen die Gäste genau wegen dieser besonderen Mischung aus Natur, Weite, sauberer Luft und Tierwelt auf die Insel. Passend dazu wurde auch die Grundausstellung im Watt Welten Besucherzentrum erneuert und ist seit Anfang April in neuer Form zu erleben.
Natürlich schauen die drei auch auf die großen Herausforderungen der Gegenwart: Klimawandel, Energiewende und die Belastungen durch Offshore-Anbindungen. Peter Südbeck beschreibt das sehr offen als Gratwanderung. Denn Klimaschutz ist notwendig, zugleich zahlt auch Norderney seit vielen Jahren einen Preis für die Infrastruktur. Umso wichtiger bleibt die Frage, wie man diesen außergewöhnlichen Naturraum schützt, ohne seine Zukunft aus dem Blick zu verlieren. Anlass genug gibt es: Der Nationalpark feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Eine Folge über die Faszination des Wattenmeers, seine weltweite Bedeutung und die Verantwortung, die direkt vor Norderneys Haustür beginnt.
Der Tidentalk schwappt immer am ersten Freitag im Monat ans Festland. Also gerne die Glocke drücken und abonnieren. Fragen Anregungen Themenwünsche Freudenrufe an marketing@norderney.de Aktuelle Infos und Podcast-Plattform: https://www.norderney.de/
Norderney-Tidentalker: Wilhelm Loth - Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH Ludger Abeln - Moderator, Sprecher, Autor und Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück e. V. Peter Südbeck - Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey, Norderney.
00:00:03: Teentalk mit Wilhelm Loth und Ludgar Arbeln.
00:00:17: Hey Norderney, du sind wie wir.
00:00:19: Wir sind wieder da mit einer neuen Ausgabe dieser mega tollen Sendung wenn man so will oder besser gesagt Podcast heißt es ja heute unser Podcast.
00:00:29: hey Nordernei diesmal sind wir ganz nah an der Insel und natürlich auch im Wattenmeer denn wir haben einen speziellen Gast.
00:00:37: den stelle ich gleich vor.
00:00:38: aber erstmal möchte ich natürlich auch Willem wieder begrüßen den Co-Direktor von Nordernej Willem Moin!
00:00:43: Wie ist's?
00:00:44: Ja, Hain oder Nei kann ich auch nur sagen.
00:00:46: Mit mir geht's super.
00:00:48: das Wetter war den ganzen April so gut wie schön.
00:00:54: paar Abstriche gibt es ja immer.
00:00:55: also wir sind hoch zufrieden sodass eigentlich für den Sommer bleiben.
00:01:00: Das hoffen wir natürlich dass der Sommer dann genauso schön wird und ich habe ja wieder festgestellt dass ich da letzte mal auf der Insel war.
00:01:06: am Festland regnet des Soft or Nei scheint.
00:01:08: die Sonne ist irgendwie fast schon lyrisch.
00:01:11: aber auf der anderen Seite Habt ihr auf Insta bzw.
00:01:14: Facebook wieder schöne Traditionen gesehen, die man an Ostern macht?
00:01:18: So Eier trölen und Eier bicken
00:01:20: usw.,
00:01:21: wie war denn dein Ostern?
00:01:23: Gott, ich muss erst mal überlegen, Ludger.
00:01:24: Das ist ja alles schon so lange her.
00:01:26: Man erlebt hier immer so viel auf der Insel... Ja, man wird
00:01:28: ja auch älter und es ist ja immer das gleiche an.
00:01:30: Obwohl, das kann ja gar nicht sein auf Norderney!
00:01:31: Also erstmal kann ich bestätigen dass das Wetter mal wieder sehr viel besser war über Ostern als am Festland Und als das was der deutsche Wetterdienst dann immer prognostiziert.
00:01:41: also ein bisschen ärgerlich finde ich das ja Auch immer dass uns viel schlechteres Wetter unterstellt wird als wir hier tatsächlich immer haben.
00:01:49: Aber ich will jetzt im Podcast nicht springen, haben wir auch schon tausendmal drüber gesprochen Ludger.
00:01:54: Feiertrohlan war ich persönlich nicht aber am Ende des Tages war ich beim Osterfeuer.
00:02:01: das ist ja auch sehr traditionell und da war auch jede Menge los.
00:02:05: das Wetter hat gehalten kalt und insofern war es gut, dass das Osterfeuer ordentlich Wärme abgegeben hat.
00:02:14: Das
00:02:15: Problem ist finde ich ja, man muss sich so doll drehen.
00:02:17: Du kriegst Wärmer von vorne, Kälte von hinten.
00:02:19: da musst du wie beim Grill dich wahrscheinlich immer einmal rumdrehen, dass sie von allen Seiten schön warm wird.
00:02:24: Ja, dass die Röstaromaten dann auch gleich verteilt sind.
00:02:28: Gut wir kommen zu unserem Gast heute.
00:02:30: Danke erstmal Willem.
00:02:31: damit sind wir auch schon in der Sendung allerdings nicht in Oster sondern wir streben schon knallhart auf den Juni zu.
00:02:38: aber was immer ist auf Norderney, um Nordernei und überhaupt von einer sehr großen Weite gekennzeichnen nämlich von Denebark bis in die Niederlande.
00:02:49: Ist das Wattenmeer?
00:02:51: Und jemand der damit zu tun hat und zwar sehr intensiv den darf ich jetzt begrüßen dass nämlich Peter Südbeck und Peter Süedbeck leitet seit zwei tausend fünf die Nationalpark Verwaltung in Niedersächsischen Wattenmäher.
00:03:03: schön dass du da bist Peter
00:03:04: Moin Lücker, moin Willer.
00:03:06: Schön dass ich hier dabei sein darf!
00:03:08: Ja klar ist ja interessant weil es ist ja immer so die Zuschriften die kommen wie sagen wir doch immer ja Watten mehr verstehen wir gar nicht richtig.
00:03:16: Wie lange hast du gebraucht um das watten mehr rechtlich zu verstehen Peter?
00:03:20: Also er hat, glaube ich zwei Ebenen.
00:03:22: Die erste Ebene die Begeisterung und die emotionale Ebene.
00:03:25: das geht sofort.
00:03:26: man geht einmal bei also ich komme so Vogelkunde aus Ornithologie.
00:03:29: Man geht einmal auf den Deich und sie zehn zwanzig dreißig tausend Vögel in der Luft.
00:03:33: das packt sofort da brauchst du nicht lange nachdenken.
00:03:36: Zwanzig
00:03:37: Dreißigtausend?
00:03:38: Ja!
00:03:39: Auf einmal
00:03:40: ja auch oft oder nein.
00:03:41: Und unterschätzen
00:03:42: wir das dann
00:03:43: immer.
00:03:44: Das kann man auch.
00:03:45: das ist schon eine komplexe Sache und daraus muss wissen wie es geht und wann es geht.
00:03:50: Die fliegen ja alle durcheinander und keiner weiß, was das soll.
00:03:54: Das ist aber dann der zweite Punkt zu verstehen warum da so überhaupt was das alles soll?
00:03:59: Und wie das Watt mehr insgesamt funktioniert, dass Millionen von Vögel davon leben und sich darauf verlassen im Grunde im Laufe der Evolution, dass da so ein Watt mit einem Zugweg von zehntausend Kilometer ist.
00:04:11: Ja, das dauert schon ein paar Jahre und das ist auch nie zu Ende nämlich weil... Veränderung ist alles, das heißt die Herausforderung sind riesengroß also nicht nur für uns Menschen und für den Erhalt des Systems sondern eben auch für die Vibbel.
00:04:25: Das ganze gesagt zehntausend Kilometer damit meinst du sicher die Flugroute so aus der Arktis runter über Norderney bis dann nach Afrika oder mal Zehntausend Kilometern solange es ja die Küste gar nicht.
00:04:38: Also wir sind Zehntausend Quadratkilometer Wattenmeer, aber die Distanz zwischen den Brutgebieten und Norderney ist fünftausend Kilometer.
00:04:46: Und Nordernei und den Wintergebieten ist auch nochmal fünftausehn Kilometer ungefähr natürlich.
00:04:50: Und das macht zehntausend Km.
00:04:52: Und viele der Vögel, die jetzt bald oder unmittelbar zu uns kommen, fliegen halben Strecken also diese Fünftausenden Kilometer nonstop.
00:05:00: Das ist ja auch schon so eine Story, die man einem erst mal erklären muss.
00:05:03: wie kann ein kleiner Vogel der Völter zweihundert Gramm wicht?
00:05:05: Wie kann der fünftausend Kilometer durch die Luft nur fliegen, tagelang?
00:05:09: Fünfzechzig Stimmenkilometer.
00:05:11: So und dann Sache hast du die Frage ja schon gestellt erklärt auch mal wie kann er das?
00:05:15: Also erstmal musst du an den Weg wissen.
00:05:16: dass machte mit den Sternen Ja muss eine gute Bedingung haben.
00:05:19: da muss voll gefuttert voll gefressens sein kann man.
00:05:22: dafür gibt es das Wattenmeer Und dann fliegt er los und der kann und das ist vielleicht das Geheimnis Der kann all das was wir im Auto in Tank Packen Kann der sich an dem Körper als fett packen wird also ein fettpolster.
00:05:34: wenn man so ein Vogel in die Hand nimmt oder einen verunfallten Vogel mal aufsammeln, dann sieht man das richtig.
00:05:39: Der quillt über vor Fett.
00:05:41: Gelbe Körperfett und das ist das Flugbenzin.
00:05:44: Das verbrennt er in der Luft und wenn der fünftausend Kilometer später ankommt, dann ist das alles weg und man sieht nur den dunkel durchblutet Muskel.
00:05:52: D.h.,
00:05:52: er verflieht wirklich sein gesamtes Flugbenzinn in die Luft.
00:05:55: Wahnsinn!
00:05:57: Willen, das wär's doch jetzt.
00:05:59: Wir müssen Fliege lernen!
00:06:03: Damit
00:06:03: wir unseren Fett verbrinnen.
00:06:06: Tatsächlich ist ja die Wattenmeerlandschaft eigentlich eine riesige Speisekammer für die Vögel und wir sind hier also nicht nur Gastgeber für viele Urlauber sondern auch für viele Vogeladen.
00:06:20: Und wenn man das überlegt, was man jetzt so was du schon gesagt hast Peter sich alles in Tank packt.
00:06:24: Das ist ja die Anreichhaltigkeit kaum zu überbieten.
00:06:29: Was Touristen oder auch Einheimische mittlerweile als völlig normal empfinden ist Wenn der Wasser nicht da ist dann ist Ebbe Da latscht man mal ein bisschen raus.
00:06:36: Ich glaube, viele Leute wissen oder denken noch nicht permanent daran.
00:06:39: Dass das ja eigentlich dann der Meeresboden ist, auf dem wir dort rumlaufen und dass in diesem Meeresboden ja unendlich viele Arken und auch unendliche Anzahl viele Tiere sich verbergen die für diese was du vorhin gesagt hast da sind auch mal dreißig tausend Vögel in der Luft, dass für alle etwas dabei ist und es immer noch reicht.
00:06:58: Ja, das ist das Faszinierende, was man will ich nicht sieht, weil mir ist immer ein Lebensraum auf den zweiten Blick.
00:07:03: Man guckt dabei bei niedlichem Wasser rüber und das ist irgendwie Terrorsturm, man wäre noch schlamm gesagt.
00:07:09: Das ist also nicht was besonders Hübsches.
00:07:11: Wenn man aber die faszinierenden Geheimnisse sich erschließt wer da alle drin lebt in den obersten Zentimeter sind nur wenige Zentimeter dann ist es schon begeistert.
00:07:21: Da sind also Muscheln.
00:07:22: das sind Schnecken die teilweise in Häufigkeit von hunderttausend auf einen Quadratmeter Schlickwatt Hunderttausend Individuen, nur die von Kleinstlebewesen, diese Schnecken sind ein paar Millimeter lang.
00:07:34: Aber die grasen einen Algen und einen Bakterienrasen auf der Oberfläche ab.
00:07:40: Und dieser Bakterian- und Algengrasen wird durch die Nährstoffe, die das Hochwasser mitbringt und dann auf der Oberfläche abgebt werden, die genähert.
00:07:49: Das heißt wir haben ja eine komplexe Nahrungskette, die eigentlich darauf ausgelegt ist dass Die diesen Lebensraug, der zweimal am Tag trocken fällt.
00:07:58: Der damit auch warm und kalt wird, der Salz mit sich bringt und wieder abschließen lässt.
00:08:03: Der das schafft.
00:08:04: Der schafft das in extrem hoher Dichte.
00:08:06: Und deswegen haben wir Fünfzighundertfünfzig Wattwürmer.
00:08:10: Wir haben Kiloweise Miesmuscheln und wir haben eben hunderttausend Schligkrebs oder Wattschnecken.
00:08:15: Also
00:08:15: wenn ich barfuß am Strand laufe dann habe ich eigentlich immer unter jedem Schritt habe ich da tausende von Tieren eigentlich unter mir ohne es zu merken oder zu wissen.
00:08:25: Ja, das ist im Watt so.
00:08:26: Im Strand ist es auch so aber da sind die noch kleiner.
00:08:29: Da können wir den bloßen Auge gar nicht sehen.
00:08:31: Die sogenannte Sandlückenpfauna also ganz skurrile.
00:08:35: wenn man sich die euch ganz groß anguckt im Mikroskop Dann sind das so spaceige Tiere, aber die sind so klein, dass wir sie fast gar nicht mitkriegen.
00:08:44: Also auch das ist eine Differenzierung bei uns im Nationalpark, was auf der Strandseite in einer anderen Ökologie herrscht als in dem Watt selbst.
00:08:51: Das Watt ist nährstoffreich und ist auch Tier- und vor allem tierreicher.
00:08:55: Pflanzen spielen keine große Rolle wenn man die Mikroalden also Kleinste Algen mal aus dem Vorletzt.
00:09:01: Jetzt wollen wir kurz dazu kommen.
00:09:02: Wir haben auch schon beim letzten Mal darüber gesprochen wie Willem eigentlich auf die Insel gekommen ist Und bei dir muss man ja sagen, du bist ja eigentlich auch, sag ich mal ein Binnenländer und hast ja irgendwann nicht dazu entschlossen die Plombiologe zu werden.
00:09:16: Hast du einen Kiel studiert?
00:09:18: Ich glaube in Kiel.
00:09:19: Ja genau.
00:09:20: Das heißt war das von vornherein deine Liebe dass du sagst also ich finde das so faszinierend.
00:09:24: Ich möchte gerne mehr darüber erfahren oder wieso bis zu diesem Studiengang gekommen.
00:09:29: Also es fängt viel früher an dich vor Augen und das ist jetzt ungefähr fünfzig Jahre her Also da war ich so gerade zehn Jahre alt in dem größten Ordnung, dass sich einfach durch Vögel am Futterhaus, Vögle in der Stadt dann auch Vögele in den Mohren rutt und kloppen, wo ich mal nach Heimat statt.
00:09:46: Dass ich einfach diese Faszination toller Vögel, der große Brachvogel im Walz gesangt das ist einfach was ein emotional enorm anspricht, was ich mir bis heute vorstellen kann wie das damals zum ersten Mal noch aus der fünfundsiebzig war.
00:09:58: Und diese enge Bindung die muss man Aufrechter heilen und dann kommen Interesse dahinter.
00:10:02: Was sind das denn alles?
00:10:03: verschiedene Vöge?
00:10:04: Die Kohlmeise, die Mönchskrassmülke, die Nachtigall, die wir bei uns im Garten hatten.
00:10:09: Und dann hatte ich wehlich Glück dass in dieser frühen Phase Lehrmeisterinnen und Lehrmeisters hatten, die mich da einfach begleitet haben und die mir das gezeigt haben und dass man relativ früh also zur Abiturszeiten, dass man dort eine ganze Menge kannte was hier so rumfliegt über gute Grundlage hatte daraus auch die Biologie zu machen.
00:10:30: Ganz wichtig, dass man da diese Asis legt.
00:10:33: Für mich war das zum Beispiel in der Schule immer wichtig wenn... Wir haben ein Klassenhaus von Helgoland gemacht, Helgolanäute Klasse weiß jeder der hier aus der Gegend kommt.
00:10:42: Was das bedeutet.
00:10:43: damals.
00:10:43: meine große Sorge war...
00:10:44: Zwei Mal übergeben einem auf dem Hinweg einmal im Rückweg Ja
00:10:47: genau
00:10:48: wenn man damit hinkommt
00:10:50: und ich und Ich wollte natürlich die besonderen Vögel von Helguldern auch noch sehen an dem tag.
00:10:55: Also es war rein sporlich eine ganz große Nummer zu lange anerzukommen Und trotzdem die Kollegen und Freunde der Schule nicht in der Kneipe vergessen.
00:11:04: Willem dir geht das ja wahrscheinlich auch so, was mir immer auffällt.
00:11:08: Früher wenn man mit dem Auto gefahren ist dann hat es auf der Windschutzwahl klack-klack gemacht.
00:11:13: viele Insekten waren da.
00:11:15: mittlerweile ist das relativ überschaubar.
00:11:17: ich weiß nicht... Ich glaube Peter kann schon sagen dass da ein Rückgang ist.
00:11:20: Ist das gleichzeitig eine Rückgang in der Vogelwelt weil die gar nicht mehr so viel zu fressen haben?
00:11:25: Weil die Umweltverschmutzung die Düngungen etc.
00:11:28: dafür gesorgt haben das sag ich mal auch die Vögel jetzt nicht mehr viel kommen.
00:11:33: oder ist da Norderney?
00:11:34: Oder sind die Ostfrieschen Inseln auch wirklich eine große Ausnahme, dass da eben noch wirklich reichhaltig der Eis.
00:11:39: Also das genau so!
00:11:41: Ich bin so froh, in einem Nationalpark leben zu können.
00:11:44: Für einen Nationalpark arbeiten zu können weil will ich die Belastung und Gefährdung der ganz normalen Landschaft.
00:11:49: Die hat ein solches Ausmaß angenommen dass dieses Insektensterben auf der Autoshascheibe das wird ja nur sichtbar wenn es massiv ist.
00:11:58: Richtig!
00:11:58: Und es fehlt ein massives Nahrungsangebot Es fehlt ein massive Blüten-Angebot und natürlich auch es fehlen die Vögel.
00:12:05: heute ist die Feldläche ein Vogel des Nationalparks.
00:12:08: Früher war die Vogel ein ganz normaler Vogel, all unseren norddeutschen Landschaften.
00:12:12: Das hat sich in den Jahrzehnten, die ich das so bisschen mitkrieg total gewandelt und deswegen ist der Klangteppich der Fellleiche im Nordrhein-Näher Osten auch akustisch etwas ganz besonderes heute was es früher überhaupt nicht war.
00:12:25: Es hat sich enorm gewandt und der Druck gerade in der Normale Landschaft auf die Natur insgesamt, die ist wirklich sehr, sehr groß und das ist besorgniserregend.
00:12:34: Kannst du dich noch erinnern Wilhelm?
00:12:37: Gerade auf dem Land, da war ja noch nicht so viel los.
00:12:39: Außer dass man ein paar Trecker fuhr oder vielleicht mal das eine oder andere Auto... Aber ich habe das jetzt in diesem Frühjahr wieder erlebt.
00:12:45: In meiner Heimat bin ich mir ein paar Stunden spazieren gegangen.
00:12:49: Habe ich auch mit der Bank gesetzt wie viele Betriebe an sich... Dass man das noch hört?
00:12:52: Kannst du die noch auseinanderhalten den ganzen Vögel?
00:12:55: Oder war das früher nicht so dein Thema?
00:12:57: Oder wusstest Du was ist ne Lärche?
00:12:58: Was is ne Nachtige?
00:12:59: Was ist ne Drossel?
00:13:00: Was es nen Spatz...?
00:13:02: Naja, ich gehöre ja noch zu der Generation wo man dann in der Schule auch tatsächlich noch in die Natur ging.
00:13:09: Heute haben sie ja immer Angst dass irgendwas passiert unterwegs und dann ist ja immer so viel Sicherheitsaufwand.
00:13:15: Absolut ja!
00:13:17: Dass man es fast schon sich nicht mehr traut.
00:13:19: aber das war auch so, dass wir in die natur gehen mussten.
00:13:22: Wir mussten Blätter sammeln, die zuordnen Schnecken haben wir uns angesehen in der Natur natürlich auch die Vögel Und die Lehrer haben dann erklärt, wie welcher Vogel singt.
00:13:35: Wie er aussieht was der für spezifische Wiedererkennungsmerkmale hat und das hilft.
00:13:42: aber es ist eher das Gegenteil.
00:13:44: also wenn ich heute am Festland bin also mal abgesehen von den großen Städten Ist auch auf den Dörfern schon wieder unglaublich viel los.
00:13:53: Also jede Landstraße ist heute so dermaßen befahren.
00:13:57: Als Insulaner habe ich ja eh das Gefühl, also dass nur noch Autos auf der Straße liegen.
00:14:01: Man ist natürlich auch ein bisschen verwöhnt und man hat ständig den Eindruck, dass es immer mehr Autos werden.
00:14:10: Ich weiß nicht ob das nur gefühlt ist wenn man auf einer Insel lebt aber mir ist das immer alles zu viel too much auch auf den Straßen selbst, auf den Dörfern.
00:14:19: Also es gibt ja auch aufgrund der schlechten ÖPNV Anbindung auf den Dorfern kaum ein Haus, wo nicht mindestens drei oder vier Autos davor stehen.
00:14:28: Weil alle natürlich aufgrund der kritischen Mobilitätslage auch auf Autos angewiesen sind und jeder natürlich heute auch individuell unterwegs ist.
00:14:38: keiner will mehr auf irgendwas warten.
00:14:41: ja da hat sich schon eine Menge verändert finde ich.
00:14:44: Peter du bist ja nun auch schon wirklich lange dabei liebst du ja an der Küste.
00:14:48: Du siehst du da den Druck auch im Binnenland größer als an den Küsten, weil zum Beispiel auf den Norddeutschen Inseln oder auch in der Küstenlinie im Prinzip das Wattenmeer wird gerechnet aus den Niederlanden bis hoch nach Dänemark ist da noch so ein bisschen.
00:15:01: ich sage jetzt mal einen Vogelparadies dass die da noch ein bisschen entspannter sind, weil ich glaube schon das Vögel auch auf den Stress den Menschen schon am Land haben auch reagieren.
00:15:13: Erstmal ist es eine viel gestaltige Landschaft, die gut geschützt und vor allen Dingen Nährstoff Erema.
00:15:20: Begrifflichkeit von Natur, wenig Vorteil für zu viel Fall, für zu Fülle.
00:15:25: Das ist der große Unterschied.
00:15:26: die Agrarlandschaft im Binnenland, die ist natürlich intensiv genutzt worden.
00:15:30: Die Landwirtschaft ist auch total erfolgreich aber auf Kosten von Natur.
00:15:35: Deswegen ist das ganz deutlich zu spüren.
00:15:37: Ich sage ja wenn die Feldlöcher heute ein Nationalparkfobel ist dass man denen erst wie viele Kilometern erstmal nicht im Nationalpark hört dann ist es auch ein Zeichen dafür.
00:15:47: also da hat sich enorm was gewandelt und die Bedeutung, die relative Bedeitung für die Natur, für Biodiversität, Artenvielfalt sagen wir des Nationalparks sehr enorm zugenommen.
00:15:58: Und das ist auch immer steigende Verantwortung für uns dass wir das hier eben halten weil es gibt keine Alternative bei uns.
00:16:04: Es gibt ja auch Artenschutzprogramme die man auflegen muss um bestimmte Tierart nicht.
00:16:08: Ich will das nicht nur von Vögel sprechen, weil du bist ja im Prinzip mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer für alle Tiere sozusagen mit verantwortlich.
00:16:18: Ist es bei anderen Tieren genauso?
00:16:19: Wir haben jetzt das Thema Vögl zwar gehabt aber bei den Säugetieren zum Beispiel über den Rauben und so weiter und auch bei anderen Thieren ist das genau so dass die im Prinzip diese Insel als Puffer brauchen um mal ein bisschen zu wohlzukommen.
00:16:34: Bei den Meeresorganen ist es ja so, dass sie quasi nur die Küste haben und dann das freie Meer.
00:16:39: Auch das freien Meer ist natürlich unter Druck Aber dort hat sich... Das hat sich eigentlich bei allen drei Arten.
00:16:44: Wir haben also hier eine Seehund Die Kegelroppe und den Schweinswahl Eigentlich auch sicher durch die Schutzgebiete bedingt aber auch durch andere Effekte zum Beispiel zurück in Schadstoffe In dem Meer, dass wir hier gute Bestände haben.
00:16:58: Also die Keggelroppe hat ungefähr bei uns den Nationalpark im Jahr.
00:17:02: Tatsächlich war das also fünft, als ich angefangen bin.
00:17:04: Wieder besiedelt und hat heute sechs, acht hundert junge Tiere jedes Jahr.
00:17:09: Das ist eine wahnsinnige Erfolgsbeschichte.
00:17:11: die war ein paar Hundert Jahre ausgestorben.
00:17:13: der Seehundbestand ist auf hohem Niveau sehr zufrieden stellen und beim Schweinswahl sehen wir so dass wir sogar innerhalb des Randmeeres der Nordsee eigentlich einen Zuwachs bei uns haben während es in anderen Bereichen eher stagniert oder zurückgeht.
00:17:29: Also das sieht ganz gut aus, weil die Liegeplätze sind gut geschützt im Nationalpark.
00:17:35: Die Kegelrobbe ist nur auf der Karanot-Plate in großer Zahl, die absolut beruhigt ist und der Schweinswahl profitiert glaube ich etwas von einer generellen Verfolgungsabnahme, da wird nichts mehr hinterhergegangen.
00:17:51: auch die Fischerei ist vielleicht nicht mehr so intensiv wie sie mal war.
00:17:54: Würdest du dann sagen, wenn du das so beschreibst?
00:17:56: Zwei-tausendfünf.
00:17:56: Da gab es eine kritische Lage, dass ich auch durch die sozusagen mal Schutzmaßnahmen und die Programme, die ihr beziehungsweise auch die Landesregierung im Verbund mit anderen Bundesländern und der Bundesregierung aufgelegt habe, dass sie dafür gesorgt haben, dass wir heute wieder mehr Tiere sehen im Wattenmeer als das vielleicht zwei-tauendfünfe oder davor gewesen ist.
00:18:15: oder sagst du, das täuscht
00:18:17: nur.
00:18:18: Ja, das ist ja wirklich schwierig.
00:18:20: Die Natur hat ihren eigenen Weg.
00:18:22: und jetzt wir als Menschen müssen da glaube ich so ein bisschen debütig zurückhalten.
00:18:25: Wir versuchen gut Schutz zu betreiben dazu haben.
00:18:28: Wir verschützen auch versucht auch zu fördern Artenschutzprogramme.
00:18:32: Wir können vielleicht gleich nochmal zum Strandbrüter.
00:18:34: Das ist ein gutes Beispiel kommen aber die im Ende entscheidet die Natur selbst.
00:18:39: also wir können dass.
00:18:40: wir haben auch Beispiele.
00:18:41: die Kornweihe auf Norderlei war wunderbar verbreitet.
00:18:45: Wir wissen mittlerweile, warum sie nicht mehr da ist und wir wissen auch, dass wir nichts machen konnten.
00:18:49: Weil bei uns war das in Ordnung aber im Witterquartier eben nicht.
00:18:52: Das haben wir mit intensiver Artenschutzforschung rausgefunden mit der Uni Oldenburg zusammen.
00:18:57: Aber hier können halt die Vögel sich festbinden und wir können auch... Das funktioniert in aller Regel natürlich noch nicht
00:19:04: Willem.
00:19:04: ich meine auch für eine Insel nicht nur als Insel als Lebensraum sondern auch für ne Insel aus touristischer Magnet für Menschen, die vielleicht auch sowas sehen wollen.
00:19:14: Es ist ja auch an den Inseln oder eben an Norderlei zu sagen da müssen wir mithelfen, da packen wir mit an.
00:19:20: es gibt ja auch glaube ich zumindest zu wissen ja auch so eine Art Partnerschaftsvertrag, den nicht nur ihr habt sondern noch andere Insel.
00:19:26: aber vielleicht kannst du mir nochmal aufklären weil als Verantwortung ist ja von Seiten der Insel dafür zu sorgen dass dieses Naturgebiet für Tiere und Menschen gleichzeitig erliebbar bleibt.
00:19:40: Ja, das ist in der TATSO und unsere Nationalparkverwaltung ist da sehr vorbildlich.
00:19:47: Ich glaube die haben in Deutschland die meisten Partnerschaften generiert.
00:19:52: dazu kann aber Peter dann gleich mehr sagen.
00:19:58: Wir sind letztendlich Partner der ersten Stunde kann man so sagen Nicht nur als Insel, sondern auch mit den sieben ausführlichen Inseln.
00:20:10: Als Institutionen sind wir auch noch mal in einer anderen Partnerschaft weil wir der festen Überzeugung sind und ich glaube das haben wir alle sehr früh erkannt.
00:20:21: Auch die Nationalparkverwaltung Tourismus und Nationalpark darf kein Gegensatz sein.
00:20:28: da muss man zusammen an einem Strang ziehen.
00:20:32: Ich sage immer so schön, das ist der Ast auf dem wir sitzen.
00:20:35: Da sägt man nicht dran rum, sondern da setzt man sich zusammen und überlegt gemeinsam wie man letztendlich dich in einem solchen Raum weiterentwickelt und auch zusammenlebt.
00:20:49: Ist das anstrengend?
00:20:50: Sind das Konflikte Peter, Tourismus oder Naturschutz?
00:20:54: Oder hat sich das mittlerweile auch das Verständnis für Naturschutz bei Touristinnen und Touristen so etabliert, dass man eigentlich durchaus doch auch Verständniss stößt?
00:21:05: Also es ist interessant.
00:21:06: Wir sind der Regierung mit ganz viel Tourismus.
00:21:08: und das war gut so, weil das ist ein zeitscheinen Wäschersweich damit die Leute hier Arbeit und Brot und Einkommen haben, dass das auch funktioniert.
00:21:18: Aber der Tourismus Wilhelm hat's ja angedeutet Ganz basal darauf, dass die Leute kommen hierher.
00:21:24: Die wollen Freizeit haben, die wollen Urlaub haben, sie wollen aber auch sauberes Wasser klare Luft, Natur, Tiere pflanzen.
00:21:30: Also immer alles?
00:21:31: Einfach alles und zwar auch ohne Problembehaftung.
00:21:36: Und deswegen ist es erst mal sind wir auf derselben Linie.
00:21:38: das sind ja die Schutzziele für die ich auch angestellt bin Tiere pflanzen.
00:21:43: Das ist das, was ein Nationalpark ausmacht.
00:21:45: Das wird auch gesucht.
00:21:46: D.h.,
00:21:47: dass Grundmotiv im Tourismus und im Natursch ist an dieser Stelle fast identisch in jedem Einzelfall.
00:21:53: So, da es völlig klar sei, dass es nicht allgegeneinander geben kann.
00:21:56: Weder von Seiten des Tourismus hat Wilhelm gerade gesagt aber erst auch nicht von uns.
00:22:01: d.h.
00:22:01: die Partnerschaft mit den Touristikern, mit den touristischen Organisationen am Ende aber auch mit den einzelnen Urlauberinnen Das ist eigentlich immer länd.
00:22:09: Und das hat sich total positiv entwickelt, das war nicht immer so in unserer Geschichte.
00:22:15: aber das ist jetzt wirklich durchgängig der Fall und dieses Partnerprogramm verbündet Institutionen rund um den Nationalpark in den Schutzzielen in der Botschafterfunktion Aber auch in dem Bemühen des einzelnen Partners In seinem Berät so viel Nachhaltigkeit wie möglich auf die Weg zu bringen ein bisschen auch als Zukunftsvorsorge Und da sind wir wirklich deutscherweit ziemlich weit vorne, aber natürlich auch hier ganz konkret vor Ort auf der Insel.
00:22:44: Was sind denn die nächste Entwicklung?
00:22:46: Wie geht es da weiter?
00:22:46: Wie kommen wir mit den Fragen des Naturschutzes oder das Miteinander des Natusschutz und des Tourismus zusammen?
00:22:52: von der Wegeführung, Übersperrungen und Artenschutzmaßnahmen haben wir angesprochen.
00:22:57: Also ganz viele Dinge, aber Natürlich auch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.
00:23:00: Auch dass... Da gibt es einen großen Markt und obwohl wir glaube ich ein großes Angebot bei uns im Park haben wissen wir, dass es immer noch mindestens potenziell einen Bedarf gibt mehr Wattführungen und mehr Besuche im Nationalparkhaus hinzubekommen.
00:23:16: Und das ist natürlich zu sehen, dass wir da auch immer weiter kommen müssen!
00:23:19: Also wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass auch bei den Touristen die Bedeutung des Wattenmeeres immer mehr im Kopf und auch im Herzen ankommt.
00:23:29: Regelmäßig macht ihr neue Ausstellungen im Nationalparkhaus.
00:23:32: Ich glaube jetzt läuft gerade wieder was Neues an.
00:23:35: also man muss auch auf der Insel nicht nur im Watt oder am Strand dafür sorgen das Menschen das durchaus erleben oder das zu sehen bekommen was sie vielleicht im Watten Meer nicht so automatisch für sich erkennen.
00:23:49: Was habt ihr denn gerade für eine Ausstellung jetzt im Nationalparkhaus laufen?
00:23:53: Die ganze Grundausstellung ist erneuert worden, also wirklich rund umerneuert.
00:23:59: Es gibt auch einen großen Außenbereich.
00:24:02: Also es lohnt sich wirklich mal reinzugehen und komplett durchthematisiert.
00:24:07: Das ist eine ganz andere Art der Ausstellungsform wie die bisherigen Gäste vielleicht kennengelernt haben.
00:24:15: Seit Anfang April kann man diese Ausstellung besichtigen und ich kann jedem wirklich empfehlen, reinzugehen.
00:24:23: In unser Welt Erbezentrum oder im Volksmund auch besser bekannt als Nationalparkhaus darf man aber nicht sagen.
00:24:31: Ja ist okay.
00:24:32: Sonst gibt es einen auf dem Deckel von Frau Dr.
00:24:35: Bears.
00:24:36: das war auch so ein Running Gag bei der Öffnung.
00:24:38: Herzliche
00:24:38: Grüße raus genau!
00:24:39: Das hat
00:24:39: also ein Wahnsinns Titel Ein solches Haus und am Ende des Tages haben wir aber ja frau bär ist auch schon im podcast gehaften.
00:24:50: Die ist ja auch sehr engagiert, das was du sagst dass sich die menschen damit befassen möchten zeigen ja auch die besucherzahlen Und auch das persönliche kennenlernen über ranger im wat Das leben dort Was ja wie peter so schön sagt auf dem zweiten blick erst wirklich interessant ist Wenn man auch mal eine Gabel oder Schaufel mitnimmt und ein bisschen den Boden auflockert, was dann alles daraus kommt.
00:25:17: Also das ist tatsächlich schon wirklich etwas, was die Menschen interessiert.
00:25:23: Wir haben unglaublich viele Schulklassen auch auf der Insel, die also genau zu diesen Themen auch hier Exkursionen machen Und insofern gibt es da eine große Nachfrage.
00:25:34: wir werden im Herbst vielleicht mal so am Rande auch eine Umfrage mal machen zum Thema Nachhaltigkeit.
00:25:42: Nachhaltigkeit und Tourismus ist ein riesiges Thema, auch etwas was wir immer mit der Nationalparkverwaltung auch diskutieren und wir wollen herausfinden und mal differenzieren.
00:25:54: ich würde sagen jeden dem man fragt er würde immer sagen klar ich stehe für nachhaltigkeit und finde ich auch ganz wichtig.
00:26:01: Wir wollen einfach mal herausfinden Was ist denn der eigene Beitrag?
00:26:05: zur Nachhaltigkeit.
00:26:06: Und eher warte ich nachhaltigkeit eigentlich immer von anderen oder bin ich selber auch dabei?
00:26:12: Also, ich weiß nicht ob wir mal darüber geredet haben.
00:26:14: Ich habe ja mal auf den sieben aus physischen Inseln vorgeschlagen dieses Singapur Phänomen keine Mülleimer aufzuhängen und im Grunde hohe Strafen zu verhängen wenn man Müll in einen Naturraum wirft.
00:26:29: Das ist sehr nachhaltig dort.
00:26:31: Das funktioniert hundertprozentig dort, das ist natürlich ein bisschen krass.
00:26:35: aber das Prinzip immer mehr Mülleimer aufzuhängen, das muss man ja einfach auch mal sagen hat sich er nicht bewährt.
00:26:43: Überall fliegt der Müll rum und ich möchte einfach mal wissen von unseren Gästen was sie tatsächlich für sich persönlich über Nachhaltigkeit denken.
00:26:57: Ich glaube, dass es da eine Schere gibt.
00:27:00: Das kann ich mir gut vorstellen.
00:27:01: vor allen Dingen bei so einer Umfrage wird Peter auch kennen man muss ja ehrlich sein.
00:27:06: das heißt also es reicht ja nicht irgendwie.
00:27:08: Ja ich setze mich dafür ein aber das ist ja auch eine Frage von Ehrlichkeit ist es tatsächlich so ohne dass man gleich mit einem schlechten Gewissen kommen muss.
00:27:14: Aber das ist glaube ich der erste Schritt dahin dann tatsächlich auf wirklich etwas dafür zu tun.
00:27:20: Wir kommen trotzdem nochmal weil Peter das ist auch deine Nicht nur Leidenschaft sondern dass er's auch studiert.
00:27:26: wir kommen noch mal zu einem Thema wo wir jetzt gerade bei Nachhaltigkeit sind, dass Nachhaltigkeiten natürlich auch Tierschutz ist.
00:27:34: Und du schreibst glaube ich zumindest, habe ich das irgendwo gelesen an der roten Liste der Vögel in Deutschland?
00:27:41: Was hat sich denn sozusagen wieder erholt und das ja vorhin auch schon einen Vogel genannt wurde sagst, der ist nicht wiedergekommen lag aber nicht an uns.
00:27:50: Ja genau also tatsächlich schreiben wir ganz im Moment die rote Liste des Vögels Deutschlands die ein Gesamtbild über den Zustand der AWV-Nahre der Vogelwelt gibt.
00:28:01: Wir haben, das habe ich ja eben angedeutet, ein riesiges Problem in der Kulturlandschaft, ein Riesiges Problem.
00:28:06: also uns fehlen und das ist gar nicht mal eine Sache der roten Liste wo die Besonderheiten der Vorgaben sind sondern uns fehlt wenig die ganz normale Masse der Vogels Welt und es geht immer weiter in das was uns auch als ich sag mal so in unserer eigentlichen Umgebung immer umgeben hat Rotkehlchen oder Finken geht das doch sehr weit rein, dass die Bestände zurückgehen.
00:28:28: Wir können auf der anderen Seite auch natürlich sagen gar eine große Vögel, die man direkt, die Man früher verfeucht hat, die Mann geschossen hat
00:28:36: usw.,
00:28:37: die kommen zurück.
00:28:38: da haben wir tolle Beispiele in der See.
00:28:40: aller der Kranich, der Weißstorch sind so Beispiele, die früher ganz oben an der Liste waren, die wir alle mit dabei lassen konnten und dazwischen und das ist also in den besonderen Lebensräume heiden Feuchtebiete sehen.
00:28:53: Da gibt es sehr gute Ansätze des Schutzes, aber das ist noch nicht hinreichend.
00:28:59: Und auch an der Küste – auch wenn ich da sozusagen gegen mein eigenes Interesse sprechen muss – ist nicht alles Gold was glänzt!
00:29:05: Weil wir natürlich mehr an der Küsse, mehr als sonst in einem internationalen übergreifenden System leben.
00:29:12: und unsere Effekte….
00:29:13: dann ist unser Nationalpark, obwohl er recht groß ist mit gerade auf fünfzigtausend Hektar, ist aber ja keine Insel der Großedigkeit, sondern wir sind sehr stark abhängig von dem, was rundum passiert.
00:29:23: Sei es in der Arktis wie eben schon angesprochen habe auch sei es im Hinterland und so Wiesenvögel geht es relativ besser aber sind natürlich nur klitzeklare Bestandte im Vergleich zu halb Norddeutschland.
00:29:33: halt Niedersachsen die ist vor wenigen Jahrzehnten noch der Fall war also auch da sehr differenziert.
00:29:39: Aber im Ergebnis können wir sagen dass etwa vierzig bis fünfwizig Prozent der Vogeladen einfach auf der roten Liste hier Zuhause haben und das ist nicht gut.
00:29:47: Nationalpark hat natürlich eine Bedeutung.
00:29:50: Also wenn ich überlege, guckst du auf der Welt rum.
00:29:53: Kruger Nationalpark, andere Nationalparks weltweit die haben Namen wo du genau weißt aha das ist in Afrika, dass es in Asien, das sind Südamerika
00:30:02: etc.,
00:30:02: etc.
00:30:04: Von vorm Gefühl her nur mein persönliches Gefühl der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer natürlich auch die Parks in den Niederlanden oder Dänemark die sich ja praktisch nahtlos anschließen.
00:30:16: warum haben sie aus meiner Sicht jetzt nicht zumindest so?
00:30:19: Die sind diesen Klangen, diese Namen.
00:30:22: Wie soll ich sagen?
00:30:23: Die sind den Hype, den man teilweise woanders sieht.
00:30:25: Woran kann das liegen?
00:30:27: Also der Hauptgrund ist fehlen die großen Tiere.
00:30:30: Das ist glaube ich ein Hauptgrund Kröger oder Kenia oder was auch immer West-Ostafrika.
00:30:36: Auch Yellowstone hat natürlich diese riesigen großen beeindruckenden Tiermengen.
00:30:40: Das is bei uns auf dem zweiten Blick!
00:30:42: Wir versuchen das mit den Zugvogel-Tagen, wir versuchen es mit den Schweinsweil-Tage.
00:30:47: Da kriegen wir große Resonanz aber wir können da nicht gegen an.
00:30:50: Das machen wir völlig klar!
00:30:52: Wir kommen auch nicht gegen der Rotiersch Brunft aus dem Nationalpark Eifel gegenan.
00:30:58: Ich weiß nicht dass trifft den Menschen noch tiefer im Inneren?
00:31:01: Aber das muss auch nicht... ich glaube aber auch hat damit zu tun wie Menschen hier in Deutschland oder auch in den Wattmällen sind viel so wenig stolz auf diesen Raum.
00:31:10: Das ist hier Weltnaturerbe Genau so wie die Serengeti.
00:31:14: Richtig!
00:31:15: Und wir haben ja eine Weltbedeutung.
00:31:16: und bei uns hängt es ab, Wir haben gerade über den Zugvögel gesprochen Wenn das hier nicht funktioniert, dann funktioniert's auch in der Arx und Afrika, ne?
00:31:24: Das sind Zehntausend Kilometer.
00:31:26: Das ist also wirklich eine Weltbedeutung.
00:31:29: Und dieses... Die UNESCO, die uns im Welterheber-Titel gegeben hat, sagt nur zwei Begrifflichkeiten.
00:31:34: Der Naturraum ist einzigartig.
00:31:37: Gibt es diese Qualität nur einmal auf der Welt und ist außergewöhnlich, also nicht irgendwie normal durchschnitt sondern außergewönlich.
00:31:44: Und das ist ein ganz selten vergehenes Label- und Siegel für Naturlandschaften.
00:31:49: da sind wir eine davon.
00:31:51: Und auch dass klar es überzeugt nicht, wie die Zebras rumlaufen.
00:31:58: aber wir haben vom Ansatz her genau dieselbe Bedeutung in der Natur und das müssen wir dann uns auch selber annehmen.
00:32:05: Für viele Menschen die hier wohnen seien es war ja immer so oder das ist sie wie unspektakulär.
00:32:09: Aber wenn man mal erlebt, wie es zum Beispiel im Herbst ist bei den ersten Herbststurmen.
00:32:15: Wie sich die Landschaft hier vor unseren Augen wirklich in Windeseile verändert das ist extrem spektakulär.
00:32:22: Das ist auch wild, das ist feurig, das is eine große Bedeutung und das muss man sich nur immer klar machen.
00:32:29: und bis wir auch glaube ich selbstbewusst stärker noch stärker nach außen tragen alle miteinander in der Region.
00:32:36: Das ist doch Willem ja auch, wir haben mal so bestimmte Sachen wie jetzt weiße Düne.
00:32:39: Wir haben beim letzten Mal glaube ich drüber gesprochen dass sich Touristen die vielleicht vor zwei Jahren hier waren und gesagt haben oh das ist ja toll hier.
00:32:45: Ja das hat sich jetzt gerade einmal im kurz verabschiedet.
00:32:47: andere Themen kommen natürlich auch noch rein.
00:32:49: aber Ist es so dass die Menschen das einfach für selbstverständlich nehmen?
00:32:54: Ich fahre jetzt mal auf eine Insel und dann habe ich dieses Watten mehr da Naturerbe, aber das ist einem gar nicht so bewusst.
00:33:03: Weil ich denke wenn es gibt ja diese schönen Filme – Ich weiß gar nicht wer sie gemacht hat ob die vom NDR kommen oder sowas – Das Watten Meer von oben!
00:33:09: Wenn du da siehst was sich da verändert?
00:33:11: Das ist ja nochmal ein komplett anderer Blick.
00:33:13: vielleicht liegt's ja auch daran dass es einfach eine flache Landschaft ist und wir sozusagen diese ganzen horizontalen Bewegungen nicht haben sondern im Prinzip nur den Flachenhorizont der durch die Welle mal so'n bisschen aufgebaut wird.
00:33:25: Ja, die Inseln sind voller Dynamik.
00:33:29: Peter hat das schon gesagt und dass es wirklich auch für jemanden der hier lebt und damit auch bewusst umgeht, schon immer noch ein Naturphänomien.
00:33:38: Also ich habe das ja mal beschrieben als Jogger, dass ich mir immer so Punkte am Inselende merke wo ich also wieder zurück zum Ost heller komme oder so und man kann sich das nicht vorstellen.
00:33:52: Also sollte da nicht die ein oder andere Dahl bestehen.
00:33:57: Dann würde ich jedes Mal irgendwo anders rauskommen, weil sich der Naturraum immer wieder so stark verändert.
00:34:04: Wo ich noch so ein bisschen gedanklich dran hänge ist eine Frage warum das Wattenmeer international nicht so bekannt wie es im anderen Naturräume sind?
00:34:14: Ich bin persönlich immer hin und her gerissen.
00:34:18: ein großer Bekanntheitsgrad bedeutet natürlich auch immer viel Neugier und viele Menschen, die so etwas sehen wollen.
00:34:25: Auf der anderen Seite ist es natürlich die Chance für so einen Naturraum auch eine wirklich überregionale wichtige Bedeutung zu bekommen.
00:34:34: also ich glaube das käme keine auf die Idee eines der also wirklich großen bekannten Weltnaturerben in Frage zu stellen, also man würde alles dafür tun das zu erhalten.
00:34:47: Egal wie viele Menschen da kommen und ich finde es ja immer so witzig.
00:34:53: Ich bin hier auch bekennender Podcast-Hörer von einem ein oder anderen Podcast und wenn dann immer so über Nachhaltigkeit gesprochen wird.
00:35:04: Und dass man in die Naturräume nicht eindringen darf, aber wenn dann die eine oder andere bekannte Künstlerpersönlichkeit dann erzählt wie also drei Wochen irgendwo Gorilla Watching gemacht hat usw.
00:35:18: Aber dann immer
00:35:19: genau das meine ich immer.
00:35:21: diese persönliche dieser persönlichen nachhaltigkeitsgedanke wird gar mal ja auch mal drüber gesprochen.
00:35:27: Ich sitze im Überseeflieger und bestelle mir mein nachhaltig veganes Essen, um ein schlechtes Gewissen zu
00:35:34: beruhigen.".
00:35:35: Also das geht heute alles.
00:35:36: also jeder ist gerne mit dem Zeigefinger immer auf den anderen ohne vielleicht aber auch
00:35:43: tatsächlich
00:35:43: einen Wusen in seinem Lebensstil auch einmal zu hinterfragen.
00:35:47: wo kann ich mich denn wieder finden?
00:35:49: Ich persönlich So ein zweischneidiges Schwert.
00:35:55: Und ich würde mir manchmal mehr Internationalität wünschen, um dem Bekanntheitsgrad dieses wichtigen Naturraumes also wirklich auch dem Raum zu geben der ihm gebührt.
00:36:08: Also das muss man einfach auch mal sagen
00:36:10: Wie ist es Peter?
00:36:11: Du setzt gleich an Peter!
00:36:13: Also du hast den Gedanken gehabt
00:36:15: Ja ich wollte nochmal Wir sind ja an Nationalpark, hat er diesem Jahr Geburtstag.
00:36:19: Wir sind vierzig Jahre
00:36:19: alt.
00:36:20: Richtig da bin ich auch noch drauf gekommen.
00:36:21: aber jetzt sagst du
00:36:22: schon.
00:36:22: Ja genau weil es gerade auch dazu natürlich passt was habt ihr zum
00:36:26: Glückwunsch erstmal?
00:36:27: Also das muss man ja auch mal sagen.
00:36:28: Danke schön!
00:36:29: Wir haben auch kräftig gefeiert, genau.
00:36:31: Das gehört sich auch...das muss aus sein.
00:36:33: so ein Nationalpark entschied ja nicht aus dem Nichts sondern steht mit viel Arbeit mit viel Sorgen und viel Streit.
00:36:40: Es ist eine bewegte Geschichte, aber wenn man nach vierzig Jahren auch ganz viel zusammenkompositiv wie wir das erlebt haben sind wir total froh und dankbar.
00:36:48: Aber das ist auch das Wichtigste, dass natürlich der Nationalpark den Naturraum auch nach vierziger Jahren genauso erhalten ist, dass die Qualität eines Welt-, einer Weltbedeutung da ist.
00:36:59: Das war ja nicht selbstverständlich.
00:37:00: erstens hatte man damals ganz andere Ideen, Eindeichungen, Abdeichungen Industrie Ganz eine touristische Erziehesetzungen, jetzt Windpark.
00:37:09: Also die ganze Klimageschichte wäre viel näher an der Insel ran gekommen.
00:37:12: Ich glaube da hätten wir alle drunter gelitten.
00:37:14: aber es ist natürlich auch viel.
00:37:15: Wir haben es gesprochen in Bildung Informationen in Artenschutz und Forschung und anderen Dingen auch erreicht worden sind wir ganz froh bis hin was wir eben angesprochen haben.
00:37:24: ein großes Netzwerk unterstützt und wähle ich ein ganz großes im Ehrenamt in den Partnerschaften im Hauptamt und vielen anderen Kommunen Institution der Region.
00:37:33: Das macht natürlich viel Spaß, aber das ist auch wichtig.
00:37:37: Das ist eine gesellschaftliche Beitrag frühzeitig und Grundlage auch, dass man sowas gesonnenes AR erkennt um B dann auch nachhaltig in dem Sinne wenig nachhaltiger Schutz stellt und erhält.
00:37:49: Da sind wir ja schon bei einem Thema weil man sieht es also als ich das letzte Mal auf Norderney war zwar zwar ganz in der Ferne, aber man konnte zumindest Offshore so ein bisschen erkennen.
00:37:59: Also du hast ja gerade gesagt, dass es eigentlich ursprünglich ein bisschen näher an die Inseln ran sollt.
00:38:02: Jetzt ist es ein bisschen weiter raus.
00:38:05: Näher war vielleicht das Argument wegen der Leitung.
00:38:07: dann muss man nicht so viel buddeln und so weiter.
00:38:10: jetzt sind wir aber mit diesen Offshore Windparks draußen.
00:38:14: Der Strom muss aber irgendwie am Land Und das betrifft vor allen Dingen auch Norderney weil Es gibt ja sozusagen Man kann ja nicht alles immer um die Insen drum herum legen sondern Ich sag mal so, Norderei wird an der Stelle irgendwie untertunneln.
00:38:28: Wie ist das denn auch mit der Philosophie von Nationalpark zu vereinbaren?
00:38:32: Weil wir erleben gerade in Zeiten wo jetzt Energiekrise ist, dass man doch versucht, das eine oder andere Gasfeld vielleicht dann doch anzuzapfen was in Küsten nähe liegt
00:38:41: etc.,
00:38:42: etc.
00:38:42: Ist da ein bisschen die Notwendigkeit.
00:38:44: auf der einen Seite wenn wir Naturschutz wollen und auch Nachhaltigkeit wollen und grüne Energie wollen müssen wir das einer oder anderen kaufen nehmen.
00:38:52: wie stehst du dazu?
00:38:54: Das ist zweischneidig, im wahrsten Sinne des Wortes das größte Problem.
00:38:58: Langfristig für das Watten ist der Klimawandel, weil wenn das Meer weiter ansteigt und noch beschleunigt einsteigt kommt irgendwann einen Punkt wo die Wanten nicht mitwachsen können.
00:39:07: alles was wir an Ökologie besprochen haben was diesen Besonderheit in den hunderttausend Schlickkrebsen die nehmen davon freizufallen Die sind angepasst an diese Qualität des Lebensraum.
00:39:18: Wenn das Verlorent geht, dass was buchstäblich absäuft, brauchen wir uns über Weltnaturale keine Gedanken mehr machen und haben es
00:39:25: verspielt.
00:39:26: Der Klimaschutz ist eine erste Pflicht um das Wartenmeer zu rennen.
00:39:36: auf über und unter, dort rein zu verlegen.
00:39:38: Aber im Nationalpark erst mal gar nichts zu tun.
00:39:40: Das darf man auch nicht sagen!
00:39:41: Kein Nationalpark-Leiter kommt auf die Idee, wir bauen mal so ein Kabel da quer durch.
00:39:45: Wir haben ja anfangs noch offene Verlegeweise alles mögliche gehabt.
00:39:50: Ich sage immer das ist der Preis.
00:39:51: Der Preis dass den in der Nationalpark und das Weltnatur aber zu zahlen hat um Klimaschutz mitzu unterstützen.
00:40:00: Verhältnisse sind und dass wir die Welt natürlich nicht retten, aber es ist ein wesentlicher Beitrag in Deutschland.
00:40:04: Ich kenne auch keinen, der in Deutschland von Energiewende spricht und nicht über Offshore Wind zum Beispiel nachdenken.
00:40:11: Die gibt es meines Wissens nicht!
00:40:13: Bei Gas ist das was ganz anderes, aber was wir in Offshore Wind haben.
00:40:16: Insofern versuchen wir die Eingriffe zu minimieren und den Eingriff auch zu konzentrieren.
00:40:21: Wir können nicht die Kabel zwischen die Insel legen.
00:40:23: Das ist aus hydrologischer Sicht, wir haben über die Dynamik, dass die Veränderung, dass wir das ja nicht beeinflussen wollen wie die Streuwo wieder satt, wie die Vegetation sich verteilt, das wollen wir erhalten.
00:40:34: Also können wir da aber auch kein Kabel durchlegen.
00:40:37: Insofern ist das natürlich ein Kompromiss.
00:40:38: Das ist an Northern Heights Halter einen Preis seit vielen Jahren, seit zwanzig Jahren jetzt.
00:40:43: Auch das darf man nicht vergessen ganz klasse!
00:40:46: Das ist für die deutsche Energiewende ein ganz wesentlicher Punkt.
00:40:49: aber es ist ein Preis für den Inseln, für den Tourismus und für den Naturschutz für alle Beteiligten auch dass wir ihn wenn nicht wegkriegen Wir versuchen aus der Darzelerberkssicht versuchen wir über Ausgleichsmaßnahmen, über Verbesserungsmaßnahme etwas wieder gut zu machen.
00:41:04: Ob uns das am Ende gelingt, können wir heute noch gar nicht sagen.
00:41:07: Aber das ist zumindest ein Versuch.
00:41:12: Vielleicht so?
00:41:13: Es gibt natürlich eine Meinung und es gibt viele Meinungen dazu.
00:41:16: Wir sind ja im Zeitalter wo jeder eine Meinung hat und sie auch offen kundtut.
00:41:21: Peter hat vorhin gesagt also dass Norderney da auch einen gewissen Preis zahlt.
00:41:26: Wie steht Politik dazu?
00:41:27: wie steht die Landesregierung dazu?
00:41:29: wie stehen die Insulanerinnen und Insulanern dazu Dass das eben Nordernei besonders betrifft?
00:41:36: Ja, also wie Peter so schön sagt es ist keine Nationalparkangelegenheit.
00:41:41: Also keiner würde auf die Idee kommen unter einem Nationalpark jetzt Verrohrungen zu legen.
00:41:46: im Tourismus sollte man auch nicht auf die Idee kommen.
00:41:49: Wollte
00:41:49: ich gerade sagen.
00:41:51: Zumal ja auch unsere Außenstände davon sehr eingeschränkt seit Jahren betroffen sind das muss man sagen auch große Baustellen in der Mitte der Insel und ich sage mal so wir haben Ertragen und Getragen, auch unsere Gäste.
00:42:09: Wir haben hier sehr viel Aufklärungsarbeit betrieben.
00:42:12: das ist immer wichtig zu kommunizieren damit man weiß um was es geht und wir stehen auch dazu unseren Beitrag zu leisten.
00:42:21: aber ich denke man muss natürlich auch schauen dass man die Menschen auch mitnimmt und das Versprechen auch eingelöst werden.
00:42:30: Man hat uns gesagt, also wenn jetzt die letzten Verrohrungen, also wir sind jetzt sozusagen in den Endzügen abgeschlossen sind dann habt ihr erst mal Ruhe auf Norderney.
00:42:40: Wir haben ja jetzt hatte ich auch schon gesagt vor kurzem dann die Hüops-Botschaft erhalten dass es da noch eine Wasserstoffanlage unterhalb der Insel also eine Verrohung dafür geben soll Eine Durchleitung also das sind dann schon so Sachen wo man dann aufpassen muss dass es dann nicht irgendwann anfängt.
00:43:03: Zu kippen in der Geduld.
00:43:04: also wie gesagt über zwanzig Jahre eigentlich schon mit Projektierung und allen drum und dran sind's fast schon dreißig jahre die die Insel sich mit diesem Thema befasst und ich glaube was wir uns niemals vorwerfen lassen können dass wir als Insel diesbezüglich und auch die Nationalparkverwaltung ihren Beitrag nicht geleistet haben.
00:43:27: Also, wir werden damit nicht die Welt retten.
00:43:29: aber viel Kleinvieh macht ja auch Mist sagt man immer so und wenn keiner anfängt dann geht es auch nicht los und insofern war's irgendwo ein Stück weit immer eine Zumutung für viele Seiten.
00:43:47: Aber man muss immer das große und ganze, unter Peter Vollkommen recht vor Augen haben.
00:43:54: Was nützt uns das Ganze?
00:43:56: Wenn wir hier beim Klima keinen Change erreichen, dann wird es für alle brenzlig.
00:44:03: Noch mal vielleicht zu dir, Peter.
00:44:05: Du bist natürlich auch in der Verwaltungsverantwortung.
00:44:09: Das heißt du kannst ja nicht nur als Naturschützer entscheiden welche Maßnahmen jetzt bei einem Betrieb trifft sozusagen, da werden wahrscheinlich andere Sachen auch ein bisschen mehr im Fokus.
00:44:19: Wie sehr muss man sich in Teilen dann auch verbiegen?
00:44:21: oder sagen wir mal so wie stark ist die Gratwanderung?
00:44:24: In so einer Position in der du gerade bist auf alle Leute einzuwirken?
00:44:29: weil ich kann mir schon vorstellen dass egal wie du es machst ja von bestimmten Seiten immer wieder gegenwind kommt.
00:44:34: Die einen sagen zu viel Natur und die anderen sagen zu wenig Natur.
00:44:38: Wie hält man das aus?
00:44:40: Das ist unser Altersgeschäft, ich bin lange dabei.
00:44:42: Ja das ist tatsächlich so jeder kann Naturschutz.
00:44:46: Da stimmt natürlich nicht.
00:44:47: also wir haben mit großen um einen kleinen Tag mit großen mit kleinen Fragen daran zu tun hier den Kompromiss zu finden und auf die die Gradwanderung hinzukriegen.
00:44:56: dass es tatsächlich eine Herausforderung ist ganz klar deswegen auch so eine große Frage ist wirklich eine Belastung für unsere Nationale bei diese ganze Energie Geschichte ist eine echte Belastung in der Öffentlichkeit im Arbeitsablauf, in den Kompromissfindungen, in der Diskussion mit den Firmen und so weiter zwischen Professionalität und sehr banaler allgemeiner Meinungsmache.
00:45:17: Da haben wir alles dabei.
00:45:20: Das muss man auch üben oder natürlich ein Stückchen mitbringen.
00:45:23: Man braucht auch ein dickes Fell wenn man mit allen Anwürfen die man hat immer mit nach Hause nimmt, das ist glaube ich kein guter Lösung für die Zukunft.
00:45:34: Das war nicht gesund?
00:45:35: Nein
00:45:35: und es ist nicht gesund.
00:45:36: aber das ist so eine Abstraktere eben dass man drauf guckt was passiert ja eigentlich.
00:45:41: Die unmittelbaren Angriffe sind in ganz kleinen Fragen wo man eigentlich sagt ne das kann ja wohl nicht sein dass wir uns hier um jetzt streiten.
00:45:48: Aber das ist dann so.
00:45:49: da sind diese Konflikte sind dann sehr personalisiert und sehr aggressiv oft, manchmal nicht oft.
00:45:55: Manchmal ausgetragen.
00:45:57: Da muss man schön selber eine Strategie der seligen Hygiene fahren.
00:46:02: Sonst ist bei einer Naturschutz falsch.
00:46:04: Am Ende ist Naturschütze etwas... Wir müssen unsere Stimme erheben und unser Wissen einbringen für eine Sache die selbst keine Stimme hat.
00:46:12: Es gibt es nicht!
00:46:13: Bei Menschen gibt's das immer von allen Seiten, weil in der Natur gibt's dass nicht.
00:46:15: Das heißt, das ist unsere Verantwortung und die Spüren wir auch tatsächlich.
00:46:18: Die versuchen wir wahrzunehmen aber es ist nicht immer einfach.
00:46:21: Man sagt ja immer Lage, Lage, Lage.
00:46:23: Hat Norderney jetzt an der Stelle Pech?
00:46:25: Das ist sozusagen mehr oder weniger in der Mitte aus physischen Inseln liegt.
00:46:28: Dass es genau Nordernei trifft mit den Durchleitungen.
00:46:32: Oder an welchen Gründen hat's gelegen und wer entscheidet das überhaupt?
00:46:36: Da waren wir schon mal gut geklappt.
00:46:37: Die waren ganz kooperativ.
00:46:39: Machen wir noch die nächste Rutsche!
00:46:42: Also über die Jahre in Werkwillem hat gesagt von den zwanzig, fünfzehnt, dreißig
00:46:45: Jahren.
00:46:47: Ja und das sehr genau geguckt worden.
00:46:49: was ist unter dem Strich von allen Einfluss-Einflüssen auf den Naturraum?
00:46:55: Wo ist der geringste Einfluß?
00:46:57: Das muss man... das nehme ich auch allen die im Laufe der Jahre da beteiligt waren wenigstens ab.
00:47:01: und auch wir bei der Aquaductus also bei der Wasserstoffleitung haben wir jetzt auch gesagt es gibt im Moment nichts anderes was uns einfällt Alles einfach mit höherem Aufwand verbunden, wo wir dann auch sagen der haben im Moment für diese Frage noch keine Alternative zu machen.
00:47:15: Das ist für den ich gut aufgenommen kann ich sehr gut verstehen aber das entspricht der fachlichen Meinung des Nationalpräsidenten und auch der anderen.
00:47:24: Die Entscheidungen werden als Raubordnungsentscheidung getroffen durch das Land Niedersachsen.
00:47:28: hier die Raumordnunsverwaltung sind auch nicht wir weil die Raubordnung sehr stark alle möglichen verschiedenen Aspekte nebeneinander legt und daraus eine Entscheidung ableitet.
00:47:38: Wir haben natürlich ein relativ starkes Gesetz, glücklicherweise ein vierzig Jahre Nationalparkgesetz.
00:47:43: Auch in der europarechtlichen Regelung die uns dann auch für also uns alle einen starken Schutz für den Naturraum mitgeben.
00:47:51: aber dass wir natürlich in die Warkschale geworfen und wir haben nicht nur Nadernai es ist ja als Baltrum angefangen mit auch mit Kabeln und es wird auf lange hoch anfangen Und wir haben auch Kabel in den nahe der großen Flussläufe an der EMS zum Beispiel.
00:48:07: Aber keiner von uns will, dass so ein Kabel durch irgendein Transporter oder irgendeinen Schiff aufgeschritzt wird.
00:48:13: Das kann wir auch nicht wollen!
00:48:14: Wir haben auch über die Jahre weg immer wieder schwere Havarien, Halbhavarin, brennende Schiffe, kaputte Containerschiffe... Dann ist aber wirklich ja die Hölle los.
00:48:24: nämlich wenn ein so Ding wirklich bei uns schief geht dann sind wir alle nicht im selben Boot.
00:48:30: betroffen, wirklich alle betroffen.
00:48:32: Und deswegen müssen wir diese Art Abwägung auch zwischen den Großen und den Risiken, die es natürlich in einem Raum wie unseren gibt einfach gibt.
00:48:39: Wir dürfen nicht vergessen, wir sind Küste weltweit ist Küste unter Druck in all möglichen Belangen.
00:48:44: da ist hier Tourismus wirklich der weicheste Faktor, die man sich vorstellen kann.
00:48:49: Wir sind auch in Afrika unterwegs was da an Fischerei passiert, was aber auch an Industrie passiert oder was auch an Umweltverschmutzung dort sichtbar ist.
00:48:56: Da leben wir wirklich glücklicherweise auf einer wunderbaren Insel.
00:49:00: Wir haben aber das Problem, dass zumindest hat sich das in den letzten Monaten ja sehr stark aufgewollt wölbt.
00:49:05: Also was die Energie betrifft also irgendwann waren es die russischen Schattentanker, die dann halt durch die Ostsee gebügelt sind und mit schleifender Kette Glasfaserkabel kaputt gemacht haben.
00:49:17: wir kommen immer mehr in hybriden Krieg hinein.
00:49:20: auch jetzt gerade bei den Energienpässen, die wir haben wurde dann immer geguckt wie wo kommen wir noch etwas anderes her kriegen?
00:49:26: Das heißt also sind wir da im Prinzip gut darauf vorbereitet, indem wir gerade so Offshore machen und indem wir die Leitungen so verlegen dass wir möglichst unsere eigenen Küsten schützen können?
00:49:36: Ja also zumindest was Norddeutschland betrifft.
00:49:41: Und was die Nordsee betriffe.
00:49:43: Denne
00:49:43: man es auch relativ weit.
00:49:45: Wir können ja nur für unsere Region da sprechen.
00:49:47: Also das ist auch das was unseren Gästen am meisten verinnerlicht wird Dass wir sagen also ihr profitiert eins zu eins davon.
00:49:57: Also dieser Strom der hier durchgeleitet wird diese Energie, die geht nach Mittelhund nach Süddeutschland.
00:50:03: um so erstaunter bin ich manchmal zu lesen oder auch zu hören in den Tagesthemen oder einer Tagesschau dass es dann so viele Probleme über Durchleitungs genehmigungen am Festland gibt.
00:50:14: Da sage ich dann immer, was wollen wir denn als Inseln noch sagen?
00:50:17: Also wir nehmen das hier alles auf uns und da gibt es Probleme also die Durchleitung von regenerativer Energie.
00:50:25: Also durchs Land zu leiten und Bayern ist ja auch ganz groß drin.
00:50:29: Also kommen selbst ihren Verpflichtungen nicht nach aber dann auch den Durchleitungen, da gibt's dann auch Schwierigkeiten.
00:50:38: Also da muss man schon sagen, da würde ich mir auch manchmal mehr gemeinschaftliche Verantwortung wünschen.
00:50:45: und du fragst es gerade, wie kommt das so an bei uns in der Region.
00:50:50: Auch das ist durchaus ein Thema wo man sagt also wir leben mit diesen Einschränkungen profitieren aber so gut wie gar nicht davon weil eben die Energie ins Land reingeht und wir gar nicht so viel davon sehen und am Ende des Tages Ja, dann auch noch die Schwierigkeiten sehen was Durchleitungsprobleme und so weiter.
00:51:14: Und auch die Verpflichtung von erneuerbaren und regenerativen Energien also gerade von Windenergie das ja auch Bin-Land stattfinden kann und nicht nur im Norden.
00:51:25: Also ich meine mal ganz ehrlich Ludger du selber liebst in norddeutschen Raum.
00:51:31: also man hat schon den Eindruck man seht mittlerweile durch eine komplett verspargelten Landschaft Und je weiter man Richtung mit Norden, Süddeutschland
00:51:41: kommt.
00:51:42: Dann hört das auf weil alle sich von ihrem Landschaftsbild dann irgendwie eingeschränkt fühlen und das finde ich nicht richtig.
00:51:52: Da kann man unterschiedlicher Meinung sein aber da gelten dann auf einmal andere Gesetze oder andere Meinungen und Das finde ich also finden hier viele einfach nicht in Ordnung.
00:52:05: Peter du bist jetzt lange im Geschäft Da hat sich eine Menge getan.
00:52:08: Wir sind ja, wenn ich jetzt die letzten Zahlen richtig interpretiert habe, sind wir bei der Abdeckung durch regenerative Energien beim Strom bei ungefähr fünfzig Prozent.
00:52:19: einigen sagen, siebenvierzig anderen sagen fünfundfünfzig.
00:52:23: Das ist ja auch eine Tendenz, gerade vor dem Hintergrund der steigenden Rohstoffpreise.
00:52:29: Wahrscheinlich auch eine Energie die wir jetzt brauchen.
00:52:32: wo der Druck so groß ist dass sie Leute in ihrem eigenen Portemonnaie merken das wenn sie eben mehr auf regenerative Energien gehen dass sie mehr davon haben braucht es so einen Druck dass die Leute sagen okay ich glaube wir sollten doch ein bisschen umdenken.
00:52:48: Also ganz offenkundig.
00:52:49: Wir leben ja hier in der Landschaft, wo Windkraft-Erlagen mit entwickelt worden sind.
00:52:52: vor, weil sie waren war das vierzig, fünfzig Jahre und da ist die Investor belächelt worden ausgelacht von Jahrzehnt jahrelang oder bis über zehn Jahre lang.
00:53:03: Ich würde außer wir nehmen jeweilig ein Stück deutscher Weiterverantwortung wahr.
00:53:07: wie gehen da in den richtigen Richtung?
00:53:09: Wie gehen auch nicht immer in die richtige Richtung?
00:53:10: Ist meine Meinung was jetzt Gas und Fracking und was es alles noch gibt?
00:53:15: Das passt ja nicht dazu.
00:53:17: Also hier ist der ganz klare Fokus ja auf regenerative Energien, Windkraft an Landwindkraft auf See und die Durchleitung.
00:53:24: Und der Rest auch.
00:53:26: ich sehe auch diese deutscherweite Heterogenität sagen wir mal ganz vorsichtig.
00:53:31: aber wir sind noch nicht am Ende und ich habe auch keine Idee wie das in Summe mal aussehen.
00:53:37: wenn wir wenig die Industrie unter Wasserstoff oder anderen energetischen Quellen versorgen wollen da bin ich auch zu wenig Techniker.
00:53:46: Aber für uns als Nationalberg ist ein Naturraum.
00:53:49: Das ist schon ein hoher Preis, von dem wir auch hoffentlich durch die Baumaßnahme runterkommen aber natürlich nicht durch Leitung.
00:53:56: Ja klar!
00:53:58: Ich kann mir auch gut vorstellen dass es irgendwie technologische Änderungen gibt das viel mehr noch aufseht.
00:54:03: passiert also die Gesamtmenge an durch zu leitenden also eine Leitungsinfrastruktur stagniert oder greger wird sogar?
00:54:10: das muss man sehen.
00:54:11: ich Ich denke, da ist auch technologisch.
00:54:13: Weil es sich ja jetzt rentiert und weil auch ganze nationale Wirtschaft davon abhängen wird sicherlich noch das ein oder andere weiterentwickelt werden.
00:54:21: Aber ich kann das nicht punktuosizieren.
00:54:24: Das Thema ist auch eine Sache der Speicherung wenn man das irgendwann mal so hinkriegt, die erzeugte Energie nicht in die Dünne leiten muss sondern dass dann auch irgendwelche Speicher da sind.
00:54:33: wir kommen jetzt zum Schluss nochmal so ein bisschen drauf.
00:54:36: Da möchte ich nochmal ein bisschen versöhnlich werden.
00:54:37: Peter du bist doch noch viel an der Küste unterwegs.
00:54:40: hast Du Ein Lieblingsort, hast du eine Lieblinsinsel?
00:54:44: Hast du ein Lieblungsgebiet wo du sagst, da bin ich besonders gerne weil.
00:54:50: Also wir haben ja jetzt viel Zeit, weil ich alle Inseln betreue hier, aber ich kann hier natürlich nicht Norderlei hervorheben.
00:54:57: Nein!
00:54:57: Ich habe mehrere Liebligsorte, aber keinen ganz...
00:54:59: Du gast ruhig Nordernai hervorhäben.
00:55:01: Ja genau.
00:55:02: Jetzt sagt der
00:55:02: Kurdirektor.
00:55:07: ...emotional gebunden an eine natürliche Landschaft aus der Vorgewelt betrachtet, das kann ich schon sagen.
00:55:12: Der Norderlei Ostheller bietet das alles in emotionaler und einfachlicher Tiefe.
00:55:18: also das ist wirklich ein Ort... ...der essensationell aus der Sicht des Weltnatures.
00:55:23: Wenn man irgendeiner einmal erzählt, dass das auf Norder Lei ist dann glauben die das nicht weil Norder Lai mit ganz anderen Dingen auch assoziiert wird und sage ja es ist richtig schön und gut, städtische Insel mit viel guten Tourismus aber eben auch eine ganz tolle Natur.
00:55:37: Aber das finden wir natürlich, auch wenn ich an die Nachbarninsel darf man ja immer nicht so ansprechen.
00:55:41: Die Kalfarmerspitze oder die Bildplatte von Juist ist auch sensationell oder der das hohe gehörten Verwaltung.
00:55:48: Es sind oft aus der Naturperspektive die Räume, die wirklich sich selbst entfalten können wo man nicht weiß wie sie aussehen.
00:55:56: und diese Orte, die sind dann auch von Artenvielfalt beseelt und belebt.
00:56:01: Und das finde ich natürlich fantastisch!
00:56:03: Gibt es auch noch andere Ziele, wo du sagst okay das ist auf der einen Seite ja eine Traumlandschaft die ich hier betreuen darf.
00:56:09: Nicht immer ganz einfach wie wir vorhin von dir gehört haben dass auch umzusetzen oder auch die richtigen Zielrichtungen vorzugeben beziehungsweise das alles so zu gestalten wie man's persönlich gerne möchte.
00:56:20: hast du denn doch noch andere ziel und das hervorhin schon angesprochen du ihr seid doch mal in Afrika usw.
00:56:24: um euch da anzugucken?
00:56:26: Haben wir es deinem Norden noch gut?
00:56:29: Ja sehr schwierig weil man kann es ja nicht so vergleichen.
00:56:33: Also wir haben eine Kooperation mit Westafrika, mit Gambia und den Naturschutzkollegen dort.
00:56:38: Und haben auch ein Schutzgebiet eingerichtet weil wir einfach dieselben Vögel sozusagen im Zug wie kamen und diese Initiative sehr unterstützten die auch ungeheuer kollegial und freundschaftlich sich entwickelt hat was wirklich sehr schön ist.
00:56:51: Das geht vom Minister bis zu den Dorfgemeinschaften mit denen wir dort sehr intensiv zusammenarbeitet.
00:56:58: das ist sehr bereichernd Weil es einfach ein völlig anderes Lebensgefühl, eine völlig andere Einbindung von Menschen und Menschlicher Gesellschaft in Natur bedeutet.
00:57:08: Und viele Probleme die uns hier im Alltag entgegengeworfen werden sich einfach durch diese andere Blickrichtung nicht nur relativieren sondern negieren – das tut sehr gut!
00:57:18: Da sind wir, wir leben ja nach wie vor sehr gut in unserer Gesellschaft hier.
00:57:22: In unserem wirtschaftlichen Umfeld gibt es ganz andere Regionen.
00:57:25: da sehen wir dann das tut uns auch gut und auch ein bisschen demütig zu werden und bis jetzt so reflektiert zu werden Und nicht einfach sagen was hier steht ist der Nabel der Welt und auf der anderen Seite in der Arktis wo wir auch aktiv waren aber mit seit dem russischen Krieg auch nicht mehr sein können Es ist im wesentlichen Sibirien ist er Russland.
00:57:44: Wir aber wissen dass der Klimawandel dort in einem doch doppelt so hohen Intensität zuschlägt, was die Biologie der Zugvögel total durcheinander bringt und wir nicht wissen wie sich da mal wer anpassen soll.
00:57:58: Also insofern allein der Vogelzugweg gibt andere Einblicke.
00:58:02: mit sehr unterschiedlichen Eifersphären zu arbeiten.
00:58:07: das ist natürlich eine ungeue Bereicherung.
00:58:10: Ich meine erstmal Glückwunsch zur Rezertifizierung dass ihr weiter dabei bleibt.
00:58:16: ich glaube Ich weiß es nicht ganz genau, aber ich meine auch Hotels oder andere Einrichtungen können sich tatsächlich auch daran beteiligen.
00:58:22: Das heißt das ist nicht eine Gemeinde gebunden oder eine Insel gebunden sondern da kann im Prinzip ja jeder mitmachen.
00:58:27: also ihr seid jetzt schon von Anfang an dabei.
00:58:31: wie siehst du denn aus deiner Sicht und wir haben ja Peter heute hier auch die Zukunft.
00:58:36: Wir haben jetzt vierzig Jahre.
00:58:37: haben wir nie das restrische Warten mehr als Welt in Kultur beziehungsweise Natur Erbe oder Welterbe allgemein.
00:58:44: Wie sieht den nächsten vierzig Was würdest du sagen aus dem, was du bisher so mitbekommst?
00:58:52: Aus allem weil du auch sehr nah dran bist.
00:58:55: Ja ich durfte ja bei der großen Party mitmachen in Willemshafen also es war wirklich ein rauschendes Nationalparkfest.
00:59:03: das muss ich einfach mal sagen und da ist mir auch nochmal bewusst geworden wie viel eigentlich in den vierzig Jahren passiert ist.
00:59:13: Ich glaube schon, dass es eine deutlich größere Sensibilität für dieses Thema gibt.
00:59:20: Nein ich weiß das man sehr viel erreicht hat und diese Partnerschaften die du gerade nochmal angesprochen hast haben einfach auch dazu geführt, dass man zusammen an einem Tisch setzt und füreinander auch Verständnis entwickelt.
00:59:36: Also auch für diese Gegensätze, die wir jetzt auch hinlänglich angesprochen haben und auch für unser Einwerden.
00:59:45: Dass der Mensch auch ein Teil dieses Naturraum ist selber sein soll und dieser Naturraum soll ja auch erfahrbar sein.
00:59:53: Und vielleicht mal als Beispiel also wo wir besonders mit der Nationalpark Verwaltung also auch mit Peter Südbeck und seinem Team zusammen gewachsen sind sind die Talasso-Plattformen, also die haben wir von hinten bis vorne gemeinsam projektiert und da hat Peter Südbeck auch gesagt uns ist das wichtig dass die Menschen in den Nationalpark reinkommen aber gelenkt und geleitet.
01:00:17: Wir können sie nicht einfach sich selbst überlassen.
01:00:20: es geht darum aufzuklären Aufklärungsarbeit zu betreiben und dem Menschen einen Weg aufzuzeigen wie Sie eben auch nachhaltig sich in so einem Raum bewegen können Und wir denen auch für unsere Gäste dann erlebbar machen.
01:00:36: Das sind wertvolle Erfahrungen, die wir dort haben und ich bin mir sicher dass wir viele Dinge weiterentwickeln können.
01:00:44: Ich bin mir auch sicher nicht vielleicht wie im Persona Aber das ist auch ein Achtzigjähriges Jubiläum geben wird und ich hoffe dass sich zum fünftigsten noch eingeladen werden Peter.
01:00:56: Ich möchte auch dabei sein.
01:00:58: okay aber Haben wir doch irgendwas vergessen peter Wo du sagst, da können wir noch einmal ein kurzes Schlaglicht drauf werfen.
01:01:07: Na ja ich wollte gerne noch die... weil das so ein schönes Beispiel von Hollerlei ist, den Strandbrüter-Schutz ansprechen.
01:01:13: Das ist wirklich toll!
01:01:14: Wir haben ja den Sand-Regen für die Serienfamilie Zwergzig-Frabbe III vom Ausstärken mit roten Vogeladen auf den Stränden, die intensive Pflegebrauch und Hilfe brauchen, unsere Stützung und Artenschutz brauchen weil sie natürlich eben auf dem offenen Strand brüten und die Gäste, die hier in großer Zahl sind, dass ja gar nicht sehen können.
01:01:31: Die müssen hingeführt werden.
01:01:33: Das heißt mit einem kombinierenden Ansatz soll ich mal sagen an Schutz, Absperrung durch unsere Rangerin hier auf der Insel ganz toll und Information führt das dazu, dass die Geste einfach sei klasse.
01:01:47: Natürlich wollen wir da nicht hinlaufen wenn wir wissen wo der Sandringpfeffer sitzt oder wo der wo die Spexischwahl besitzt Wunderbar hat gefunktioniert und zwar auf allen Inseln.
01:01:57: Und auch ganz speziell hier am Weststrand, also eigentlich da wo die Natur am weitesten vor dem wirklich natürlichen Bereich der Insel nämlich im Osten entfernt ist haben wir durch alle sogenannte Strandinsel das eine Ausgleichsmaßnahmen die wir mit dem Staatsplatz zusammen entwickelt haben sofort den Sandrigenpfeifer mittendrin gehabt.
01:02:13: Also ein wunderbares kleines Zeichen!
01:02:16: Der sandrige Pfeiffer-Strandvogel, den könnten wir in einer roten Liste jetzt runter stufen.
01:02:21: tatsächlich Das können wir tatsächlich auf die Arbeit dieser Arbeit im Nationalpagnese gespannt mehr zurückführen.
01:02:28: Und das ist natürlich eine tolle Geschichte, sowohl zum Miteinander von Tourismus und Naturschutz aber eben auch in der überregionalen Strahlkraft.
01:02:35: also das finde ich schon ganz nett, das wollte ich noch gerne wissen.
01:02:38: Das
01:02:38: übrigens ein ganz tolles Erlebnis Ludger zu dem ich dich mal einladen werde.
01:02:43: Ich bin in den letzten zwei Jahren jeweils mit der Rangerin los gewesen und haben mir dieses Phänomen des Sandrigen Pfeifers auch mal angeschaut.
01:02:52: Der ist, wenn der gebrütet ist so klein und es wirklich Sandfarben.
01:02:56: Und selbst mit dem Fernglas also musst du so konzentriert schauen.
01:03:01: Also das ist wirklich ein Naturphänomen.
01:03:04: Das hat mich richtig berührt.
01:03:06: Wenn man dann irgendwann mal den Blick dafür entwickelt hat, wird es richtig spannend.
01:03:10: auf einmal entdeckt man überall dieses kleine Gekrabbeln und dieses Gewusel Und darum muss das auch abgesperrt werden.
01:03:18: Das ist ja häufig auch gar keine Boßhaftigkeit verwendet, wir haben ganz oft über die Heuler, die mal am Strand liegen gesprochen.
01:03:25: Da kommt dann sofort Mitleid und dieser arme kleine See rum diese kleine Robbe, die da liegt, die muss doch gerettet werden usw.. Ein völliges Selbstverständnis dass man so denkt Und das, was man nicht sieht, kann man auch nicht schützen.
01:03:41: Insofern laufen die Leute dann rum wenn solche Areale nicht abgesperrt sind und schaden einen solchen Raum ohne es zu wissen.
01:03:49: also keiner geht ja vorsätzlich in so einem Raum rein wenn er das nicht weiß.
01:03:53: und insofern da schließt sich der Kreis ist Information einfach total wichtig
01:04:00: war heute sehr informativ, wie ich fand.
01:04:02: Hätte man auch noch länger drüber schnacken können.
01:04:04: Vielleicht wiederholen wir das Ganze nochmal.
01:04:06: aber erstmal danke schön Peter dass du bei uns bist, dass du uns so ein bisschen erzählt hast, dass wir das auch ein bisschen mehr vielleicht nicht nur global oder vor Ort einschätzen können was für Schätze im wahrsten Sinne des Wortes, dass wir tatsächlich hier auf den ostrisischen Inseln und dem Wattenmeer haben.
01:04:22: Und will an mich denke das wieder mal ein ganz neuer Blick und vielleicht ist auch eine Sensibilisierung jetzt da.
01:04:27: für die Menschen, die als Touristinnen und Touristen nach Norderney kommen, die das gehört haben und sagen ey das ist ja interessant wusste ich so noch gar nicht und gerade mit diesen Vögel waren da solche Bereiche abgesperrt hinz.
01:04:38: Jetzt habe ich es verstanden.
01:04:39: also Ich glaube schon, dass es dann auch eine sensibilität vielleicht auslöst für die Menschen, die hier im Naturraum Watten mehr leben.
01:04:46: Herzlichen Dank!
01:04:48: Ich hoffe bis zum nächsten Mal wieder ein spannendes Thema.
01:04:51: Ich sage erst mal hey Norderney und danke Peter.
01:04:53: Komm bald wieder.
01:04:54: Tschüss, danke auch.
01:04:56: Ja ich sag auch Danke Peter dass du uns in deine Welt mitgenommen hast und wünsche allen Zuhörern eine gute Zeit.
01:05:04: kommen sie nach Nordernei vielleicht zu einer Wattwanderung oder besuchen Sie die neue Ausstellung in unserem Welterbezentrum oder Nationalpark aus, wie immer sie das nennen möchten.
01:05:16: Hauptsache Sie kommen und liebe
01:05:26: Grüße!
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