#35 25 Jahre Norderney – Wilhelm Loth blickt zurück

Shownotes

Karfreitag auf Norderney: Die Insel ist gut besucht und doch spürbar ruhiger als sonst. Genau die passende Stimmung für einen besonderen Rückblick. Im aktuellen Tidentalk sprechen Wilhelm Loth und Ludger Abeln über 25 Jahre Kurdirektor auf Norderney – über Anfänge mit Respekt statt Angst, über stürmische erste Jahre und über eine Insel, die sich in dieser Zeit sichtbar weiterentwickelt hat.

Dabei geht es nicht nur um persönliche Erinnerungen, sondern auch um große Linien: Norderney als gefragte Tagungsinsel mit hochrangigen politischen Gästen, um wachsende Sicherheitsanforderungen und um die Frage, wie man auf einer Insel gemeinsam Zukunft gestaltet. Wilhelm Loth erzählt, wie er eher überraschend nach Norderney kam, warum die ersten Jahre alles andere als leicht waren und weshalb ihn die Insel trotzdem nie wieder losgelassen hat.

Besonders spannend ist der Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte: vom bade:haus über den Kurplatz bis zum Conversationshaus, von neuen gastronomischen Konzepten bis zur starken Marke „Meine Insel“. Deutlich wird, wie viel Mut, Diskussion und Ausdauer nötig waren, um aus guten Ideen sichtbare Veränderungen zu machen. Und auch, dass diese Entwicklung nie das Werk eines Einzelnen war, sondern immer Gemeinschaftsarbeit mit Stadt, Stadtwerken, Politik und vielen Mitarbeitenden.

Neben vielen Anekdoten geht es auch um die Frage, was Norderney bis heute ausmacht: der enge Schulterschluss auf der Insel, die Mischung aus Tradition und Erneuerung, das gute Gespür für Gäste – und der Anspruch, sich nicht auf Erreichtem auszuruhen. Denn nach 25 Jahren ist für Wilhelm Loth eines klar: Stillstand passt nicht zu Norderney. Wer wissen möchte, wie aus einem jungen „Spund“ ein Insulaner im Herzen wurde und warum diese Insel für so viele tatsächlich „meine Insel“ ist, sollte in diese Folge unbedingt reinhören.

Transkript anzeigen

00:00:01: Hey Norderney, Team Talk mit Wilhelm Loth und Ludgar Arbeln.

00:00:17: Hey Noderney!

00:00:19: Da sind wir wieder mit einer neuen Ausgabe unseres Podcasts mit von der schönsten Insel in der Nordsee.

00:00:27: Ich freue mich dass wir heute an diesem Freitag und zwar Karfreitage zusammen sind Und ich bin heute ausnahmsweise mal auf der Insel.

00:00:34: Ich finde es ja immer wieder schön hier zu sein.

00:00:36: bestes Wetter Also zumindest auf der Insel.

00:00:39: Ich kann nicht fürs Festland sprechen und für alle, die uns voran das hören.

00:00:43: Aber erstmal freue ich mich, dass wir heute wieder zusammen sind Und wir können ja beide auch mal Willem auch mal drüber sprechen K-Freitag Was das alles bedeutet?

00:00:52: Und warum es heute auf der insel so still ist.

00:00:55: Moin erst einmal Willem!

00:00:56: Moin Hallo und ein Donnern des Hell hätte ich fast gesagt an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer Ja, der Karfreitag ist natürlich im Reigen sozusagen ja Osterfeiertage.

00:01:11: Der ruhigste Tag da sind alle Geschäfte geschlossen also nur sozusagen der tägliche Bedarf kann abgedeckt werden was Lebensmittel betrifft und so weiter und auch Veranstaltungen sind verboten.

00:01:25: Und ich glaube das ist auch ein insofern ein besonderer Tag als dass die Menschen sich vielleicht auch mal darin üben müssen in Ruhe, in Stelle.

00:01:38: Dass dieser ganze Kommerz nicht da ist... Ich finde das wichtig dass es noch so einen Tag im Jahr gibt!

00:01:45: Und es ja eine der wichtigsten Feiertage in der katholischen Kirche.

00:01:50: Das ist der Tag des Leides und Sterbens Jesu Christi am Kreuz Und deswegen wird er auch stiller Freitag oder hoher Freitage genannt.

00:01:58: Also, da kommt eine ganz besondere Bedeutung auf einen zu... Ich weiß ja und das bist du ja auch!

00:02:03: Wir sind ja beide katholisch und im Emsland groß geworden wo ja diese Feiertage noch eine sehr große Bedeutet haben.

00:02:10: Da wurde auch wirklich sehr streng drauf geachtet dass man doch wirklich kein Fleisch aßt, dass man ruhig hielt, dass es zur Kirche ging.

00:02:18: Das war ein Teil von ich zumindest als ganz kleines Kind Manchmal ein bisschen gespenstisch, aber mittlerweile hat es sich ja geklärt.

00:02:25: Aber auch in der heutigen Zeit dass das tatsächlich auch noch so gemacht wird und auch eingehalten wird Das merkt man auf der Insel auch schon finde ich.

00:02:33: also das ist ein bisschen ruhiger Der Trubel ist nicht da die Leute sind nicht so unterwegs wie sonst.

00:02:37: Zwar spazieren sie hier über die Straße wenn ich mal aus dem Fenster gucke hier aber Es ist nicht so.

00:02:42: rappelfoll

00:02:44: Ja, und ich meine unsere Zuhörer können uns nicht sehen.

00:02:49: Aber wir sind hier ja schön zusammen und haben es uns gemütlich gemacht mit einer Tasse Tee und störende Aufentisch wie sich das gehört auf Nordrhein-Nei Und insofern vermissen wir da erst mal nichts.

00:03:04: die Insel ist sehr gut besucht.

00:03:07: Wir sind Gut gebucht über Ostern, das freut uns natürlich sehr nach dem kalten und strengen Winter.

00:03:14: Jetzt auch mal wieder ein bisschen Sonne zu sehen!

00:03:17: Es ist zwar noch frisch an allen Orts wie man so schön sagt aber der Sommer hat uns ja auch lange nicht erreicht.

00:03:25: Aber ich hoffe dass er kommt und besseres Wetter mitbringt als letztes Jahr

00:03:30: Auf jeden Fall.

00:03:31: Man muss ja dazu sagen, es war ja... Wir haben's auch schon ein bisschen darüber gesprochen.

00:03:34: Es war ja echt ein super harter Winter!

00:03:36: Ich habe hier mal vorhin getroffen und die hatten einen Balkon oben.

00:03:39: Die sagten also ich hab seit den siebziger Jahren nie so viel Schnee tatsächlich vom Balkon von der Terrasse schieben müssen.

00:03:46: Hat er gesagt, dass mir der Balkon abricht.

00:03:49: Weil das war über ein Meter hoch.

00:03:51: Sieht wahrscheinlich natürlich auch ein bisschen an den Winden.

00:03:53: also der Schnee wird ja hier dann doch schon ein bisschen vertrieben und landet manchmal in einer Ecke und tömt sich da ein bisschen hoch.

00:03:59: Aber zum Glück Schnee ist jetzt gar nicht mehr da so nicht, dass sie wenn sie nach Norderney kommen wollen, denken Uuh!

00:04:03: Da liegt auch Schnee auf gar kein Fall.

00:04:05: schönes Wetter hier.

00:04:07: Ja genau, da hast du recht Und insofern werden wir die Ostertage hier hoffentlich alle gemeinsam genießen können.

00:04:15: Wir kommen noch um Wir müssen aber ein bisschen zurückblicken, Willem.

00:04:18: Es gibt ja immer und das hast du ja schon früher auch schon mal erzählt die Insel ist natürlich prädestiniert für Konferenzen.

00:04:25: hier sind viele hochrangige Politikerinnen und Politiker, die regelmäßig sind.

00:04:29: es gibt hier Ministerpräsidenten Konferenz

00:04:31: etc.,

00:04:31: etc.. Die letzte große Konferens die hatte Das war die Sportministerkonferenz auf Norderney.

00:04:37: Welche Sportminister waren denn da?

00:04:39: Waren es alle aus allen Bundesländern oder hat jemand gefehlt Und was ist dort besprochen worden?

00:04:46: Also tatsächlich waren alle Vertreter da.

00:04:49: Das sind ja aus unterschiedlichen Ministerien, je nachdem wo in den Bundesländern dann letztendlich der Sport aufgehängt ist.

00:04:59: bei vielen es ist das Innenministerium Aber häufig auch das Schul- oder Kulturministerium.

00:05:06: Da sind die Bundesländer sehr sehr sehr unterschiedlich aufgestellt.

00:05:10: Die Vertretern des Bundes waren auch hier.

00:05:13: Es war ein Spitzensportler auf der Insel Also ein Illustrereigen, Ludger und es war großer Bahnhof mit viel Polizeischutz.

00:05:21: Ich wollte's gerade sagen!

00:05:23: Das kennen wir ja auch schon von vorherigem Veranstaltung.

00:05:27: Wir haben ja schon Angela Merkel als Bundeskanzlerin hier auf der Insel gehabt zu Tagungen und natürlich auch Herrn Scholz mit der SPD in einer großen Tagung hier auf die Insel.

00:05:43: Und ja, insofern sind wir diesen Bahnhof mittlerweile auch gewohnt.

00:05:47: Wir werden ja im Mai dann noch die Energiemunisterkonferenz hier auf Norderney haben.

00:05:52: Ja, Norderneys Tagungsinsel ist natürlich insoferen immer interessant als – wir sagen immer so schön – wir diesen geschlossenen Raum haben und abends dann spätestens auch keiner mehr flüchten kann, sodass eben dieser Effekt des Zusammenseins ... im Besonderen gegeben ist und ja wir erfreuen uns da großer Beliebtheit.

00:06:16: Also, wir haben hier auch aus dem Spitzenmanagement Deutschland von großen Firmen... ...haben wir hier Sitzungen Tagungen weil man sich eben hervorragend auf einer Insel zurückziehen kann.

00:06:29: oder nein das kann ich ja auch wenn Eigenloop stinkt sagt mal immer so schön.

00:06:34: aber ich glaube dass wir ganz hervoragende Infrastrukturen dafür haben und das wertschätzen unsere Tagungsgäste auch sehr.

00:06:43: Ein Thema ist der gerade schon angesprochenes Thema Sicherheit, man kann hier tatsächlich ja nicht einfach so weg, das gilt ja auch zum Beispiel für Leute die etwas stehlen wollen

00:06:54: usw.,

00:06:54: die sind immer auf eine Fähre oder sonst was angewiesen und ich glaube schon dass also dieser closed shop würde ich mal sagen von außen nur mit bestimmten Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

00:07:07: Ich glaube schon, dass es da auch darin ein Grund ist.

00:07:10: trotz der Tatsache hat das natürlich wenn die Sportminister oder andere da sind hier auch einen hohe Sicherheitsniveau herrscht.

00:07:15: aber ich glaube das seid ihr ja es habt ihr ja schon gelernt über die ganzen Jahre Wenn du das jetzt sagst wir kommen gleich noch zur Thematik.

00:07:22: Aber hat sich das in den letzten Jahren verschärft?

00:07:25: Du bist jetzt seit dem ersten April auf der Insel als Co-Direktor.

00:07:31: war das früher lockerer?

00:07:32: waren die Sicherheitsmaßnahmen früher etwas Zeig ich mal ein bisschen Lachser?

00:07:36: oder hat sich das jetzt tatsächlich in der letzten Zeit, wo wir auch die vielen Krisen auf der Welt haben?

00:07:41: Wo auch eine Bedrohung von anderen Seiten da ist.

00:07:43: Hat sich das verschärft?

00:07:46: also Ich würde sagen dass es sich nochmal verschärfte hat.

00:07:50: mit Sicherheit Die Sicherheitsauflagen sind immer sehr hoch gewesen insbesondere wenn die Kanzler hier auf der Insel waren.

00:07:59: Also das fängt an mit Tauchern, die die Fähre oder die Schiffe, die dann letztendlich diese Gäste transportieren.

00:08:09: Im Grunde in den Rumpfab suchen... Nach

00:08:12: Hunde?

00:08:13: Genau!

00:08:14: Mit Hundestaffeln und großen Polizeiaufgebot.

00:08:19: also das hat es eigentlich immer schon gegeben.

00:08:21: aber wir haben den Eindruck dass sich insgesamt sage ich mal, was die Personenzahlen betrifft.

00:08:29: Auch quantitativ gesteigert hat und ja auch das Konversationshaus dann relativ großräumig dann gesperrt ist mit hohen Sicherheitsauflagen.

00:08:40: also selbst Ich sozusagen als Geschäftsführer des Staatsbades musste mich dann ständig ausweisen wenn ich da irgendwie rein wollte Und das hat sich sicherlich verändert zu den früheren Jahren.

00:08:53: aber Ein Indikator vielleicht erinnerst du dich noch nach der Wende war es doch so, dass wir damals in den Reichstag ohne großen Aufwand reinkommen.

00:09:07: Absolut kein Stress.

00:09:08: In diese Glaskuppel.

00:09:10: und jetzt schau dir mal den Aufwand an mit dieser aufgebauten Containeranlage.

00:09:17: Du musst dich da anmelden.

00:09:18: Du musst einen Ausweis dabei haben.

00:09:20: Du kommst durch eine Sicherheitsschleuse.

00:09:23: Also auch da hat sich ja sehr, sehr viel verändert.

00:09:25: Ich persönlich finde das schade, weil damals als junger Mensch habe ich das sehr genossen, dass also gerade die Politik so volksnah war.

00:09:35: Dieses Freiheitsgefühl auch.

00:09:36: Dieses Freiheit ran konnte

00:09:39: und da hat es sich echt viel verändert.

00:09:41: und das finde ich schade.

00:09:42: Und auch aus dem Grund hat sich glaube ich Politik ein immer mehr auch vom Volk entfernt.

00:09:50: Es ist nicht nur Diese inhaltliche Entfernung manchmal ist, glaube ich auch die räumliche Entfernung.

00:09:57: Also es ist schwierig daran zu kommen und viele Politiker sehen diese Notwendigkeit auch ein.

00:10:04: aber ich glaube sie sind selbst gar nicht so sehr glücklich damit.

00:10:08: Ich glaube schon dass Sie manchmal auch gefangener des ganzen Systems sind und auch gefangener dessen welchen Sicherheitsmaßnahmen Sie sich permanent zu unterziehen haben.

00:10:16: und ich glaube auch das Sie in Teilen gar nicht mehr so offen sprechen können zumindest nicht vor großen Mengen, wie sie das gewohnt waren.

00:10:24: Weil ich glaube, dass Aggressionspotenzial hat sich doch gesteigert.

00:10:28: also man merkt glaub' ich, ich war letztens auch bei einer öffentlichen Veranstaltung, früher hast du dir das angeschaut und hast gedacht okay du hast deine Meinung dazu.

00:10:38: aber mittlerweile hat man so das Gefühl, dass eine latente Aggression immer mit dabei ist.

00:10:42: ne?

00:10:43: Ja!

00:10:43: Also das ist schon auch erstaunlich.

00:10:51: Außenbetrachter auch sagen, mein Gott was wird da für ein Aufwand betrieben.

00:10:55: Aber du kennst das ja.

00:10:56: Tausendmal geht irgendwas gut und einmal geht es daneben und dann sind auch sofort alle da.

00:11:02: Dann wird das Feld von hinten aufgeräumt Und wer hat Wofa sagt?

00:11:07: Da muss immer der Schulige gefunden werden.

00:11:11: Das ist der Preis, das muss man wirklich sagen Das ist einen relativ hoher Preis den einige zahlen müssen.

00:11:20: Wir kommen jetzt zu blühenden Zeiten.

00:11:22: Ich will es mal so formulieren, wir haben gerade schon darüber gesprochen dass sich doch eine ganze Menge in den letzten Jahrzehnten verändert hat auch spürbar verändert hat für uns alle.

00:11:31: Du hast am ersten April vor fünfundzwanzig Jahren hier auf der Insel als Kurdirektor angefangen.

00:11:37: Vor dem war das ja damals noch eitel Sonnenschein Als du gekommen bist.

00:11:43: warum hat sie eigentlich auf die Insel verschlagen?

00:11:47: Sag mal so, wie kann es passieren dass du auf Norderney gelandet bist und tatsächlich seit von zwanzig Jahren noch hier bist?

00:11:53: Ja erstmal muss ich sagen Ludke.

00:11:54: Ich mag gar nicht darüber nachdenken Dass das schon fünfundzwanzig Jahre her ist und ich heute hier sitze und denke mein Gott wo ist diese Zeit hin?

00:12:06: auch darüber haben wir ja schon ganz oft gesprochen Und ich habe den Eindruck je älter ich werde, desto schneller fliegt die zeit an mir vorbei.

00:12:15: Also man hat wirklich den Eindruck ein Jahr jagt jetzt nur noch das andere und kaum ist der Sommer zu Ende, es dann schon wieder Weihnachten.

00:12:24: irgendwie so kommt es mir mittlerweile vor.

00:12:27: Und ja ich war selber ein wenig erschrocken über diese Zahl fünfundzwanzig dass es schon solange mich hier auf der Insel gibt.

00:12:37: und am Ende des Tages Ja, wie bin ich hierhergekommen.

00:12:43: War das

00:12:43: Zufall?

00:12:44: Hat man dich angesprochen?

00:12:45: Es gibt ja der Headhunter die sagen hier da ist jemand, der wird daher wohl hinpassen.

00:12:51: Hast du dir aktiv beworben oder ist es dann doch eher nicht ZufAll passiert?

00:12:54: Ich war ja vorher im schönen Nordrhein-Westfalen in Bad Western Cottentätig.

00:13:00: Das waren drei große Kliniken dort mit einer riesigen Therme und das ist ein sehr schönes... Ein sehr schöner Badeort in der Nähe von Lippstadt und habe mich dort auch sehr wohl gefühlt.

00:13:14: Ich war damals dort schon Leiter oder Vorsitzender des Marketingausschusses, das Nordrhein-Westfälischen Heilbederverband ist Und in dem Kontext war ich auch auf einer anderen Tagung unterwegs und musste mal ein Podio machen oder auch mal ein Interview und da wurde ich beobachtet Vom damals zuständigen Ministerial-Dirigenten in Hannover, der also auf der Suche war nach einer Nachfolge hier auf Norderney.

00:13:47: Wusste der denn das du Niedersachse bist?

00:13:49: Ich meine er wird sich ja doch informiert haben oder?

00:13:51: Ja er hatte mal ein Gespräch vorher beobachtet das habe ich aber gar nicht mitbekommen wo wir mit ein paar Kollegen zusammengesessen haben wo ich gesagt habe so als Nieder Sachser würde mir natürlich auch eine Insel mal gefallen, also das würde mich schon sehr reizen.

00:14:08: Aber das war ehrlich gesagt nicht im Kontext mit ihm.

00:14:13: Das war ein Gespräch was er beobachtet hat und dann hatte er mich noch einmal offensichtlich erlebt in einer Veranstaltung und hat mich dann angesprochen.

00:14:22: Also ich werde das auch nie vergessen.

00:14:25: Und ja dann wurde ich eingeladen nach Hannover in meiner damaligen Position eigentlich sehr wohl gefühlt und es brach so auf einen herein, verstehst du?

00:14:43: Was

00:14:44: hast du dazu im Motto?

00:14:45: Sie können jetzt annehmen oder sehr gerne annehmen.

00:14:48: Wie war das damals?

00:14:50: Ja nicht ganz dazwischen lag noch Weihnachten und mir wurde also die Gelegenheit gegeben die Feiertage zu nutzen um nochmal drüber nachzudenken.

00:15:03: Ich war fürchterlich krank, damals weiß ich.

00:15:06: Also ich kriegte sofort eine Grippe und also ich glaube das hatte auch ein bisschen was mit dieser schwerwiegenden Entscheidung zu tun.

00:15:13: die ist mir im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Magen geschlagen.

00:15:16: Die hat den Mann

00:15:16: gelegt?

00:15:18: Ja das Schicksal hat am Ende entschieden.

00:15:21: Der damalige Aufsichtsrat in Bad Westernkotten eingefordert, dass wir in das Geschäftsführerhaus nach Bad Westernkorten ziehen.

00:15:31: Damals war dort eine Ärztin noch zugegen die dort wohnte.

00:15:36: Die hatte Familie und die wollte ich damals dort nicht rausweisen und habe gesagt ne ne das mache ich nicht.

00:15:48: also die hat Familie Die soll in Ruhe was suchen können.

00:15:51: und ähm, naja sie hatte dann was gefunden.

00:15:54: Und wir hätten dahin ziehen müssen... ...und dann hat meine Frau ihm gesagt du wenn wir jetzt ohnehin den Umzugswagen holen...

00:16:01: Na dann können wir auch noch

00:16:02: die... Dann kann er auch nur noch Norderei fahren.

00:16:05: Ja genau, das war super!

00:16:06: Und ähm somit hat das Schicksal entschieden.

00:16:10: am Ende des Tages muss man natürlich auch sagen ich war damals Anfang dreißig also eine Riesenschance auch Nordereie Einer der touristischen Destinationen auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch Deutschland.

00:16:24: Also mit rund drei Komma fünf bis sechs Millionen Übernachtungen und fünfhundertsechzig tausend Gästen.

00:16:32: also das ist schon was.

00:16:35: Hattest du Respekt davor so richtig?

00:16:38: Hast du gedacht, ich bin jung.

00:16:39: Ich bin dynamisch.

00:16:40: Ich weiß was ich will und ich rocke den Laden.

00:16:43: Ja

00:16:44: genau!

00:16:44: Ich war jung und brauchte das Geld.

00:16:46: Nein es war schon... Also ich gehe mit allem an Respekt ran aber nicht mit Angst.

00:16:55: also das kenne ich nicht.

00:16:57: Bin kein ängstlicher Mensch.

00:16:59: Aber ein sehr respektvoller Mensch nicht nur meinem Gegenüber, sondern auch dem was ich an Tätigkeit tue und wertschätze das auch sehr dass ich so viele Jahre hier auf der Insel sein darf.

00:17:12: Also für mich ist es kein Selbstverständnis und auch immer noch ein Privileg das tun zu dürfen... Ich glaube

00:17:19: da würden andere ihre Schwiegermutter und Mutter umbringen um so einen Job zu kriegen glaub

00:17:26: ich.

00:17:26: Ich hoffe nicht, genau richtig.

00:17:29: Aber

00:17:29: sicherlich ist das schon auch ein begehrtes Abendgleich.

00:17:33: wohl wir feststellen müssen Wir haben ja jetzt bei Landtagswahlen in Niedersachsen die stehen an und Kommunalwahlen vor allen Dingen schon im September Und es war sehr schwierig Gerade auch hier in der nordniedersächsischen Region, also neue Bürgermeister und auch Landräte zu finden.

00:17:58: Also viele hören jetzt auf Zu meiner Verwunderung auch vorzeitig.

00:18:04: Ich glaube dass das alles nicht mehr so spaßig ist.

00:18:11: Man ist gerade auch in der Politik ein Stück weit der Öffentlichkeit ausgesetzt.

00:18:17: Das heißt ja immer Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, muss auch damit leben dass er angefeindet wird.

00:18:24: Ich finde das ein eigenartigen Umgang mit Menschen die sich ja auch irgendwo ein Stück weit bereit erklären Verantwortung zu übernehmen.

00:18:34: Man muss ja froh sein um jeden, der das möchte und tut.

00:18:38: Und es gibt auch noch viele Ehrenamtliche und das ist ja gerade auch gesagt.

00:18:42: Das Thema mit dem du hier auf die Insel gekommen bist war unter anderem Respekt keine Angst aber Respekt vor der Aufgabe und ich finde auch solche Leute gerade die auch in Politik in Teilen erdenamtlich unterwegs sind aber auch hauptamtlich dass man denen auch mit Respekt entgegenzutreten hat, weil sonst funktioniert auch eine Demokratie.

00:19:00: Wie wir sie eigentlich alle schätzen, funktioniert da nicht

00:19:02: mehr?

00:19:02: Ja also grundsätzlich ist es ja auch so Ludger wie man in den Wald rein heult zu heultes zurück und ich bin einer von zehn Kindern zu Hause gewesen.

00:19:14: und respektvoller Umgang Ja, auch vernünftig die Dinge zu besprechen.

00:19:20: Das ist uns gelehrt worden von meinen Eltern.

00:19:23: das war sehr wichtig sonst wäre es wahrscheinlich auch drunter und drüber gegangen.

00:19:27: Es ging auch wo mal darunter und rüber.

00:19:29: Wir waren auch acht Jungs also da ist man ordentlich auch krach in der Bude.

00:19:34: Aber immer Respekt und immer vernünftiger Umgang.

00:19:37: Und ich kann auch sagen des Ergebnis ist dass wir alle heute noch In einem sehr guten Familien- und freundschaftlichen Kontakt stehen.

00:19:47: Ich denke, das ist auch ein Ergebnis von Umgang wie man das gewohnt und gelernt hat.

00:19:54: Du fragtest ja mit welchen Gefühlen bist du hier damals hingegangen?

00:19:59: Ich glaube auch mit einer guten Portion Naivität die ich mir im Übrigen behalten habe, ich fliege immer zu sagen... ...ich fühle mich nicht in der Lage so schief zu denken wie andere gewickelt sind.

00:20:11: Das kann ich einfach nicht.

00:20:14: Und ich muss immer sagen kann anderen auch immer nur das unterstellen, was ich selber tete.

00:20:21: Und wenn ich dann umgekehrt manchmal sehe, was mir schon hier in den fünfundzwanzig Jahren unterstellt wurde, dann habe ich gehört, oh weia!

00:20:29: Oh

00:20:30: weia!!

00:20:31: Aber am Ende des Tages bin ich nach fünfund zwanzig jahren glaube ich mehr als angekommen.

00:20:38: und diese Eigenschaften des Respekts dieser Portion von Naivität.

00:20:47: Die hat mir hier sehr geholfen, weil damit geht man dann wertfrei auch an die Sache ran.

00:20:53: also ich bin sowieso überhaupt ein Mensch der sich lieber selber einem Bild macht.

00:20:58: Ich war am Anfang unglaublich viel unterwegs habe viel zugehört hab natürlich auch viel mitbekommen habe natürlich auch meinen Teil gedacht.

00:21:08: Auch das gehört dazu nicht immer alles rauszuposaunen was man denkt obwohl durchaus dafür bekannt bin, dass ich meine Meinung sage auch wenn sie unangenehm ist.

00:21:21: und aber auch das kann man respektvoll tun.

00:21:25: Und ich finde immer die Themen müssen Hand und Fuß haben.

00:21:30: also es muss Lösungen geben geht nicht gibt's nicht sag' ich immer und das versuche ich auch in unserem Unternehmen fortzuleben.

00:21:39: Ich habe ein tolles Team an Abteilungsleitern und bin auch nach twenty-fünf Jahren immer noch sehr, sehr froh diesen Job tun zu dürfen.

00:21:51: Das hast du gerade schon gesagt, ein Privileg, weil dir das damals bewusst schon als du auf die Insel gekommen bist?

00:21:55: Klar, logisch!

00:21:56: Du hast gesagt es ist tolles Angebot, deine Frau hat gesagt okay wenn Umzugswahl dann können wir auch noch nicht oder nein aber die Insellage ist natürlich ein bisschen was anderes als wenn du auf dem Festland irgendwo bist, weil das wissen wir beide wenn man hierher will oder auch mal weg will Es dauert halt seine Zeit um herzukommen oder auch mal weg zu kommen.

00:22:16: War dir das damals schon bewusst, dass man sich nicht einfach als Auto setzen kann und dann irgendwie mal keine Ahnung Richtung Parkburg oder Richtung Oldenburg oder Hannover zu fahren?

00:22:25: Das ist ja immer doch ein bisschen mit mehr Aufwand verbunden.

00:22:27: Nein tatsächlich war mir das nicht bewusst aber ich hatte ja vorher auch nie auf einer Insel für eine längeren Zeit gelebt.

00:22:38: insofern Ja, haben und das erlebe ich ja heute noch viele so eine Idealvorstellung von dem Leben auf einer

00:22:48: Insel.

00:22:49: Ich sage immer dass muss man mögen oder nicht dazwischen gibt es nicht so viel und bei den meisten zeigt sich das in den ersten zwei Jahren.

00:22:58: also ich sage mal wenn man nach zwei Jahren sich hier immer noch wohl fühlt dann hat ein die Insel gepackt.

00:23:05: sie lässt einen auch nicht mehr los.

00:23:09: Im Gegenteil, ich habe heute eher größere Schwierigkeiten in Urbarn-Regionen am Festland zu sein.

00:23:18: Also Berlin, Hannover große Städte, in denen ich häufiger bin, stressen mich mittlerweile enorm.

00:23:26: dieser Lärm Ich merke die Luft Das ist auch keine Einbildung.

00:23:30: also das spürt man ganz deutlich.

00:23:33: Wir haben hier diese satte fette Luft sage ich immer die ich sofort spüre, wenn ich woanders bin.

00:23:39: Dass sie dort nicht ist und insofern ja bin ich mittlerweile insulaner durch und durch auch wenn wir bewusst sind dass sich das so gar nicht sagen darf.

00:23:51: Ich bin hier schließlich nicht geboren Das Thema hatten wir auch schon.

00:23:56: Wer werden wir auch nicht aufklopfen lassen?

00:23:59: Und das Gefühl lasse ich mir trotzdem auch nicht nehmen.

00:24:03: Deine Gefühle sind ja frei und Gedanken Und das ist auch gut so.

00:24:09: Aber um auf deine Fragestellung zurückzukommen, was habe ich erwartet?

00:24:13: Ich glaube, ich bin hier mit ganz vielem Fragezeichen in den Augen hergekommen.

00:24:22: Ich wusste weder etwas mich hier lebenstechnisch erwartet noch etwas mich in der Breite beruhstechnisch erwartete.

00:24:33: Klar, also man hat die Zahlen, Daten und Fakten.

00:24:36: damals gab es so um die ja drei Millionen Übernachtung.

00:24:44: Und es waren über zweieinhalb Mitarbeiter.

00:24:49: aber das Ganze dann zu erleben das ganze dann gestalten zu müssen.

00:24:55: Also das habe ich Ja, nicht einordnen oder einschätzen können.

00:25:03: Und ich bin auch ehrlich, ich hab's am Anfang völlig unterschätzt also... Ich bin hierhergekommen und habe erstmal ordentlich viel Gegenwind.

00:25:11: Also da kommt so'n junger Grüner noch hinter den Ohren grün, so'en junger Spund und will hier mal die Welt revolutionieren und das hat man mir auch deutlich zu verstehen gegeben.

00:25:22: Der mein Auftrag war ja damals, als ich eingestellt wurde.

00:25:26: Ich war ja Landesbediensteteil.

00:25:28: Ich bin nicht über das Staatsbahn eingestellt worden und bin über das Land Niedersachsen eingestallt worden.

00:25:35: Und ich sollte Nordrhein-Kommunalisieren.

00:25:37: Das war mal ein Auftrag!

00:25:39: Aber was du jetzt gerade gesagt hast?

00:25:41: Wir haben gerade schon so ein bisschen darüber gesprochen.

00:25:43: Insel hat natürlich auch einen anderen Charakter als Festland.

00:25:47: Insoladerinnen und Solaner die hier groß geworden sind geborgen wurden feste den Strukturen stecken.

00:25:54: Die haben natürlich einen ganz anderen Blick auf so eine Insel, vielleicht doch manchmal ein sehr isolatieren.

00:26:01: aber auf deiner Seite du kommst dann von aus und sollst was reinbringen.

00:26:05: wie war der die Aufnahme hier?

00:26:06: Du hast gerade gesagt klar du bist kein Insulator Aber wie bist du ja aufgenommen worden?

00:26:11: War das erstmal skeptisch?

00:26:13: oder lasst den Jungen erst mal kommen wir zeigen dem schon wo seine Grenzen sind.

00:26:17: oder wie war es damals?

00:26:20: Ja, das war so das Letztere.

00:26:22: Also ich wurde wirklich ausgetestet.

00:26:25: man hat sich an mir ausprobiert und da ich also relativ klare und feste Vorstellungen von Zusammenarbeit aber auch von Inhalten hatte bin ich auch sehr schnell auf Granit gestoßen und bin auch durchaus in den ersten fünf Jahren hier angefeindet worden.

00:26:48: Das war keine leichte Zeit, das übertrugt sich auch durchaus auf unsere Familie.

00:26:55: Das war die härteste Zeit wahrscheinlich die Bewährungszeit auch.

00:27:01: Auch die prägenste Wahrscheinlichkeit

00:27:02: und auch die prägendste dass also ich bin kein nachtragender Mensch aber wie heißt es so schön Ich vergesse nicht.

00:27:09: Also das sitzt schon tief in mir drin Und das kann man auch nicht so einfach abschütteln.

00:27:15: Aber es bestimmt nicht mein Leben und das hat mich nicht zugemacht für diese Insel, sondern im Gegenteil.

00:27:22: Es hat mich mehr geöffnet.

00:27:24: Ich war daran interessiert wie sind die Menschen hier wirklich?

00:27:28: Und warum können sie so sein, wie Sie sind?

00:27:32: Und es gab aber auch genauso viele, die einen immer unterstützt haben, die hundert Prozent verlässlich sind.

00:27:39: Wir hatten hier sehr schnell einen Freundeskreis, der Gott sei Dank mit meiner persönlichen Arbeit wenig zu tun hatte.

00:27:47: Da konnten wir uns sehr gut fallen lassen.

00:27:49: Liebe Grüße auch mal an dieser Stelle an all diese besonderen Menschen die wir überhaupt nicht mehr missen möchten.

00:27:58: und wichtig ist dass ich es keinen Tag bereut habe so schwer wie's manchmal war.

00:28:08: Ja und dann musste ich auch feststellen, dass das Staatsbad hier traditionell auch immer im Mindset der Menschen auf der Insel einen schweren Stand hatte.

00:28:19: Auch vor dir schon?

00:28:21: Vor mir schon!

00:28:22: Wir waren immer so der Buhmann der Nation.

00:28:24: also das Land war weit weg und das Land hat ja dieses Staatsbad damals sozusagen geleitet.

00:28:36: Ja so sehr sagt man immer wie ein gemeinsamer Feind.

00:28:40: Und da hat man auch immer drauf rumgekloppt und das zieht sich manchmal noch bis in die heutige Zeit, es hat sich da sehr viel verändert.

00:28:50: aber ich sage mal diese Anlage dazu ist immer noch da sich darüber zu ergehen Das finde ich immer schade.

00:28:58: also vor allen Dingen auch für meine Kolleginnen und Kollegen weil sie hier unglaubliche Arbeit leisten Ich manchmal auch den Eindruck habe, dass das sehr unterschätzt wird.

00:29:10: Was hier geleistet wird und auch in Teilen auch geleistete wurde also wir kommen ja vielleicht noch da drauf wie die Entwicklung in den letzten fünf oder zwanzig Jahren war.

00:29:22: es ist unglaublich viel nach vorne passiert Das kann ich sicherlich mit Fug und Recht sagen.

00:29:29: Und das ist auch nicht mein ausschließlich verdienstes ist eben des Verdienst einer Gemeinschaftsarbeit und des Zusammenwachsens auch, des Staatsbades.

00:29:41: Aber auch mit der Stadt Nordrhein-Nei und auch mit den Stadtwerken.

00:29:45: Das ist mittlerweile... Und da wird nach Norderney geschaut eine sehr gute Zusammenarbeit.

00:29:53: Während es in vielen Destinationen immer wieder, ich nenne das immer diese Schaukämpfe gibt zwischen Bürgermeistern, Kurdirektoren irgendwelchen sonstigen Geschäftsführern, das findet hier alles nicht statt.

00:30:08: Es ist auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen und man hat auch mal Auseinandersetzungen.

00:30:13: aber wie gesagt, das klären wir hier respektvoll, das Klären wir untereinander da die Öffentlichkeit auch nichts drin zu suchen und ihr sind hier ein professionelles Unternehmen und möchten auch so agieren.

00:30:27: Ich meine es ist ja auch schon etwas besonderes.

00:30:28: ich würde die Leute dies jetzt nicht kennen oder nein auch nicht kennen Wenn man hier auf dem großen Kurplatz ist, schräg gegenüber vom Konversationshaus.

00:30:37: Da sitzen nämlich beide.

00:30:38: Das ist ja auch nicht so typisch glaube ich.

00:30:40: also der Kurdirektor und der Bürgermeister teilen sich einen Vorzimmer.

00:30:45: Also das muss man auch mal hinkriegen weil du hast ja gerade gesagt dass es dadurch aus manchmal so ein bisschen reiberein auch zwischen Politik und dem Kurbetrieb gibt obwohl sie eigentlich zusammen arbeiten sollen.

00:30:56: Ja, vielleicht haben wir uns bewusst entschieden das so zu machen.

00:30:59: Wir müssen eng miteinander arbeiten dann können wir sozusagen auch unsere Büros soweit zusammenlegen dass wir einen kurzen Weg haben und nicht irgendwie über die halbe Insel laufen müssen.

00:31:10: Ja, ich hab das immer als relativ normal empfunden.

00:31:14: Musst aber irgendwann feststellen dass wenn ich das mal so nebenbei erwähnte... ...ich dann in der Branche immer angesprochen wurde wie du hast mit deinem Bürgermeister zusammen im Wortszimmer.

00:31:25: also das wird wohl als sehr außergewöhnlich empfundet.

00:31:28: Ich kann mich erinnern dass meine Delegation vom Borkum hier war.

00:31:31: die konnten das gar nicht glauben Die haben das sogar fotografiert und da ins Tagesblättchen gebracht außergewöhnlich fanden.

00:31:41: Ja, also die Kommunalisierung damals lag ja an und die war auch sehr intensiv und als das ganze Kind dann sozusagen in trockenen Tüchern war hat der damalige Bürgermeister Klaus Aldegerman mit dem ich dann auch viele Jahre noch freundschaftlich sehr verbunden war und er leider vor anderthalb Jahren verstorben ist oder zwar zwei jahren verstorbt.

00:32:11: Der hat mich dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte auf Norderney zu bleiben.

00:32:16: Meine nächste Station wäre eigentlich ein weiteres Staatsbad gewesen in Niedersachsen um das ebenfalls zu kommunalisieren.

00:32:24: und dann habe ich gedacht also eigentlich gefällt es dir ganz gut hier ja macht das mal und dann ging's auch relativ schnell darum die Verwaltungen zusammenzulegen.

00:32:37: Dann hatten wir im gemeinsamen Vorzimmer Und das war in den ersten Jahren, insbesondere nachdem dann Aldi Garmann auch nicht mehr Bürgermeister war und dann Ludwigs Alveios kam.

00:32:53: Ich muss sagen damals mit sehr großem Vorbehalten eines solchen gemeinsamen Fortzimmers und durchaus auch mit der Absicht, das gegebenenfalls aufheben zu wollen, hat gerade Ludwig Salveos drei Monate später nach seiner Wahl bei mir gesessen und hat gesagt, Mensch eigentlich funktioniert das richtig gut.

00:33:16: Das können wir auch so lassen.

00:33:18: Und ich fand es wirklich gut dass wir ihn auch davon überzeugen konnten, dass das so richtig ist.

00:33:27: und auch das sowie mit dem heutigen Bürgermeister Frank Ulrichs ist die Zusammenarbeit immer sehr gedeilig und sehr intensiv.

00:33:37: Ich glaube, das tut auch der Insel insgesamt gut.

00:33:41: Da muss man die ein oder andere persönliche Befindlichkeit dann auch mal weglassen.

00:33:45: Auch das gehört zu einer professionellen Zusammenarbeit dazu.

00:33:49: und ja wenn man sich dann noch auch gut versteht ist es natürlich auch etwas was deutlich hilft.

00:33:59: und mittlerweile leben wir zwanzig Jahre unter einem Dach mit einem Vorzimmer.

00:34:06: Ich habe drei Bürgermeister sozusagen erlebt und es hat immer gut geklappt.

00:34:12: Und wenn ich gefragt werde, warum klappen das so gut bei euch?

00:34:17: Dann sage ich immer von meiner Seite her weil ich das will!

00:34:20: Ich möchte dass das klappt.

00:34:22: Ich werd nicht dafür bezahlt, dass ich meine persönlichen Animositäten und Befindlichkeiten

00:34:28: Infolge und Stelle genau richtig.

00:34:30: Genau, sondern hier zum Wohle der Insel im Grunde nach vorne schaue und die Zusammenarbeit auch suche.

00:34:38: und da sind wir wieder bei der Ausgangssituation.

00:34:41: wie man in den Wald rein ruft so kommt es auch raus Die Leute die sich immer über andere beschweren den sage ich immer.

00:34:49: dann überlegt mal vielleicht an dir etwas zu verändern.

00:34:53: Ich bin glaube ich ein reflektierter Mensch und bin auch froh, dass mir das gegeben ist.

00:34:59: Das ist ja nicht etwas, es ist eine Eigenschaft die man hat.

00:35:03: Die kannst du einfach nicht lernen.

00:35:05: entweder bist du reflektiert oder bist nicht reflektieren.

00:35:08: Ich bin sehr dankbar diese Eigenschaft zu besitzen und im Übrigen finde ich das auch sehr spannend.

00:35:14: also Es ist unglaublich spannend in zwischenmenschlichen Beziehungen sein eigenes Verhalten mal zu verändern und zu beobachten, wie das auch die Gegenseite dann verändert.

00:35:26: Es ist ein bisschen diesen Psychologie jetzt aber es muss nicht immer das Verkehrteste sein.

00:35:32: Wir kommen nochmal zu der Tatsache, du bist auf die Insel gekommen.

00:35:35: So wie wir sie heute kennen, also die Besucherinnen und die Besuchern, die hierherkommen, die sehen diese schicken weißen Häuser, die seh'n das tolle Konversationshaus, sie sehn den Kurplatz.

00:35:46: Es ist alles schick, alles sauber es wird nach wie vor auch gebaut aber nichtsdestotrotz.

00:35:50: Also Die Insel ist relativ stabil Auch wenn Sie sich verändert, sagen wir mal so Stabil in der Veränderung.

00:35:58: Das Kommissationshaus zum Beispiel, das ist ja auch nicht immer so da gewesen oder hat so dargestanden wie es heute dasteht war das damals einer der ersten Herausforderungen.

00:36:09: eine der ersten, die du angehen solltest.

00:36:11: Also dass du das auch veränderst, weil du hast ja gerade auch schon gesagt, ja, die alteingeschworenen Menschen oder auch Institutionen, die sind manchmal ein bisschen schwer gängig und dann kommt da jemand Neues in den Weg was bewegen hat auch den Rückhalt vielleicht aus Hannover und dann wird dann etwas angeschoben.

00:36:29: Da wird erst gesagt weiß ich nicht ob das was taugt und im Endeffekt sind glaube ich heute alle stolz, dass es so darsteht wie's dasteht.

00:36:37: Ja, also die Herausforderungen waren große.

00:36:40: Man muss wirklich sagen man hatte sich so ein bisschen eingerichtet auf der Insel auch unser Unternehmen.

00:36:49: Also ich bin in einem Unternehmen gekommen dass sich in Teilen ja viele Konfortzonen sag mal so schön Das sagt aber

00:37:00: nicht Lifestyle-Teilzeit.

00:37:02: Nein, nein.

00:37:05: Diese Begrifflichkeit gab es damals gar nicht.

00:37:08: Aber dadurch dass diese Insel sehr klein ist und jeder jeden kennt war so dieses Thema von einer Handwäsche die andere und man hat sehr auf sich geachtet.

00:37:20: und ja damals war auch immer so dieser Spruch.

00:37:24: ich glaube das war auch Der damalige Bürgermeister Alde Garmann, der immer sagte ja am liebsten wäre es ja den Insulanern und Insulanerinnen noch dass die Gäste einfach ihre Portemonnaies auf die Fähre schmeißen und sie in Ruhe lassen.

00:37:40: Und das war so ein bisschen diese Situation, die reingekommen war.

00:37:44: Es waren die Infrastrukturen alle relativ marode.

00:37:49: Ich will nicht sagen heruntergekommen also gepflegt waren Sie Aber es war einfach alles nicht mehr up to date.

00:37:58: Nicht mehr zeitgeistig, nicht mehr zeit gemäß.

00:38:00: Es war alles sehr veraltet und auch die Strukturen waren sehr verkrustet.

00:38:07: Hier war immer ein großer Nightfaktor.

00:38:09: Jeder hat auf jeden geguckt dass er ja nicht so viel kriegt aber jeder hat dafür gesorgt das er genug hat wenn du verstehst was ich meine.

00:38:19: Das war so die Situation in die ich reingekommen bin und es war echt eine schwere Nuss, die man knacken musste um da reinzukommen.

00:38:27: Ich würde sagen Es gab mehrere Faktoren die zusammengespielt haben.

00:38:33: als ich damals kam ging zwei große Projekte los.

00:38:38: das eine war die große Deckwerksanierung.

00:38:41: Die fing also just in dem moment an so dass ohnehin wir als Staatsbad gefordert waren, auch alles was touristische Liegenschaften die an dem Deckwerk lagen betrafen ins Blickfeld zu nehmen.

00:38:59: und mit der Kommunalisierung sind ja auch einige Gastronomien rübergegangen.

00:39:04: Die sich ja am Strand befinden.

00:39:06: einiges Gutes sind eigentlich fast alle Strand Gastronomie

00:39:09: sagen in

00:39:10: unserem Eigentum was viele Gäste vielleicht heute zum ersten Mal hören Und das mag vielleicht überraschen, aber wir haben viele Gastronomien in unserem Eigentum, die wir verpachtet haben.

00:39:22: Das ist auch einer der wesentlichen Aufgaben in den zwanzig Jahren gewesen, die der Insel im Übrigen auch sehr gut getan haben weil wir haben die Angebote sehr diversifiziert.

00:39:33: Wir haben nicht Pächter ausgeschrieben sondern wir haben Pachkonzepte ausgeschieben und das war so.

00:39:40: diese eine Bewegung die es gab Und dann die andere war eben die Herausforderung des heutigen Badehauses.

00:39:51: Die Einrichtung hieß damals noch Welle, interessanterweise hießen hier auf allen Inseln irgendwie Welle.

00:39:57: Ich

00:39:57: denke, das kann ich nachvollziehen.

00:39:59: Ich bin ja viel unterwegs gewesen damals auch für den NDR und die Welle, die gab es fast überall.

00:40:05: Ja genau also was ja auch so ein bisschen zeigt.

00:40:09: Also das war eine satte Zeit.

00:40:11: alle liefen hier mit dicken runden Bäuchen im übertragenen Sinne durch die Gegend.

00:40:19: Und als wir anfingen die Gastronomien zu machen, als wir anfingen das Badehaus zu projektieren Da kam hier so eine Nervösität auf.

00:40:27: Wir haben viel mit David Dorn Janssen und Partner in Bad Zwischenarren zusammengearbeitet, aber auch mit der Familie Brune hier auf der Insel Nordenei die ja auch einige Ausrufezeichen in der Hotellerie gesetzt haben in der Zeit.

00:40:44: das lief dann parallel Und das machte viele Ambieter hier auf den Inseln nervös.

00:40:49: was macht dieser Spund da?

00:40:51: Was will er?

00:40:52: Dann kam noch hinzu, damals die Weiße Düne war vakant.

00:40:57: Der damalige Pechter hatte aufgehört und wir haben das dann ausgeschrieben.

00:41:04: Haben das als ganzjährige Gastronomie ausgeschrien?

00:41:07: Da haben alle gesagt er ist ja verrückt dieser Geschäftsführer.

00:41:10: Das läuft ja nur im Sommer.

00:41:12: Das

00:41:12: ist eine Bretterbude und na dann hat der heutige Pech daher Möckel auch noch angefangen während der Umbauzeit dann nur im Sommer umbauen, wie sonst ja eigentlich nur im Winter umgebaut wird.

00:41:28: Aber das ist ja in der Schutzzone und dann hat er da einfach so eine klappere Bierbude aufgestellt und hat daraus frische Noma verkauft.

00:41:39: Und das war natürlich etwas wo viele sagten also es geht nicht gut.

00:41:43: und jetzt drehen die da völlig durch Und die Leute fingen an, die Gäste fingen einfach an dieses Produkt zu lieben dahin zu Pilgern und man sieht ja heute welche Erfolgsstory also diese weiße Düne ist.

00:41:58: Sicherlich ein Ausrufezeichen gesetzt.

00:42:00: mit der Fertigstellung des Baderhauses als Europas größtes Talastozentrum haben wir natürlich erst mal Ein richtiges Ausruf und Zeichen gesetzt.

00:42:11: Vielleicht

00:42:11: kann man noch mal dazu sagen, weiße Düne hast du gerade angesprochen mittlerweile auch dass die Leute dahin pilgern.

00:42:17: Ich glaube schon das es ja oftmals so ist, dass neue Konzepte erst einmal kritisch beäugt werden.

00:42:22: also nicht alle neuen Konzepten funktionieren.

00:42:26: Wenn ihr eine Ausschreibung macht oder du hast gesagt ihr habt diversifiziert hab das ganz bewusst gemacht Also dass die ganzen Lokalitäten eben Alle einen unterschiedlichen Look haben, alle eine unterschiedliches Angebot haben.

00:42:39: Damit eben nicht dieses, wie Sie es nochmal sagen, da kannst du auch auf jede andere Insel fahren, sondern das ist eben was Besonderes darstellt.

00:42:46: Wie sehr haben die Leute denn noch mitgezogen?

00:42:48: Waren das dann Insulaner oder sind auch Leute von außen gekommen, die gesagt haben Oh, Insel würde ich gerne mal ausprobieren!

00:42:53: Ich habe den Mut, ich hab vielleicht auch das Geld aber ich gehe ja auch mal ins Risiko um so etwas durchzuziehen.

00:42:58: Ja, der Möckel ist ja das Beispiel dafür.

00:43:01: Er ist nicht auf der Insel geboren und hat sich damals beworben und insofern aufgrund seines Konzeptes – nicht aufgrund seiner Person aber auf Grund seines Concepts.

00:43:13: also wenn er es hier ganze Zeit klappert und schluft nur für die Zuhörerinnen und Zuhärern.

00:43:18: Das ist der Leckerität den wir uns gegenseitig immer einschenken.

00:43:22: Aber kein Neid.

00:43:23: Auf keinen Fall!

00:43:25: Und das hat dann damals ja genau dieses Ausrufezeichen gesetzt und dem Markt eben auch sehr viel flexibler und offener gemacht.

00:43:36: Ich musste eine Zeit lang mir durchaus anhören, dass ich ja dann eher die Bewerber von außen bevorzugen würde aber Ich bin bis heute dankbar, dass wir immer einen Aufsichtsrat hatten.

00:43:50: Der also wirklich auf die Sache geschaut hat, auf die Konzepte geschaut und wirklich da auch zukunftsgerichtet und mutig gedacht hat.

00:43:59: Und gerade der Rat unter Alde Garmann war sehr mutig.

00:44:05: Also schon im Rahmen der damaligen Kommunalisierung es ging ja unglaublich viel

00:44:11: um unglaubliche hohe Summen.

00:44:12: Es

00:44:13: ging um unglaublich hohe Summen.

00:44:16: Es ging natürlich auch um die Übernahme der Verantwortung und das Land hat damals der Stadt relativ deutlich gesagt, dies ist hier jetzt die letzte Chance und ansonsten wird das Tafelsilber verkauft.

00:44:31: und da hat die Stadt also Beherz zugegriffen.

00:44:35: es hat damals einen sogenannten Lenkungsausschuss gegeben.

00:44:40: Darin muss ich jetzt einfach mal nennen und liebe Grüße bestellen, weil ich glaube die haben eine unglaublich erfolgreiche Grundlage für die Weiterentwicklung des Staatsbades gelegt.

00:44:53: Das waren parteiübergreifend damals Theo Wettermann und Herbert Fisser und Jan Ennen und der damalige Bürgermeister Alde Garman und das war eben die Verhandlungsgruppe In Hannover und witzigerweise saß ich ja auf der anderen Seite des Verhandlungstisches.

00:45:14: Aber durchaus auch mit dem Wissen, dass mich der Bürgermeister ja auch angesprochen hatte ob ich nicht Lust hätte dort also zu bleiben und das brachte mich natürlich in eine eigenartige Situation Und da war es eben auch wichtig um noch mal auf die Gastronomie zurückzukommen dass nicht dann die Stadt das Tafel überverkaufen würde, sondern wir uns mit diesem Tafelsilber als Staatsbad selber stärken.

00:45:43: Und diese Grundlagen sind dort geliegt worden und ich bin bis heute dankbar, dass uns das so gut gelungen ist und wir stehen als Staatsbad immer noch gut da.

00:45:54: Wir schreiben Jahr für Jahr positive Zahlen – das ist außergewöhnlich für eine kommunale Einrichtung und darauf... sind wir auch sehr stolz.

00:46:04: Das ist ein gemeinsames Verdienst, insbesondere auch der Grundlagenverhandlungen die damals getätigt wurden.

00:46:10: Vielleicht können wir noch mal zu uns so ein paar Geschichten das gar ja schon angesprochenes Baderhaus, dass da sehr viele auch bedenken hatten.

00:46:17: also ich bin jetzt ja auch vor kurzem wieder einmal drin gewesen und finde es immer noch beeindruckend wie toll das gemacht wird, wie geworden ist, wie der Atmosphäre da drinnen ist und sowas was man alles dort machen kann.

00:46:30: Ich weiß nur, aus der Zeit das hast du mir mir irgendwann mal erzählt.

00:46:34: Wenn ich mich hoffentlich richtig erinnere dass die Eröffnungsfeier eigentlich stattfinden sollte mit Wasser im Becken Es war doch nicht möglich was also becken zu lassen weil das Wasser sonst gleich wieder abgelaufen wäre weil es noch nicht ganz dicht war und ihr habt sozusagen gesagt okay dann machen wir doch einen Knaller daraus indem wir eben die Öffnungs feier komplett anders machen.

00:46:55: wie das darfst du jetzt erzählen.

00:46:57: Ja, also da fallen mir auch alle Sünden wieder ein muss ich ganz ehrlich sagen.

00:47:02: Also vielleicht soll ich mal einen Buch schreiben wenn ich hier durch bin?

00:47:07: Wir hatten die Eröffnungsfeier im August und damals der damalige Ministerpräsident Christian Wohlfatte sich angesagt.

00:47:14: viele unserer Zuhörer wissen ja dass er der Insel sehr verbunden ist Und hat natürlich gesagt selbstverständlich komme ich Ich kann aber nur in diesem Zeitfenster.

00:47:24: Dann haben wir natürlich alles darauf ausgelegt.

00:47:27: Der Bauplan war auch so, dass wir weit vorher fertig sein sollten.

00:47:31: Waren wir auch aber wir hatten es nicht mehr geschafft das Becken abgedichtet zu kriegen weil uns dieser Naturstein also eine Scharge fehlte.

00:47:41: der musste noch gesetzt werden und dem Bereich konnten wir nicht mehr abdichten.

00:47:45: dann haben wir gesagt okay da machen wir aus der Not ne Tugend wir lassen gar kein Wasser ein sondern Wir haben dann damals unser vierzigköpfiges Sinfonieorchester einfach auf einer Tribüne in dieses Becken gesetzt und haben das komplette Becken bestult, und haben ein riesiges Eröffnungskonzert im Baderhaus gegeben.

00:48:08: Also war nicht das erste was dort passiert ist Schwimmen im Meerwasser sondern tatsächlich ein großes kulturelles Highlight von dem also die Norderneyerinnen und Norderneier heute noch sprechen und das in ganz besonderer Erinnerung behalten haben.

00:48:23: Luca, das kannst du dir nicht vorstellen?

00:48:25: Es war eine unglaubliche Atmosphäre.

00:48:27: dieser Klangkörper des Sinfonieorchesters hat das Haus fast zum Platzen gebracht Und die Menschen saßen und standen dort mit Gänsehaut pur und es war ein ganz erfolgreicher Öffnungsfeier.

00:48:40: Aber... Das

00:48:41: freut sich auch für Schlagzeilen an der Stelle.

00:48:42: Achtung Treppenwitz ohne Wasser!

00:48:48: Im Deutsch-Ausatz hätte man gesagt, Thema verfehlt.

00:48:52: Aber das ist das was ich vorhin sagte gibt's nicht und da muss man immer das Beste draus machen.

00:48:58: Ein zweites Ding was ihr auch sehr gut könnt oder wir kriegen ja regelmäßig auch sozusagen das Nordenei Magazin in der Hause geschickt was unheimlich toll gestaltet einen Slogan, den ihr damals kreiert habt.

00:49:13: Der hat damals glaube ich auch für Aufsehen gesorgt weil nicht ganz klar war auf wen sich das jetzt beziehen sollte.

00:49:20: wenn man heute irgendwo in Handtuchstich vor der Insel mitnimmt oder so was du da kaufst dann steht darauf meine Insel.

00:49:27: also dieser Slogans hat glaube ich damals dafür gesorgt dass die Insolana selber gesagt hat wieso ist doch unsere Insel und nicht die Insel der TouristInnen?

00:49:35: Also ich weiß nicht wie es bei dir aussieht musstest du damals sehr kämpfen.

00:49:40: Wo kam der Vorschlag her und wie lange hat es gedauert, bis er dann auch von den Insulanerinnen und Insulanern so akzeptiert wurde?

00:49:46: Dass sie gesagt haben eigentlich ganz schlau.

00:49:49: Naja wir haben neben diesem Infrastrukturkonzept vielleicht da wie neu im Kurz anmerken dass wir dann nach dem Baderhaus du hast das ja schon gesagt Dann eben auch den ganzen Kurplatz umgebaut haben Das Konversationshaus zeitgeistig nach vorne gebracht haben das Basargebäude gebaut haben Und dieses ganze Ensemble.

00:50:09: Das waren so die ersten Jahre, mit denen wir uns hier besonders auseinandergesetzt haben.

00:50:15: Das war sozusagen das eine Hauptaufgabengebiet.

00:50:19: und dann hatten wir eben das von dir jetzt gerade angesprochene zweite Hauptaufgangengebiete, dass wir gesagt haben wie wollen wir uns eigentlich zukünftig vertriebstechnisch vermarkten?

00:50:31: Und am Markt positionieren?

00:50:34: und wer möchten wir eigentlich sein?

00:50:36: Und wir haben viel bei unseren Gästen reingehört.

00:50:41: und wenn man Stammgas-Klientel bis heute von bis zu über fünfundsechzig Prozent hat, die also zwei oder mehrmals im Jahr zu uns kommen.

00:50:52: Und immer und immer wieder dann haben sie eine besondere Verbindung zur Insel.

00:50:56: und wir stellen das immer wieder fest dass ganz oft ja das ist so meine Insel gesagt wurde Das gesagt wurde ja und das Kommersationshaus zu meiner Zeit.

00:51:09: Und dieses Mainz, das war also immer ganz oft und ganz weit vorne.

00:51:14: Wir wollten etwas was nicht so abgedroschen ist aber trotzdem eine hohe Emotionalität und Identifikation bringt und wandern auch ganz schnell einfach bei dieser schlichten Form des Meiner Insel haben uns das schützen lassen haben eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass es in Teilen der Bevölkerung der Insel eine solche Diskussion auslöste.

00:51:40: Die wir dann auch sehr intensiv geführt haben.

00:51:44: Wir haben den Slogan beibehalten weil wir ihn auch nach zwanzig Jahren immer noch gut finden, erpasst zu Nordernai.

00:51:54: aber gleichwohl hat diese Diskussion bei mir auch ausgelöst dass wir auch noch mal stärker auf die Bevölkerung der Insel schauen müssen.

00:52:05: Daraus folgte ja später dann auch das Lebensraumkonzept, weil mir natürlich auch bewusst wurde wenn der Gast ein Zufriedenheitsdelter spürt zwischen ihm und den Menschen, die hier

00:52:23: leben,

00:52:24: ist es einfach nicht gut für Das Zusammenleben hier und insofern waren wir, wie sagt man es so schön, stets bemüht alles in den Einklang zu bringen.

00:52:37: Gleichwohl – das hatten wir ja letztes Mal angesprochen – gibt es jetzt Tourismuskonzepte auf Ebene des Bundes- und des Landes und ich bin sehr froh dass man sich auch mal ernsthaft damit beschäftigt für was soll Tourismus zukünftig zuständig sein?

00:52:56: Und für was kann es gar nicht mehr zuständig sein?

00:52:59: Also wir sind eine Querschnittsbranche.

00:53:01: Wir können unmöglich alle Wünsche und Anforderungen bedienen, und wir müssen die Aufgabenfelder nochmal deutlicher und besser verteilen.

00:53:11: Ein Stück weit ist Lebensraumkonzept nicht nur eine touristische Aufgabe Es ist auch eine städtische Aufgabe in unserem Fall.

00:53:20: Wir haben dort ja auch eine Koordinatoren.

00:53:22: unsere Stadt nimmt sich.

00:53:24: Dieses Thema ist an und das ist immer ein Zusammenspiel von vielen Faktoren.

00:53:29: Aber meine Insel hat sich eingeprägt, ist zu einer echten Mark geworden im Rahmen einer sogenannten Empfehlungsmarketingkampagne.

00:53:38: Wir haben ja schon seit Jahrzehnten keine Messe mehr besucht außerhalb der ITB Und wir machen kaum noch Anzeigen Werbung komplett empfehlungstechnisch aufgestellt.

00:53:53: Für uns ist wichtig, dass der Gast uns in seinem Erleben weiter empfiehlt.

00:53:59: Darum haben wir einen großen Schwerpunkt auf unseren Veranstaltungskalender gesetzt, White Sands Summertime aber eben auch das Kulturzentrum und das Kurtheater, das Konversationshaus mit ganz viel Kleinkunsten, Theater, Landesbühne

00:54:16: usw.,

00:54:17: über tausend Groß- und Kleinveranstaltungen im Jahr.

00:54:20: Damit setzen wir uns neben dem Talasso-Angebot deutlich ab und haben uns dort auch einen echt großen Ruf erarbeitet.

00:54:29: Kommt natürlich auch zugute, wenn man guckt du hast vorhin auch schon unter anderem angesprochen was ihr alles auf der Insel gemacht habt.

00:54:36: Auf der einen Seite Infrastrukturen müssen geschaffen werden, auf der anderen Seite geht natürlich auch ganz viel Geld da rein.

00:54:42: das heißt also Kann man das irgendwie darstellen, abbilden?

00:54:48: Wie viele Millionen hier investiert worden sind und vor allen Dingen was auch dazu geführt hat dass wenn der Insel attraktiv ist.

00:54:55: Also sagen wir mal so wenn die Braut schön gemacht wird dann kommen auch die Interessenten sozusagen freiwillig zu sagen also das ist so toll da möchte ich auf jeden Fall wieder hin neben dem Empfehlungsmarketing weil es muss ja auch dafür gesorgt werden dass es dann auch schick aussieht dass es weiter empfohlen wird.

00:55:11: Ja, nur wir als Staatsbad haben um die seventy fünf bis achtzig Millionen Euro reine Investitionen getätigt in all den Jahren.

00:55:23: Also ja wo fange ich an?

00:55:27: Wo höre ich auf?

00:55:28: also

00:55:29: Highlights ein paar Beispiele.

00:55:31: Ja, also wir haben... Also ich kann mal anfangen mit dem ersten Projekt.

00:55:37: Das erinnere ich noch das ist tatsächlich die Badehalle am Weststrand und nach fünfundzwanzig Jahren schließlich der Reigen.

00:55:45: Wir sind dort jetzt wieder am Umbauen.

00:55:47: Jetzt geht wahrscheinlich das ganze wieder von vorne los.

00:55:50: Dann haben wir im Rahmen der Deckwerkserneuerung ganz viele Gastronomien angepasst und umgebaut.

00:55:58: Wir haben die Easy NC Karte ständig verbessert und erweitert, also die Norderney-Kart war auch immer ein riesiges Thema.

00:56:07: Dann haben wir die Weiße Dühne und daran grenzend einen Wohnhaus neu errichtet das Kurtheater Modernisierung Milchbar, das Basargebäude mit dem Kaffee extra Blatt unten drin.

00:56:21: Dann haben wir die Infrastrukturplattformen an den Stränden neu errichtet.

00:56:26: Wir haben die TALASSO-Plattform in den Dünen errichtete, wir haben dann den ganzen Kurplatz und die Kurmuscheln neu errichten.

00:56:35: Dann kam im Jahr das Konversationshaus.

00:56:39: Das war auch ein wirklich spannendes Jahr und man muss einfach sagen auch das Konverationshaus ist seiner Intention wirklich gerecht geworden als der zentrale gesellschaftliche Mittelpunkt für die Einheimischen und die Gäste, also es wird bis heute genauso wie das Badehaus.

00:56:58: Ich sage immer sie sind nicht so eine Eintagsfliege sondern die sind.

00:57:02: beide Einrichtungen sind wie ein guter Wein.

00:57:05: Je älter und je länger die am Markt sich befinden desto selbstverständlicher wird ihre Nutzung und die Menschen lieben das und ich habe das glaube ich mal gesagt im Jugend Jagor.

00:57:17: nennen Sie dass das Kon war.

00:57:20: Ich finde immer, wenn so ein Ding einen Namen kriegt

00:57:23: im Volksmund.

00:57:23: Dann ist es angekommen?

00:57:24: Ja!

00:57:24: Dann ist das absolut bei Jung und Alt angekommen.

00:57:28: Wir haben dann ja auch nochmal das ganze Familie Talassobad renoviert also das ist die zweite Hälfte des Badehauses sozusagen weil das war damals in zwei Etappen.

00:57:43: wir haben dann die Strandkorbhalle neu gebaut Eine Beachbar am Westbad errichtet, die sich großer Beliebtheit erfreut.

00:57:56: Wir haben dann das ganze Caporn umgebaut wo heute der Spielplatz ist, der See und so eine Art Seniorenpark.

00:58:06: Dann haben wir Die Marienhöhe umgebaut, die Alte Maierei.

00:58:12: Wir haben zwei große Personalwohnhäuser errichtet mit über neunzig Wohnungen insgesamt, die wir mittlerweile als Staatsbad haben.

00:58:23: Den Hinnistum haben wir gekauft.

00:58:26: das ist ja auch eine echte Investition in die Zukunft.

00:58:30: Das heißt auch wir haben Gastronomien aufgekauft.

00:58:34: zum Beispiel das heutige Cornelius war damals gar nicht in unserem Eigentum, haben wir dann aber eben gekauft.

00:58:44: Und ja, Kurparken, Apollonchanze... Wir haben Schlafstrandkörbe angeschafft.

00:58:52: Ja also ich könnte das jetzt beliebig...

00:58:55: Aber das sind ja alle so Locations die auch die Touristen und Touristen, selbst wenn sie es noch nicht kennen.

00:58:59: Also ich glaube auch viele dies kennen wussten nicht was du vorhin schon gesagt hast dass hier sozusagen euren Besitz sind und von euch verpachtet werden.

00:59:08: Auf der anderen Seite glaube ich schon, dass diese Investition sich auch auszahlen.

00:59:13: Wie wir das ja vorhin gesagt ihr seid sozusagen jedes Jahr noch in den Schwarzen Zahlen was für ein Staatsbad oder überhaupt für Kulturstädte gemeint nicht unbedingt zu erwarten war.

00:59:26: Seid ihr aber voll drin bedeutet natürlich auch, dass nach fünfzehn Jahren vielleicht ja du auch so eine gewisse Ja, ich will das nicht sagen Genuturung.

00:59:35: Aber dass du vielleicht sagst ist doch ganz gut gewesen auf der einen Seite, daß ich so lange hier geblieben bin und das alles mit verfolgt habe und auf der anderen Seite, dass ihr euch also ob das dann das Rathaus beziehungsweise der Bürgermeisterin, der Rat der Stadt und ihr das hier sozusagen die gleichen Visionen irgendwann entwickelt habt und gesagt Wenn wir das so machen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es gut geht groß.

00:59:58: Ja, also Genugtuung ist ja auch immer so ein Wort sage ich mal aber stolz.

01:00:04: Es ist schon stolz dass ich auch verspüre für alle meine Kolleginnen und Kollegen wie gesagt mir ich lege immer sehr viel Wert darauf das hier keine One-Man Show ist im Gegenteil Und genugtuungsfühle Er für andere, die damals sich weit aus dem Fenster gehängt haben

01:00:25: und gesagt haben.

01:00:26: Und sich also für die Kommunalisierung stark gemacht haben, die auch dafür abgestrafen worden sind.

01:00:33: Die ganze Ehre Aldigarmann dieser ganze Rat ist dann nach der Kommunalisierung in der Folge Wahl auch wirklich abgewählt worden.

01:00:45: Das hat den damaligen Bürgermeistern auch einige Ratsherren und Damen wirklich bitter gemacht.

01:00:51: Und ich habe den immer gesagt, wartet es ab!

01:00:54: Irgendwann werden wir die Früchte tragen, die ihr hier mutig gesehen habt und genaues gekommen.

01:01:04: Also kann mich sehr gut erinnern in einem meiner letzten Gespräche mit Klaus Aldeckermann.

01:01:10: Er lag schon im Münster im Krankenhaus war schwerkrebs erkrankt Da haben wir noch genau darüber gesprochen und er war wirklich versöhnt mit allem.

01:01:22: Und das war ein Moment der Genugtuung, da habe ich mich gefreut dass er auch gemerkt hat es ging nicht gegen ihn persönlich.

01:01:30: die Menschen waren hier verunsichert alles war neu und eins muss man mal sagen die Entscheidungen die damals getroffen wurden Die haben ganz lange auch in die Zukunft getragen.

01:01:41: davon haben auch die Vollgeräte Auf Norderney sehr profitiert, weil eben dahinter steckte ein ganzes Infrastrukturkonzept.

01:01:51: Ein ganzes Marketing Konzept ausgerichtet bis weit in die Zukunft.

01:01:56: also das war total visionär was damals auf Nordernei stattgefunden hat und dass wirklich Schöne war dass also auch die private Hand komplett mitgezogen ist, die Hotels fingen an um zu bauen.

01:02:09: Sicherlich auch aus einer bestimmten Drucksituation heraus.

01:02:13: die Kastronomien fingen sich an sich zu modernisieren sicherlich weil wir modernisiert haben und die Konkurrenz schläft nicht sagt man ja so schön da muss man im tätig werden.

01:02:25: aber man hat diesen Anstoß auch verstanden.

01:02:28: Und die Wirkung, die Dinge nicht zu verkaufen sondern also das Tafelsilber nicht zu verkaufen.

01:02:34: Sondern zu gestalten zukunftsfähig zu machen und Einnahmen daraus zu generieren.

01:02:40: Die haben wirklich Früchte getragen so dass eben auch viele in der Privatwirtschaft gesagt haben diesen Weg gehen wir mit da wollen wir auch dabei sein.

01:02:48: und es hat Norderney einen unglaublichen Schub gegeben und wir sind heute in einer Situation wo ich sage Jetzt müssen wir schon wieder aufpassen, dass eben dieses Engagement und diese Vision nach vorne auch erhalten bleibt.

01:03:06: Und es darf so dieses Sättigungsgefühl... Das darf nicht eintreten und man darf sich einfach nicht ausholen.

01:03:16: Der Gast hat auch einen Anspruch darauf, dass sich diese Insel stetig weiterentwickelt im Geiste seines Naturraums natürlich immer auch nachhaltig.

01:03:25: Das sind ja die Themen, die heute sehr wichtig sind.

01:03:29: und ein großes drittes Thema ist er jetzt dazu gekommen in den letzten Jahren.

01:03:35: Und das ist die Digitalisierung.

01:03:36: Wir sind hier vor einem riesigen Umbruch.

01:03:39: Das haben wir auch schon thematisiert Lüdger.

01:03:42: Aber das sind so die drei Säulen auf denen wir stehen.

01:03:45: Die vierte Säule für mich immer sind alle meine Kolleginnen und Kollegen.

01:03:51: wenn sie nicht da wären dann wäre das nichts.

01:03:55: Es ist fast schon ein gutes Schlusswort.

01:03:57: Wir sind ja schon über eine Stunde dabei, wir könnten noch eine ganze Menge erzählen.

01:04:01: Ein paar Anekdoten können wir sicher irgendwann auch nochmal raushauen.

01:04:04: aber ich glaube schon so einen Rückblick, die Wahrscheinlichkeit dass du nochmal für mal zwanzig Jahre Co-Direktor auf der Insel bist das ist ja nicht so großwürdig jetzt einfach mal behaupten Aber ich glaube dass du in den Jahren doch schon mit der Insell sehr verwachsen bist Auch wenn du selber sagst Ich bin hier Für die Insulaner kein Insulan, aber ich glaube selber fühlst du dich schon so als Insulan und hast die Insel ja sozusagen auch sehr stark verinnerlicht.

01:04:30: Ach ich glaube, dass die wenigsten mir diesen Status absprechen würden und mir dieses Gefühl auch gerne lassen werden.

01:04:37: Ja klar!

01:04:38: Ich wollte auch nochmal Danke sagen für all den Zuspruch, den ich am ersten April – und das war hoffentlich kein Scherz, sagst du mir ja so schön – bekommen habe.

01:04:48: Das hat mich schon sehr berührt muss ich sagen.

01:04:52: Aber am Ende des Tages merke ich auch in meinem persönlichen Umfeld Und persönliches Umfeld meine ich jetzt so, Kollegenkreis der anderen Inseln und auch der Küstenbeder.

01:05:08: Ich mutiere jetzt zu einem der älteren Mitarbeiter.

01:05:11: Ja

01:05:11: Dino!

01:05:12: Kollegen, ich bin so der Dino und ich bin auch ein aussterbendes Segment also von zwanzig Jahre.

01:05:19: das schaffen die meisten nicht.

01:05:20: paar jahre will ich ja auch noch?

01:05:22: Also ihr geht es ja gut mir macht es Spaß.

01:05:24: was will ich mehr?

01:05:26: Also, dass man heute und auch das ist ja ein Privileg.

01:05:28: Ein Beruf hat den man gerne tut und dass man die meiste Zeit auch morgens gerne aufsteht und einen Beruf auch zur Berufung wird wenn man sich mal im Wortsinne dann damit auch auseinandersetzt.

01:05:45: Das erfüllt mich sehr.

01:05:46: Das macht mich glücklich.

01:05:49: mit einer tollen Familie im Hintergrund gelingt sowieso alles.

01:05:53: Das ist aber dir auch so Ludger Das war ja auch immer dein Standbein sozusagen um den Wind des Lebens, der in die Segel prallt dann auch mal abwehren zu können.

01:06:09: Es gab sicherlich in der Nachbetrachtung viel schönes was nicht so gut war.

01:06:15: das ist dann ja auch Gott sei Dank irgendwann vergessen.

01:06:21: aber auch die Zeiten hat es gegeben.

01:06:23: Das ist auch etwas, was einem prägt und auch nach vorne bringt.

01:06:29: Also ich muss immer sagen nicht jede Entscheidung die mein Aufsichtsrat getroffen hat, hat auch meine Zustimmung gefunden Und da habe ich vieles erlebt.

01:06:42: also Ich habe mich dann immer besonders heraus gefordert gefühlt aus dieser Entscheidung Die mir nicht passte als was besonders Gutes zu machen.

01:06:51: und ich musste auch lernen dass auch nicht weniger dieser Entscheidung, die richtigen trotzdem gewesen sind.

01:06:58: Man ist auch nicht immer auf den richtigen Dampf war und diese Offenheit muss man sich auch beibehalten und voneinander lernen und miteinander sprechen gut zu kommunizieren.

01:07:10: ich glaube das ist das was mich für ein zwanzig Jahre gut getragen hat.

01:07:16: so kann es dann auch noch ein paar jahre weitergehen und dann gucken wir mal Können wir ja nochmal eine Sendung zum Dreißig machen oder so?

01:07:23: Also, Fünfzig werden's nicht.

01:07:25: Falls das jetzt der ein- oder anderen Nordernarier Zuhörer oder Zuhöhrerin denkt... Oh Gott!

01:07:30: Wie lange will ihr noch

01:07:31: bleiben?!

01:07:31: Dann kann ich alle beruhigen.

01:07:32: also das wird es nicht.

01:07:34: Danke für deine offenen Worte.

01:07:36: Ich wünsche dir natürlich auch ganz, ganz viel Glück dass das alles so kommt.

01:07:41: Klar wird es auch in Zukunft die eine oder andere herausfordernde Situation geben aber ich denke du bist schon so lange im Boot dass du mittlerweile weißt wie du das einzuschätzen hast und wie man so schön sagt auch durch den Sturm hindurch manövrieren kannst.

01:08:00: Die Zeichen sind gut, die Sonne scheint.

01:08:02: Die Wärme kommt zurück und wir sehen uns mit Sicherheit Obdat Eiland!

01:08:07: Dankeschön Willem für heute und nochmal auch von meiner Seite Gratulation zu twenty-fünf Jahren.

01:08:12: alles Gute.

01:08:13: und hey nor da nei.

01:08:15: Ja ganz lieben dank Ludger.

01:08:17: ich sage auch Hey Nor Da Nei wünsche alle Zuhörerinnen und Zuhöhrern ein frohes Osterfest.

01:08:22: Denken Sie immer daran nach Karfreitag Kommt Ostern

01:08:29: Teen Talk mit Wilhelm Lot und Ludgar Arbeln.

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