#33 Karneval & Kälte: Wenn der Rheinländer auf die Insel flieht
Shownotes
In dieser besonderen Winterfolge von Hey Norderney wird es eisig und jeck zugleich! Moderator Ludger Abeln und Kurdirektor Wilhelm Loth begrüßen den Februar mit klammen Fingern und warmem Humor – denn die Insel zeigt sich gerade von ihrer frostigen Seite. Schnee, Eis und knirschende Kälte haben Norderney fest im Griff. So kalt war’s lange nicht mehr, erzählen die beiden – Schlittschuhlaufen auf dem Gondelteich inklusive!
Doch nicht nur das Wetter hat es in sich: Mit dabei ist auch Michael Samm – ein echter Karnevalist mit Norderneyer Wurzeln, der inzwischen im Rheinland lebt und dort als Bauer Teil des berühmten Kölner Dreigestirns war. Wie kommt ein Insulaner ausgerechnet in diese jecke Spitzenposition? Was steckt wirklich hinter dem Glitzer, den Strumpfhosen und dem karnevalistischen Dauerlächeln? Michael gibt spannende Einblicke in die aufwendige Vorbereitung, das Auswahlverfahren und die emotionale Tiefe seiner Session. Fast 500 Auftritte in Altenheimen, Kindergärten, auf Bühnen und in der Presse – Karneval ist eben weit mehr als Kamelle und Kölsch.
Die drei sprechen aber auch über den kuriosen Gegensatz: Während manche Kölner*innen das närrische Treiben gar nicht abwarten können, suchen andere in dieser Zeit gezielt Ruhe – und finden sie auf Norderney. Die Insel wird damit zur Rückzugsoase für sogenannte „Karnevalsflüchtlinge“. Und auch das hat Tradition.
Eine Folge mit viel Herz, echtem Winterfeeling und einem tiefen Einblick in eine Kultur, die nicht nur bunt, sondern auch bedeutend ist. Lauschen lohnt sich – Helau, Alaaf und Moin Moin!
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👥 Norderney-Tidentalker: Wilhelm Loth, Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH Ludger Abeln, Moderator, Sprecher, Autor und Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück e. V. www.ludgerabeln.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey, Norderney.
00:00:03: Teentalk mit Wilhelm Loth und Ludgar Abeln.
00:00:17: Hey, Norderney, herzlich willkommen.
00:00:20: Ich zittere am ganzen Leib.
00:00:21: Es ist so was von arschkalt.
00:00:24: Komischerweise, ich bin schon ein paar Tage älter.
00:00:26: Ich kenne noch Winter, wenn man auf den Straßen sieht, wer da rumfährt.
00:00:30: Ich glaube, die haben von Winter überhaupt keine Ahnung außer, wenn sie in Schiurlaub fahren.
00:00:34: Und da zuerst mal ein herzliches Willkommen zur neuen Ausgabe, zur Februar Ausgabe von Hey, Norderney.
00:00:41: Und ich weiß nicht, wie es ausgeht.
00:00:43: Wir haben natürlich auch einen Gast dabei.
00:00:44: Deswegen beispielsweise erstmal Willem an Norderney selten mal.
00:00:48: Dass es da so richtig schleut und vereist ist, aber ihr habt auch richtig was abbekommen diesmal.
00:00:54: Oder Willem, wie sieht es aus bei euch?
00:00:55: Weiß, weiß, weißer.
00:00:57: Ja, dicke Wintergrüße von Norderney kann man da nur sagen.
00:01:00: Also bei uns ist es wirklich bitter kalt.
00:01:03: Das muss man ehrlich gesagt mal zugeben.
00:01:05: Also wir hatten heute Nacht fünf Grad Minus und du weißt ja, dass auf Norderney alles doppelt so kalt anfühlt.
00:01:13: Also das hatten wir lange nicht mehr.
00:01:15: Da noch einen schönen eisigen Winter zu.
00:01:17: Also das ist also für so eine Insel dann auch schon eine kleine Herausforderung.
00:01:22: Heute Morgen bin ich zur Arbeit geschlittert.
00:01:24: Also Ja, also wenn ich welche hätte, also ich hätte tatsächlich auf unserer Einfahrt heute morgens Schlittschuh fahren können.
00:01:36: Wir hatten, wie nennt sich das, so ein Pick Ice, nennt man das glaube ich.
00:01:42: Und da hätte man wirklich Skölveln können.
00:01:47: Aber
00:01:48: wer hat denn noch Schlittschuh?
00:01:51: Echt?
00:01:51: Also meine sind so eingemottet.
00:01:54: Also ich weiß gar nicht, weil ich das letzte Mal Schlittschuh gefahren bin.
00:01:56: Ich würde sie gar nicht finden.
00:01:57: Ich müsste erst mal suchen, wo die wären.
00:01:59: Als ich noch beim NDR war, war ich ja auch viel unterwegs, auch im Winter teilweise.
00:02:03: Und es gab, die habe ich mir mal selber gemacht, bei einem original ostfriesischen Schlittschuhbauer aus Kirschholz und so mit Eisenkufen drunter.
00:02:12: Echte Schöwels zum drunterschnallen.
00:02:15: Aber ehrlich gesagt, so auf den Dingern laufen, das geht so.
00:02:18: Gleiten gut, aber ich habe dann lieber doch diese Teile, die waren, wo alles in eins ist.
00:02:23: Weißt du, diese Engel, die von den Eishockey-Spielern, da geht's so drinnen oder eben die von den Schlittschulle-Läufern mit den Pirouetten.
00:02:30: Aber ich glaube, das ist jetzt mal wieder ein Winter, das Friesslater oder auch im Norden, wo man tatsächlich auf den... Schloten also auf den Gräben fahren kann.
00:02:37: Also das glaube ich diesmal wieder außergewöhnlich, dass man so viel Eis ist.
00:02:40: Ja, also auch bei uns, also der Gondelteich ist zu.
00:02:44: Also vielleicht noch ein, zwei Tage, dann kann man da auch Schlittschuh fahren.
00:02:48: Das soll ja jetzt konstant kalbleiben.
00:02:51: Mal gucken, ob
00:02:52: dann auch
00:02:53: die Kinder und Jugendlichen und Erwachsenen rauskommen mit ihren Schlittschuhn.
00:02:57: Aber das haben wir lange nicht mehr gehabt und entgegen Aller Klimawandelankündigung tut zum Winter auch mal gut, obwohl man ja sagen muss, ganz Deutschland ist ja fast lahmgelegt.
00:03:08: Also, Winter sind wir so richtig.
00:03:10: Wir können das nicht mehr.
00:03:12: Und ich
00:03:13: wundere mich auch immer wieder, dann heißt es, jetzt ist plötzlich Streusalz aus.
00:03:17: Ich habe jetzt irgendwie gestern oder heute gelesen, dass Nordrhein-Nei wieder mit Streusalz versorgt wurde.
00:03:22: Ja, es ist ein Riesenthema bei uns gewesen, auch was die Promenaden betrifft, was viele immer nicht bedenken.
00:03:28: Das ist ja ein Schrägdeckwerk.
00:03:30: Ja.
00:03:30: Also vielleicht hat der ein oder andere mitbekommen, das ist ein ganzes Polizeiauto und auch ein LKW.
00:03:35: Und LKW auf
00:03:36: Borkum, glaube ich.
00:03:37: Auf Borkum
00:03:38: runtergerutscht ist.
00:03:39: Also wir können natürlich dort nicht streuen, aber wir sind jetzt in diesen Tagen zu Fuß mit Handstreu unterwegs.
00:03:47: Aber es ist halt schwierig, weil ständig immer wieder diese überfrierende Nässe kommt.
00:03:52: Und da kann man natürlich nicht gegen an.
00:03:54: und ja, wir sind es auch nicht mehr gewöhnt solche Einschränkungen zu haben.
00:03:59: Nicht dann von A nach B zu können, wenn wir das gerne wollen.
00:04:02: Also ich selbst war jetzt auch immer mal wieder am Festland und auch lange unterwegs.
00:04:07: Also das einzige, was uns tröstet, da geht es auch nicht besser oder schneller als bei uns.
00:04:13: Da
00:04:14: kann ich dir absolut recht geben, das kann ich dir so unterschreiben.
00:04:18: Wir haben heute noch einen Gast, den wollen wir nicht aus dem Vorlassen.
00:04:20: Er ist auch von Norderney, aber irgendwie ist er auch in Kölner jung.
00:04:23: und wie das gekommen ist und warum.
00:04:26: Und warum er Karneval so liebt in Zeiten wo andere aus dem Karneval sich verdrücken, abhauen und nach Norderney kommen.
00:04:33: Das fragen wir Ihnen gleich mal selber.
00:04:34: Michael Samm ist da.
00:04:35: Moin Michael.
00:04:36: Moin moin, hey und alaf.
00:04:39: Ja, guck mal.
00:04:42: Da haben wir schon die ganze Bandbreite drin, die wir so brauchen.
00:04:46: Ja, Michael, wie hast du das erlebt?
00:04:48: Ich glaube, du bist extra auf die Insel gekommen.
00:04:50: Ist ja noch dein erster Wohnsinn so viel.
00:04:51: Ich weiß, und du bist mit der Bahn angereist.
00:04:54: Ist das so katastrophat in Köln, dass du gesagt hast, nach oben im Auto?
00:04:57: auf keinen Fall?
00:04:58: Nein, im Winter ist es etwas unsicher, mit einem Cabrio hin und her zu fahren.
00:05:06: Und habe ich dann doch die Bahn als kleineres Risiko angesehen?
00:05:10: Hab die Bahn genommen, um mal ein paar Tage auf Norderney nicht unbedingt um auszuspannen, einfach mal nach dem Rechen zu schauen.
00:05:17: Ich hab hier mal eine Firma auf.
00:05:19: Da fragt man gleich, was für eine Firma das ist, die du hast.
00:05:22: Die Inselnoten, wir vermieden Verwartenfehlendwohnungen hier auf Norderney.
00:05:26: Okay.
00:05:27: Wie kann es denn sein, dass man als Norderneyer, wo man doch alle sagen, Norderney ist so schön, wer hier wohnt und geboren ist, der will auch nie weg?
00:05:34: Wieso hat es dich dann komplett woanders hinverschlagen, nämlich in Sereinland nach Köln?
00:05:41: Ja, meine Mutter ist Gebürtige Nordeneierin, mein Vater Gebürtiger Dortmunder.
00:05:46: und was ist dabei rausgekommen, ein gelernter Rheinländer.
00:05:52: In der Tat ist meine Familie tatsächlich von Nordenei in vier Jahren Generationen und ich habe mal aufgewachsen, bin ich in der Diasburger, in Endepöthal und
00:06:03: war aber
00:06:04: ganz furchtbar.
00:06:08: Also ganz schlimmer Platz, weil Karneval ist dort wirklich verpönt.
00:06:13: Aber als Jugendlicher bin ich dann immer schon abgehauen, habe Schule blau gemacht, auch Rosenbund, da bin ich mit der Espe nach Köln gefahren und mit den Rosenbundes suche anzuschauen.
00:06:22: Ich war schon als Jugendlicher Jäck.
00:06:24: Und als ich dann in Düsseldorf lebte, vor fünf, zwanzig, dreißig Jahren, kam ich mit Kallevalisten in Düsseldorf in Kontakt, ich sah, da schnapp ich zu und da bin ich Mitglied eines neu gegründeten Karnevalsvereins in Düsseldorf geworden und gleich Vorsitzender und habe diesen Verein mit aufgebaut.
00:06:44: Das ist die KG Regenburg in Düsseldorf, die ist mittlerweile einer der größten erfolgreichsten Karnevalsvereine dort.
00:06:50: Aber vor fünfzehn Jahren habe ich dann doch noch den Schritt.
00:06:53: Das wäre jetzt meine Frage gewesen.
00:06:55: Nach Köln
00:06:55: gemacht.
00:06:56: Da muss man ja sagen, die Girls und die Düsseldorfer verstehen sich eigentlich ganz gut.
00:07:03: Wie haben die dich akzeptiert, so als Düsseldorfer, Cannibalisten und auch Präsidenten dann plötzlich übergemacht zu haben nach Köln?
00:07:10: Naja, wir haben also Schwesterverein oder Partnerverein zwischen Köln und Düsseldorf.
00:07:15: Wir haben immer guten Kontakt.
00:07:17: Wir mögen uns schon, aber wir frözzeln gerne gegen die anderen.
00:07:21: Das ist wie Jüst und
00:07:22: Borkum.
00:07:22: Nein,
00:07:24: Jüst
00:07:24: und Norderney.
00:07:26: Das ist tatsächlich so.
00:07:28: Da sind ja die Nachbarinseln.
00:07:29: Da ist Borkum nichts mit zu tun, außer Kreisen.
00:07:32: Aber
00:07:32: Jüst und Borkum, die verstehen sich oder was?
00:07:34: Das sind die Norderneyer ein bisschen komisch.
00:07:36: Nee, also es ist tatsächlich so, dass es sogar einmal im Jahr ein Fußballspiel gibt, wo man also die Kräfte misst.
00:07:42: Also Norderney gewinnt natürlich
00:07:45: immer.
00:07:46: Aber
00:07:47: es ist schon so, da gibt es auch diese Fotzelei.
00:07:49: Also es ist ein bisschen Köln und Düsseldorf, es ist ein bisschen Norderney und Düsseldorf.
00:07:54: Sag noch mal, bist du denn tatsächlich dort auf Norderney groß geworden oder gehört einfach nur die Familie nach
00:07:59: Norderney?
00:07:59: Meine Großeltern leben hier und ich habe bis zu mal einem zwanzigsten Lebensjahr praktisch jeden freien Tag Ferien und Wochenende hier auf Norderney verbracht bei meinen Großeltern und deswegen kenne ich hier praktisch jeden Grashaven und viele Gleichaltige, die mit mir aufgewachsen sind, sind jetzt auch meine Nachbarn.
00:08:21: Ja, das ist doch nett, oder?
00:08:22: Ja, das ist ein neuer Meister zu sein in meiner Heimat.
00:08:25: Du
00:08:26: fühlst du dich denn als Naja oder als Kölner?
00:08:29: Oder Ennepetaler will man sich ja nicht unbedingt fühlen, oder?
00:08:31: Nichts gegen Ennepetal.
00:08:32: Das
00:08:33: sind
00:08:35: liebeherzliche
00:08:36: Gäste, liebe Ennepetaler, immerherzliche Gäste.
00:08:40: Das muss der Kurdirektor jetzt sagen.
00:08:42: Nein, aber ich vergleiche das dann immer.
00:08:46: Egal, wo man groß geworden ist.
00:08:49: Norderney ist schon herausragend, da verstehen da, was ich vorhin sagte, viele nicht, warum man dann woanders hin will, ne?
00:08:54: Nein, Norderney ist tatsächlich immer unser Familien-Hauptsitz gewesen und deswegen auch meiner Heimat.
00:09:02: Enipetal, Düsseldorf war ja auch noch für zwanzig Jahre in meinem Wohnsitz.
00:09:05: Richtig.
00:09:06: Aus Neutralitätsgründen ist Norderney sicherlich der erste Flagwahl.
00:09:13: So, jetzt müssen wir mal zum Karneval kommen.
00:09:14: Du hast es ja vorhin schon angedeutet.
00:09:16: Willem wird mit Sicherheit noch ein bisschen dazuerzählen, warum die Karnevalszeit gerade so spannend ist auf Norderney.
00:09:22: Nicht nur weil jetzt so toller Winter ist, sondern wahrscheinlich auch deshalb, weil einige Gäste dann dahin gehen, wo andere nicht feiern, nämlich auf Norderney.
00:09:31: So groß ist der Karnevalsbrauchtum auf Norderney ja nicht.
00:09:35: Du bist...
00:09:36: In Köln mit dem Kaderwald so weit verbunden, dass es sogar so weit gekommen ist, dass du ins Dreigestirn aufgenommen wurdest.
00:09:45: oder muss man sich da einkaufen oder wird man berufen oder wie läuft das eigentlich?
00:09:50: Also du warst ja Bauer im Dreigestirn.
00:09:52: Das ist richtig.
00:09:53: Man muss sich tatsächlich darum bewerben.
00:09:58: Das Dreigestirn in Köln, ich glaube, das ist das höchste Ehrenamt, was man als Karnevalist als jecker Mensch überhaupt erraten.
00:10:06: Weltweit, weltweit.
00:10:07: Natürlich weltweit.
00:10:10: Das erfolgt nur über den Verein, in dem man angeschlossen ist, der im Kölner Karneval aktiv ist.
00:10:18: Und da muss man ein ganz normales Bewerbungsverfahren durchlaufen.
00:10:22: Wie sieht
00:10:22: das aus?
00:10:23: Muss man für trinkende Büttenräder halten und mit dem Arm winken können, eine Stunde lang?
00:10:28: Oder wie läuft
00:10:28: das?
00:10:28: Das macht jeder Karnevalist schon vom Geburtstag.
00:10:31: Das braucht er nicht.
00:10:32: Das ist mir einfach vorhauf.
00:10:34: Sie kommen schon winken aus dem Geburtstag.
00:10:36: Hallo,
00:10:37: genau richtig.
00:10:39: Jeder Verein hat eine Abteilung Trinken und Winke.
00:10:42: Das ist normal.
00:10:46: halbe bühne auftritt ist schon damit sicher?
00:10:51: nein man muss tatsächlich wirklich sehr ernst ernste bewerbungsverfahren durchlaufen.
00:10:58: also muss konzepte haben man muss zeit haben.
00:11:02: es ist ein sehr aufwendiger zeitaufwendiger job.
00:11:07: gesundheitlich muss man es natürlich durchstehen.
00:11:10: Thema Alkohol, man kann das gar nicht schaffen, wenn man sich den ganzen Tag irgendwo kölsch oder so reinzieht, das hat keinen Sinn.
00:11:18: Man muss Konzepte haben, es geht um soziale Projekte, es geht um Spendensammeln für soziale Projekte.
00:11:28: Da sind schon viele Sachen, die damit eine Rolle spielen.
00:11:32: Also
00:11:32: es ist ja auch eine Berufung, muss man glaube ich sagen.
00:11:34: Das ist ja nicht so einfach so, dass man... Könnte ich mal machen und ja, mal gucken, wie ich mir den anderen klarkomme.
00:11:40: Ich glaube, das muss auch passen.
00:11:42: Also wenn man über vierhundert Termine macht, also zumindest habe ich das irgendwo gelesen.
00:11:46: Und zwar ist das ja eigentlich begrenzt auf die Karnevalszeit oder nicht nur.
00:11:50: Aber die Haupttermine wahrscheinlich in der Karnevalszeit, dann haben wir ja wie die Queen oder so was oder wie jetzt King Charles vielleicht so dreitel oder vier Termine in einem Tag.
00:11:57: Oder wie läuft das bei euch?
00:11:59: Ja, in der Tat.
00:12:00: Also es geht eigentlich schon los.
00:12:02: Im Bewerbungsverfahren muss man schon sehr häufig praktisch in Köln vorstellen werden.
00:12:07: Wenn es dann raus ist, ihr seid es, dann läuft immer unter einem extremen Geheimhaltungsmodus.
00:12:17: Das ist ganz schwer, das ganze Geheimzahlen selbst die besten Freunde müssen.
00:12:20: praktisch belogen werden.
00:12:24: Bis zu dem Tag, bis zu dem Tag, wo die Pressekonferenz ist.
00:12:28: Das ist in Köln extrem wichtig, dass dann in dieser Minute erst bekannt wird, wer es wird, welcher Verein das drei Stellen darf.
00:12:37: Und dann ist die die Proklamation erst in Januar.
00:12:41: Da sind dann nochmal vier Monate Vorbereitungszeit, die auch sehr, sehr intensiv genutzt wird mit Tanzvorbereitung, Reden, Vorbereitung, Presse.
00:12:50: Schulungen, Gornat anmessen und alles Mögliche.
00:12:55: Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
00:12:57: Und die eigentliche Prokession ist immer erst Anfang Januar.
00:13:01: Und von Anfang Januar bis Aschermetwoch sind es tatsächlich zwischen vierhundert, vierhundert, achtzig Auftritte, Aufzüge, die wir hatten.
00:13:10: Wir hatten eine etwas längere Session.
00:13:12: Wir hatten erst Anfang März unseren Höhepunkt mit Rosenmontag.
00:13:17: Die jetzige dreige, das jetzt hier dreigestehen hat, äh, den, äh, ein recht kurzes ist, und schon Mitte Februar ist nämlich schon Rosenwundern, bis für die da schon alles vorbei.
00:13:28: Wir hatten ein bisschen mehr Zeit.
00:13:29: Das liegt natürlich daran, ein Schaltjahr oder nicht Schaltjahren, denn dann, wo es zeitlich so eingeordnet ist in diesen Kalendarien, glaube ich.
00:13:36: Das
00:13:37: hat mit Schaltjahren nichts zu tun.
00:13:38: Sondern?
00:13:38: Das ist ein kirchlichem Kalender, das geht nach Ostern.
00:13:41: Ja, okay.
00:13:41: Ach, da
00:13:41: seid ihr kirchlich angehaucht.
00:13:43: Nicht, das ist, äh, so, äh... Aschermittwoch bisschen verrufen und das sind sechs Wochen vor Ostern und das riecht sich nach dem Oster.
00:13:51: Alles klar, okay.
00:13:53: Karneval, das müsstet ihr doch bekannt sein, Ludger, das ist der Abschied vom Fleisch.
00:13:57: Das ist mir schon klar, aber ich wusste nicht, dass man mal kürzer und mal länger auf Fleisch verzichten muss.
00:14:02: Das war mir eigentlich so gar nicht klar.
00:14:03: Ja, aber Ostern ist doch auch immer unterschiedlich
00:14:06: in mir.
00:14:06: Variiert, das ist richtig, da hast
00:14:07: du recht.
00:14:08: Wobei ich mir immer schon die Frage gestellt habe, wonach das variiert, aber wir haben bestimmt ein paar kluge Zuhörer, die uns da aufklären können.
00:14:16: Also gerne mal schreiben, dann brauchen wir nicht googeln.
00:14:20: Ja.
00:14:22: So, aber wenn du jetzt sagst, okay, das ist ein tierisch anstrengend, du hattest eine sehr lange Zeit.
00:14:26: Ich möchte jetzt ja nicht fragen, wie du familiär so unbedingt eingebunden ist, aber du hast gerade schon mal angedeutet mit Job, das ist dann halt doch schon eine schwere Angelegenheit.
00:14:34: Das ist dann besser, wenn man so wie du selbstständig bist oder sagt dann die Familie oder der Rest dann auch, Alter, jetzt zieh das mal durch, aber danach musst du nicht auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.
00:14:44: Nein, das kann jeder für sich natürlich in seine Situation entscheiden.
00:14:49: Bei mir war es sehr gut, dass meine Firma sobald alleine läuft, dass ich mich auch einige Monate mal komplett rausziehen kann.
00:14:55: Das
00:14:56: hätte ich auch gerne.
00:14:59: Entweder ich bin Single, aber es gibt natürlich sehr viele, die auch Familie haben.
00:15:08: könnt ihr das bewerkstelligen, könnt ihr euch um die Kinder kümmern, Firma kümmern.
00:15:13: Das ist ein Grund voraussetzung, sonst brauchen wir sich jetzt gar nicht bewerben.
00:15:18: Weil dann würde dann alles schieflaufen.
00:15:20: also es muss man ja auch wollen.
00:15:21: ich habe jetzt ab und zu es gibt ja so das kennst du ja auch will er so im emsland oder woanders gibt ja auch dann so schützenfeste dann wird der könig ausgeschossen.
00:15:30: es gibt so schützengemeinschaften.
00:15:32: das ist relativ kostengünstig weil viel auch über den verein läuft.
00:15:35: aber es gibt auch schützen die müssen richtig anbeutel.
00:15:39: Muss man ein gewisses Portfolio haben, um da, ich meine, vielleicht kannst du ja das auch mal sagen, gelernt, also ist ja nicht so, dass jeder gleich danach schreit, sowas zu machen.
00:15:48: Nee, ich kann das sogar aus erster Hand berichten, weil ich ja dieses Jahr tatsächlich in meiner alten Heimat im Ton gefolge bin.
00:15:56: Da gibt es den sogenannten Botenbroerler-Ton, das sind also Menschen, Schützen, die noch im Verein sind, aber nicht mehr im Ort leben.
00:16:04: Und so alle zehn Jahre muss man da mal ins Gefolge.
00:16:07: Bei uns im Ort ist es tatsächlich so, dass der Thron sich, ich sag mal so, den Hauptanteil der Kosten aufteilt.
00:16:13: Wir haben auch immer ein relativ großes Gefolge mit so zwanzig Paaren im Schnitt.
00:16:19: Dann ist es nicht so teuer und jeder kann auch König werden.
00:16:23: Aber wenn ich Am Ende, das so mitbekomme, was Michael da erzählt, also dann sind die Schützenfeste vielleicht mal abgesehen von vielleicht Hannover.
00:16:34: Hannover ist ja das größte.
00:16:35: Das größte der Welt.
00:16:36: Unprofessionellste Schützenfest der Welt.
00:16:39: Dann ist das ja auch ein riesen ernsthafter Wirtschaftsmarkt da in der Jäggengegend.
00:16:49: Also wir sind da überhaupt gar nicht mit befasst.
00:16:52: Wenn ich aber höre, dass es da so ein viermonatigen Aufwand in der Vorbereitung geht, das sind ja auch Gelder, die da bewegt werden.
00:17:00: Da ist ja eine Professionalität dahinter.
00:17:02: Also das hat, ich sag mal, vordergründlich sieht das alles sehr spaßig aus.
00:17:07: Aber dahinter scheint es ja eine riesige Maschinerie zu geben.
00:17:11: Das ist natürlich mit den Schützenfressen bei uns nicht vergleichbar.
00:17:14: Absolut.
00:17:15: Klar ist das auch so für das Gefolge.
00:17:18: Man muss sich benehmen und gut auftreten, die Man kommt da in Zwirren und Garn und mit Fliege und die Frauen in schönen langen Wallekleidern.
00:17:27: Aber dann hat sich das auch schon und dann ist eine Woche vorher ein bisschen Aufregung und eine Woche nachher noch Nachbischof.
00:17:34: Aber dann ist es auch alles vorbei.
00:17:36: Aber diese ganze Session, also ich bin ganz erstaunt, dass das also so einen Vorlauf und so einen Nachlauf hat und wahrscheinlich ist dann auch nach Karneval schon immer wieder vor Karneval.
00:17:49: Also ich finde das sehr beeindruckend.
00:17:50: dass es da auch dieses Auswahlverfahren gibt, wo man dann seine Eignung aufzeigen muss.
00:17:57: Also mich erstaunt das sehr.
00:17:59: Hätte ich nie gedacht, aber darum fanden wir es ja auch so interessant, das mal zu hören von einem echten Mitglied des Dreigestirns, was da eigentlich drum und dran hängt.
00:18:09: Und dass der dann auch noch von Norderney kommt.
00:18:11: Also das fand ich schon irgendwie.
00:18:14: Also die Anti-Karnevals-Hochburg, also hier kommen wir alle her, die ihm genau kein Karneval erleben möchten.
00:18:21: Und dann gibt es hier genau einen Menschen, der ist Teil des Dreigestirns.
00:18:25: Ich fand das mega.
00:18:27: Da muss man nochmal dazu sagen, du hast es ja gerade schon mal angedeutet, dieses auch was Willem gerade gesagt hat, es ist ja auch ein Wirtschaftsfaktor für Köln.
00:18:35: Man darf das nicht unterschätzen, wieviel Zehntausende oder Hunderttausende nach Köln reisen nur um zum Beispiel den Rosenmonat, den Montagsumzug oder auch in den Tagen davor, alles andere sich anzugucken, durch die Kneipen zu ziehen, zu essen, zu trinken, zu lachen, das ist ja ein Wahnsinn.
00:18:53: Ich kenne damals, als ich noch beim NDR gearbeitet habe, die ist jedes Jahr
00:18:58: mit
00:18:59: zwei Freundinnen nach Köln gefahren und hat da drei Tage Vollgas gegeben und durchs Brett getreten.
00:19:07: Also das darf man glaube ich nicht unterschätzen.
00:19:09: Also die Dimensur sind auch weiter aus größer.
00:19:12: Es gab eine Studie, dass der allein in Köln der Karneval ein Wirtschaftsvolumen von mehreren hundert Millionen hat.
00:19:20: Wahnsinn.
00:19:22: Alleih zu großem Montagsuch kommen mehr als eine Million Menschen zu Besuch.
00:19:26: Mehr als eine Million an einem Tag.
00:19:28: Einen Tag.
00:19:29: Die Session beginnt ja ab Anfang Januar und da ist praktisch fast jeden Abend irgendwo in welchen allen möglichen Seelen vom riesengroßen Gürze nicht und Köln Arena bis hin zum Fasal.
00:19:41: Fast jeden Abend Karnevalsveranstaltung, jeder Verein, jede Kneipe, jede Innung.
00:19:48: Die machen Sitzungen, es ist Bälle, die klassischen Sitzungen.
00:19:54: Dann haben Partys, Kneipen, Karneval.
00:19:58: Der Straßenkabel, der Höhepunkt, ist ja erst ab Weiber fast nachts bis zum Rosenmontag oder den Dienstag, dann noch die Schul- und Fehlzüge.
00:20:08: Das ist erst am Aschermittwoch vorbei.
00:20:10: Aber das geht ja über viele Wochen und Monate.
00:20:13: Und es ist ja nicht nur Kamelle, Kostüme, Kneipen.
00:20:17: Hotels, Gastronomie, was da alles dran hängt.
00:20:20: Das ist ein Riesenwirtschaftsfaktor.
00:20:22: Und Köln ist einfach die größte Hochbruch in ganz Europa.
00:20:27: Das muss man so sehen.
00:20:28: Das hat auch eine Ausstrahlung, die, das habe ich selbst erlebt, von welchen Medien über uns berichtet worden ist.
00:20:37: Es ist, fünfzehn Länder aus Europa haben über uns berichtet.
00:20:42: Gibt es auch eine Statistik?
00:20:42: so was, was wird getrunken, was wird gegessen, wie viele Kinder werden gezeugt?
00:20:47: Also das ist ja auch, da geht es ja auch Remi Demi, das heißt ja auch so ungefähr so, was im Karneval passiert, das bleibt noch am Karneval.
00:20:53: Das ist richtig, der Amarsch war mit.
00:20:54: Voch ist alles vorbei, der wird alles vergehen, gibt es das Arschekreuz und dann ist alles vorbei.
00:20:59: Es gibt also sicherlich Wirtschaftsstatistiken, wie viele Kinder im Endeffekt dabei rauskommen, weiß ich nicht und was drunken wird.
00:21:07: wird auch, glaube ich, nicht jeden mehr erzählt.
00:21:09: Aber wie gesagt, am Aschermildvor ist alles vorbei und das kommt aus dem Katholizismus.
00:21:13: Da gibt es das Aschekreuz, da wird alles vergehen.
00:21:16: Alles verziehen.
00:21:17: Ja, guck mal, so ein paar Vorteile hat der Katholizismus dann ja doch noch für euch da, ne?
00:21:22: Also auf der anderen Seite kann man ja auch sagen, es ist eine Kultur.
00:21:25: Also das ist ja auch, man kann das ja belächeln oder man kann sagen, da habe ich nichts für übrig, aber es ist ja eine Kultur, die es ja auch schon viele Jahrhunderte gibt.
00:21:32: Gibt es den noch, ich meine... Wir wissen ja dann auch, dass z.B.
00:21:35: Mainz ist Karneval groß in Düsseldorf, in Köln, in Bayern in Teilen auch.
00:21:39: Aber was ich vorher auch nicht wusste, das habe ich beim Ende Erdern gelernt.
00:21:42: Der viertgrößte Straßenumzug.
00:21:45: der der Karnevalszeitläufer, der in Brauenschweig, der Schodufe, da muss ich dann immer so arschkalt auch so ein Ding sitzen und diesen ganzen, diesen, diesen ganzen Umzug erklären.
00:21:56: Und da hat man doch schon eine Menge gelernt.
00:21:58: Wird ja mit der Folgen gesagt, bei der Ernsthaftigkeit.
00:22:00: Wie ernsthaft darfst du denn sein und wie ernsthaft musst du das betreiben, damit du das überhaupt überstehst?
00:22:05: Die Bewerbungen haben wir vorhin schon gehört.
00:22:07: Aber wie kniesst du dich da rein?
00:22:09: Was musst du tun?
00:22:10: Also wir müssen erstmal... Man muss sich bewusst sein, das Dreigestirn ist der höchste Repräsentant der Stadt Köln neben dem Oberbürgermeister.
00:22:21: Es gibt ein Verfahren am Ende des Ausfallverfahrens, wenn man das Festkomitee sagt, ihr seid es, da muss offiziell immer noch der Oberbürgermeister oder Oberbürgermeister hin abnicken, also genannte Abnickabend.
00:22:35: Sie hat also noch veto Recht.
00:22:38: Das ist tatsächlich wohl
00:22:39: auch... Hat das Amt das auch schon mal genutzt, dieses V-Torell?
00:22:44: Es
00:22:44: soll mal irgendwann mal in vor vielen, vielen Jahren mal tatsächlich stattgefunden haben.
00:22:50: Aber es ist ein kleiner, geselliger, auch noch untergeheim Haltung stattfindender Abend.
00:22:57: Und die Oberbürgermeisen hat sie dann uns drei ganz tief in die Augen geschaut und ganz ernsthaft gesagt, so Jungs, wir sind jetzt ein Team.
00:23:07: und lassen wir so sparsam geguckt haben, sagt sie, wir sind die höchsten Repräsentanten der Stadt Köln bis Aschau Mittwoch, wir vier.
00:23:14: Da muss man sich einfach darüber klaren sein und man muss dementsprechend einen Auftreten haben, einen Verhalten haben, was dieses Abend dann auch entspricht.
00:23:27: Man will sich und die Stand natürlich dann entsprechend auch gut präsentieren.
00:23:31: Es ist also nicht nur Jokus, sondern es ist auch Ernsthaftigkeit dahinter.
00:23:34: Ja, natürlich, natürlich.
00:23:35: Der Hintergrund ist natürlich, Joghursquatsch, Karneval ist ja spart haben, aber es hat auch sehr, sehr viele soziale Effekte.
00:23:47: Diese vierhundertachtzig Termine, die ich genannt habe, sind ja nicht nur auf irgendwelchen Bühnen oder irgendwelchen Partys redenhalten und trinken, winken, wie man so schön sagt, sondern es gibt eine ganze Menge und das ist fast ... Drittel oder fast ein Drittel der Termine, wie es im sozialen Bereich ist.
00:24:06: Wir besuchen Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser, Hospiz.
00:24:11: Und durch unsere Anwesenheit und das Auftreten des Dreigestehens in den Ornaten bringt sehr vielen Rheinländern, speziell Kölnern, unglaublich viel Spaß, nicht nur Spaß, sondern auch Wertschätzung.
00:24:28: Und man muss sich vorstellen, man kommt zu einem kranken Kind ans Bett.
00:24:33: Und dann kommt plötzlich die Jungfrau oder der Prinz rein und spricht mit einem Persönlich selbst aus Bett.
00:24:40: Ich selber habe das auch oft erlebt, ich bin ein Hostbeats bei einem Mann so und so.
00:24:46: Ja, wie ist es?
00:24:48: Und dann gucken wir uns gemeinsam einen Rosenmontopfzug an und dann sagt, ach Jung, dann bin ich nicht mehr da, aber schön, dass du da bist.
00:24:55: Es ist für einen Rahnländer extrem.
00:24:59: Der
00:25:00: emotionalen Moment.
00:25:01: Genau.
00:25:02: Das wird gerne vergessen, dass Karneval allgemein einen sehr großen sozialen Effekt hat.
00:25:09: Jeder Verein engagiert sich in der Gesellschaft, in sozialen Projekten, für Altersheime, für Kindergärten, für Menschen, die es nicht so finanziell nicht so können, auch Veranstaltungen durch.
00:25:23: Das ist auch Karneval.
00:25:24: Nur das wird gerne oder nicht gerne gezeigt.
00:25:28: Die Medien bringen es nicht rüber, aber
00:25:29: das wollte ich gerade sagen.
00:25:30: Das
00:25:30: ist ein großer Teil des Kameras.
00:25:33: Oftmals stürzen sich ja Fernsehradien alle auf das Unterhaltsame, sage ich jetzt mal so, und nicht auf das, was im Hintergrund läuft.
00:25:41: Ich glaube, im Rheinland wird das schon noch gemacht.
00:25:45: Keine Wahl als Kind.
00:25:46: Wir haben jetzt gerade mit Michael gesprochen, wie ernsthaft das sein kann.
00:25:50: In Ensland, also ich kenne es aus der damaligen Zeit auch nicht so.
00:25:53: Ich weiß, dass es in Papenburgenvereinen gibt, aber oder in Dammel oder in Osnabrück auch, aber so richtig so mit Vereinen in den kleineren Städten habe ich zumindest bewusst nicht erlebt.
00:26:03: Das hat sich für uns eigentlich immer auch durchs Fernsehen damals mehr oder weniger aus Rheinland konzentriert.
00:26:10: Nee, also Karneval in meiner Kindheit war Freitagsabend, Mainz bleibt Mainz, da wurde immer geguckt, das war so eine Familien-Sendung, da kann ich mich dann erinnern.
00:26:20: Sie singt und lacht, ne?
00:26:22: Genau.
00:26:22: Sie singt
00:26:22: und lacht, also das ist so meine Kindheitserinnerung an Karneval und natürlich der Schulkarneval.
00:26:26: Der Rosenmontag, ne?
00:26:27: Ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich
00:26:29: hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich
00:26:30: hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's,
00:26:31: ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich hab's,
00:26:33: ich hab's, ich hab's, ich hab's, ich Ja, also dann ging's ja noch.
00:26:34: Aber wenn meine Mutter im Kopf kam, dieses Jahr könnte man alle klauen sein.
00:26:38: Also dann war man ja schon, dann war man auch der Klauen.
00:26:42: Also nein, das war furchtbar.
00:26:43: Also wenn man als Cowboy und Indiana konnte man, darf man ja gar nicht mehr sagen, konnte man aber dann ja noch ordentlich auf dem Schulhof spielen.
00:26:55: Aber alles andere ging ja schon gar nicht mehr.
00:26:57: Und ich bin bis heute ein Mensch, der sich überhaupt nicht gern verkleidet.
00:27:01: Ich musste vor zwei, drei Jahren Noch zu so einer Achtziger-Party, wo man dann in so Jogginghose und weiß ja wohl
00:27:09: so
00:27:10: aerobik Zeit, Stilwand und diese schönen Sachen.
00:27:13: Also ich habe mich dermaßen unwohl gefühlt.
00:27:16: Es ist überhaupt nicht meine Welt, ich sage aber, ich bin für Karneval einfach zu Norddeutsch.
00:27:22: Insofern fand ich es ja auch so faszinierend, dass ein Nordernäher der Bauer ist.
00:27:26: Wobei mir die ganze Zeit schon die Frage auf der Zunge hängt, warum sind das eigentlich drei Männer?
00:27:33: Hat das einen Grund?
00:27:34: Also da ist ja auch eine Jungfrau dabei.
00:27:37: Warum darf das keine Frau sein?
00:27:39: Oder ist das keine Frau?
00:27:42: Ja, wenn ich so ein bisschen aus der Historie des Kölner Karnevals, spezielles Kölner Karnevals, sprechen kann.
00:27:50: Daher kommt das Dreigestirn in Köln, in anderen Städten ist es ein Prinzenpaar, das ist etwas anders.
00:27:59: Und zwar liegt es daran, der organisierte Karneval war früher nur den Männern vorbehalten.
00:28:09: Es war ausschließlich in den großen Vereinen immer nur Männer da.
00:28:13: Und die mussten alle Rollen immer mit Männern besetzen.
00:28:17: Okay.
00:28:18: Weiberfastnacht ist eine andere Sache.
00:28:20: Da sind die Weiber mal losgezogen.
00:28:22: Das ist dann der spezielle Tag, wo die losziehen durften.
00:28:26: Und aus der Historie sind die drei Figuren, die den Kölner Karneval repräsentieren, natürlich auch Männer.
00:28:33: Der Bauer ist die Wehrhaftigkeit der Stadt, der Beschützer der Stadt.
00:28:38: Er hat auch symbolisch die Stadtschlüssel.
00:28:41: an seinem Ornat.
00:28:43: Der Prinz ist der Heldkarnewald, war es ursprünglich mal gedacht, der das ganze repräsentierte.
00:28:49: Und die Jungfrau steht für die Schönheit und für den nahen Spiegel, er hat ja den Spiegel als Symbol.
00:28:57: Und die Jungfrolligkeit, die Stadt Köln, ist nie erobert worden.
00:29:04: Somit sind diese drei Figuren Symbole der Stadt Köln.
00:29:11: Willem Blasser gerade gesagt, sind drei Männer?
00:29:14: Wir leben natürlich in Zeiten, Gender.
00:29:17: Diskussion etc.
00:29:18: etc.
00:29:19: wird das irgendwann mal aufgeweicht.
00:29:21: Es gibt zum Beispiel so bestimmt das Schaffermal und andere, wo normalerweise nur Männer drin waren.
00:29:26: Mittlerweile sitzen da auch Frauen drin.
00:29:28: Wie ist es beim Kölner Karneval?
00:29:31: Wird das irgendwann sich mal lockern?
00:29:32: oder sagt ihr, das bleibt so.
00:29:34: Frauen haben Alweiber fast nacht und wir Männer haben den Karneval.
00:29:37: Also im Prinzip.
00:29:38: Also es gab in der Nazi Zeit tatsächlich den Fall, dass die Nazis verboten haben, dass Männer und Frauen rollen.
00:29:47: Das gab also dann dadurch auch Frauen.
00:29:51: Aber man hat die Tradition wieder auflegen lassen.
00:29:53: Die Diskussion ist tatsächlich da.
00:29:57: Es gibt auch Frauengarten mittlerweile in Köln, die sich auch bewerben.
00:30:02: Und laut Satzung ist es durchaus möglich, dass Frauen auch einen drei Gestern stellen.
00:30:10: Es muss jedoch das vernünftige Konzept passen und die Konsolation, das steht denen frei, sich zu bewerben.
00:30:19: Es sind doch schon Bewerbungswahl gewesen.
00:30:24: Also es gibt keine Regel, die das verbietet.
00:30:26: Okay, verbietet.
00:30:28: Okay.
00:30:29: Das ist ja übertragbar.
00:30:31: wieder zu den Schützefesten.
00:30:33: Luca, das kennst du ja auch, die Diskussion darf eine Frau den König schießen oder die Königin schießen.
00:30:39: Also das lockert sich ja auch immer mehr auf.
00:30:41: Und in immer mehr Orten gibt es dann auch die Königin, die dann den goldenen Schuss quasi den Erdler abgeschossen hat.
00:30:50: Also da tut sich dann doch Gott sei Dank auch was.
00:30:53: Ich war Spießmord zum Beispiel, der Blütenkönigin.
00:30:55: Das war über sieben, über fünfzig Jahre eine Blütenkönigin.
00:30:58: Mittlerweile gibt es in diesem Jahr das erste Mal.
00:31:00: Oder im letzten Jahr muss man dazusagen, der ist ja noch bis zum Sommer soweit.
00:31:03: Es gibt es zum Blütenkönig, also auch da.
00:31:05: hat sich das auf die andere Seite so ein bisschen gedreht.
00:31:08: Wir haben ja vorhin nochmal darüber gesprochen, Traditionen.
00:31:10: Wenn man jetzt eure Costume so sieht, die sind ja individuell, jeder zieht sich ja das an, was ihm erstens auf den Leib geschneidert wurde und zweitens, wie es vielleicht Farbkombinationstechnisch ja auch sein muss.
00:31:24: Aber das ist doch wahrscheinlich auch etwas, was nicht ganz günstig ist.
00:31:26: Ich glaube, mit dem Smoking kann man das nicht vergleichen, weil da sind ja viele Sachen dran, die dann auch zu der jeweiligen Figur passen müssen.
00:31:34: Also für nächster mal haben wir kein Kostüm.
00:31:36: Wir haben ein Ornat.
00:31:40: Und da ist.
00:31:40: jedes Detail ist seit vielen, vielen, vielen, ich schätze mal seit hundert Jahren immer das gleiche.
00:31:47: Das ist festgeschrieben.
00:31:51: Der Bauer beispielsweise, um von mir zu sprechen, hat einen Riesenhut mit hundertfünffünfzig Federn, zweierfünffünfzig Federn dran.
00:32:01: Der Prinz hat seinen Hut mit seinen Federn, Stromfosen und die Jungfrau hat einen Kleid mit einem Spiegel, eine Krone und es sind Zöpfe.
00:32:12: Das ist festgeschrieben.
00:32:13: Da kann man auch nichts ändern.
00:32:17: Im Übrigen steht das Ornat tatsächlich auf Norderney im Schaufenster.
00:32:24: Und so bin ich überhaupt erst aufmerksam geworden, weil ich die ganze Zeit immer dachte, was steht da in diesem Schaufenster?
00:32:30: Irgendwann bin ich mal mit dem Rad stehen geblieben und hab gedacht, das muss irgendwas Kannevalistisches sein.
00:32:35: Hab mir aber auch gar nicht weiter was dabei gedacht.
00:32:38: Aber man muss wirklich sagen, wenn man mal vor so einem Ornat steht,
00:32:42: das ist wirklich
00:32:43: beeindruckend.
00:32:44: Das glaube ich, das glaube ich.
00:32:45: Darf man das denn, wenn die Session abgelaufen ist, dürfte man das weiter tragen oder ist dann finni?
00:32:53: Das ist genau der Grund.
00:32:55: Das Discord-Naht wird jedes Mal nach Maß geschlagen auf die jeweilige Person.
00:33:01: Ist sehr, sehr teuer, sehr aufwendig.
00:33:04: Und darf nach Aschermittwoch nie wieder privat getragen werden in der Öffentlichkeit.
00:33:09: Ich kann es zur Schau stellen, viele Stellen.
00:33:11: Du kannst den
00:33:11: Schlafzimmer ein bisschen vom Spiegel rumtanzen
00:33:13: oder sowas.
00:33:14: Ja, es gibt immer nur ein Dreigestirn, das amtierende.
00:33:18: Und deswegen dürfen es nicht zwei Menschen... Gleichzeitig geben, deswegen viele Stellen das Vereinen oder in der Gastromierer Museen zur Verfügung.
00:33:30: Ich habe es jetzt bei mir im Schaufenster stehen und es hat einen wunderbaren Effekt.
00:33:35: Wir wissen alle hier auf Norderney ist das halbe Rheinland zu Besuch und macht Urlaub.
00:33:41: Man kann sich das kaum vorstellen, aber jeden Tag bis heute stehen fünf bis zehn mal Menschen vor den Schaufenster, fotografieren das, kommen teilweise rein.
00:33:49: Ach, da ist er ja, ich habe einen Karneval, ich habe Fernsehen gesehen, da darf ich nochmal ein Selfie machen.
00:33:54: Also es ist also für ein Rheinländer sehr überraschend, aber wieder ein kleines Stück Wir-Gefühl und Heimat hier auf Norderney.
00:34:04: Da haben wir auch darüber gesprochen, wir haben schon oft, dass die Leute ja gerade aus Norderney-Westfalen sehr, sehr verbundene Gäste mit mit Norderney sind.
00:34:13: Wenn sie sowas sehen, ist schon ganz toll.
00:34:15: Auf der anderen Seite, du hast es jetzt bei dir ein Schaufenster gestellt.
00:34:20: Das heißt, für dich ist das ja Geschichte.
00:34:23: Was hat es dir denn persönlich gebracht, tatsächlich dann in diesem drei Gestieren gewesen zu sein?
00:34:27: Es ist ja eine ganz besondere Ehre.
00:34:28: Es ist
00:34:30: eine Ehre.
00:34:31: Es war im Ziel eines jeden Kanalisten, wenn er sich, wenn er die Möglichkeit hat, das auch zu werden.
00:34:37: Und die Ehre und Aussagen, das ist unglaublich.
00:34:41: Und wir sind, ich sage immer wir, weil wir immer als Trifodium, als Dreigestirn ja auftreten, wir sind Personen des öffentlichen Lebens in Köln gewesen.
00:34:53: Und ich dachte immer am Aschermitt, wo ist alles vorbei.
00:34:56: Ich bin ja jetzt auch zwischendurch wieder auf den Köln gewesen und auch aktiver Cannibalist jetzt in der laufenden Situation.
00:35:04: Nein, man ist nach wie vor einmal König sozusagen oder einmal Dreigestirn, immer Dreigestirn.
00:35:11: Man ist wirklich noch ein, ja ich will nicht sagen Star, aber es ist ein, ein Erlebnis.
00:35:19: Tür und Tor wird noch immer geöffnet.
00:35:21: Man ist immer noch, er würde dich gegenüber der Person, die dieses Ornat tragen durfte und dieses Amthaline hatte.
00:35:29: So jetzt können ja viele nicht verstehen, ich glaube gerade die Kölnerinnen und Kölner, dass man aus Köln zum Karneval abhaut.
00:35:35: Aber das ist, glaube ich, auch ein riesen Vorteil für die Insel, weil wenn man schon weggeht, dann gehen wir noch ein bisschen weiter weg.
00:35:41: Und es gibt sicher auch andere, die in Richtung Süden fliehen, aber es gibt viele, die in dem Zeitraum nach Norderney kommen.
00:35:48: Hat das auch eine Tradition, dass das sozusagen Norderney so eine Fluchtburg ist, wenn man tatsächlich sich vom Kölner Karneval oder Düsseldorf Karneval so ein bisschen verdrücken will?
00:36:01: Ja, das hat sogar eine große Tradition, also wir sagen immer so halbwegs fängt die Saison vor Ostern schon wieder so ein bisschen an, gerade wenn die Karnevalisten oder die davor fliehen kommen.
00:36:17: Ich habe jetzt noch nie oder wir haben hier noch nie erhoben, was genau sind das denn für Menschen, die dem Karneval empfliegen?
00:36:24: Ich glaube, dadurch, dass wir immer globaler und flexibler werden, sind das natürlich auch viele Menschen, die dahin ziehen, vielleicht mit dieser Kultur des Karnevals, so wie ich, dann eben auch nicht vertraut sind und eher auch keine Beziehung dazu entwickeln können.
00:36:43: Das sind sicherlich auch Menschen, die, ich weiß nicht, ob das Kölner Urgestein tatsächlich vor dem Karneval fliehen würde.
00:36:54: Kann ich nicht sagen, also wir haben ja auch viele Menschen hier, die auch eine Kontemplation suchen, nicht nur Urlaub machen, sondern sich auch krank fühlen, vielleicht psychisch etwas eingeschränkt sind, irgendwas mit sich rum tragen, Trauerfall diest das.
00:37:14: Also das kann alles mögliche sein, was dazu führt, dass man im Grunde dem Karneval im Fliet war, man gerade das feiern.
00:37:23: und viel Musik und viel Trubel nicht erträgt oder nicht haben möchte.
00:37:28: Da gibt es sicherlich unterschiedliche Motivationen.
00:37:32: Aber es gibt ja genauso viele Menschen, die aus dem Kulturkreis gar nicht stammen und gezielt.
00:37:38: wie das hier auch schon gesagt wurde, dahin fahren, um das mal zu erleben und mitreden zu können.
00:37:43: Also es gibt sowohl die Bewegung hin zum Karneval, die eigentlich das ganze Jahr mit dem Karneval nix zu tun haben, wie vielleicht auch die Umgekehrte.
00:37:53: Und davon profitieren wir als Inseln.
00:37:55: Also es ist ja nicht nur nur der Neis, sondern die Inseln sind alle recht gut besucht.
00:38:00: Und wenn nochmal so ein bisschen Wasser dazwischen ist, fällt es vielleicht auch leichter, den Abstand zum Karneval zu gewinnen.
00:38:07: Michael kann das natürlich gar nicht verstehen.
00:38:08: Auf der anderen Seite.
00:38:09: Doch, doch, doch.
00:38:11: Ich kann das sehr gut verstehen.
00:38:12: Es gibt ja auch eine Zeit, wo ich noch nicht so aktiven Karneval war.
00:38:17: Viele im Rheinland haben viele Menschen tatsächlich über die sechs tollen Tage teilweise frei.
00:38:26: Und wenn die nicht ganz so intensiven Karnevalisten sind, nutzen sie auch das lange Wochenende gerne schon mal kommen.
00:38:33: Wir fahren eben die drei Stunden an die Nordsee nach Norderney.
00:38:38: Ich habe das selber früher auch zahlweise gemacht.
00:38:41: Und was haben wir hier oben erlebt?
00:38:44: Dann kommen die Karnevalsflüchtlingen hierher.
00:38:48: Denießen den Strand, die Ruhe.
00:38:50: Und was wollen sie abends in den Kneipen für den Musik hören?
00:38:54: Das ist ja das Witzige dabei.
00:38:56: Aber die intensiven Kanalisten, die am Aschermittwoch durch sind, genießen auch gerne mal ein paar Tage an der See, um sich wieder zu regenerieren.
00:39:09: Das habe ich auch ein paar Jahre gemacht.
00:39:11: Am Aschermittwoch dann nochmal eine Woche hier oben herzufallen, kommen wir atmen wieder durch.
00:39:17: Also das gibt es solch und solche.
00:39:19: Denn ein steht fest, egal ob Köln, Düsseldorf oder Mainz, in den Hochburgen kann man sich den Karneval nicht entziehen, wenn man dort lebt.
00:39:30: Das kann man sich von hier aus, glaube ich, gar nicht vorstellen.
00:39:32: Ich habe auch in Düsseldorf auch einige Jahre gelebt.
00:39:37: Selbst wenn man sagt, ich will mit Karneval nicht, ich will mich nicht verkleiden, ich will keine Karnevorsken zu können.
00:39:42: Man geht in den Supermarkt, man hört von morgens bis abends kein Wort.
00:39:44: Auf der Straße sind kostümierte Uniformierte, die zu ihren Auftritten, zu ihren Veranstaltungen gehen.
00:39:50: Man kommt einen sechstollen Tag in die Bankreihe, der Bankdirektor steht plötzlich als Zuhälterverkleidet vor einem.
00:39:57: Man kann sich dem nicht entziehen.
00:40:00: Alle sind in der Straßenbahn überall, also entweder man hasst es oder man liebt es.
00:40:07: Und dann gibt's so Verrückte wie du oder wie dich, dass du dann sagst, ja, okay, jetzt ist Aschern Mittwoch, dann setze ich mich in Flieger und fliege jetzt auch nochmal nach Rio de Janeiro, um dann auch noch mal Karlewald zu feiern.
00:40:18: Ah,
00:40:18: gut recherchiert.
00:40:20: Wir wissen darauf gekommen, dass du gesagt hast, ich schwöre nicht genug, ich muss nochmal Vollgas geben.
00:40:26: Das nennt man Konkurrenzbetrachtung.
00:40:28: Man muss auch wissen, wie es anders gemacht wird.
00:40:31: Das
00:40:31: ganze Gegenteil, das ganze Gegenteil.
00:40:34: Es gibt verschiedene Partner.
00:40:36: Es steht in Düsseldorf beispielsweise, der Partner, Kalmasregion Ten Riffer.
00:40:43: Man tauscht sich aus.
00:40:44: Köln hat zwar schon Verbindung zu Deutschen, Karnevalshochbogen, auch zu Venedig, aber das sind immer alles natürlich groß und klein.
00:40:54: Die einzige große, gleich große oder halbwegs gleich große Bedeutung an Karnevals hoch wurden, ist tatsächlich Rio.
00:41:03: Und ich hatte während meiner Karnevalzeit mit meinem Adjudanten im Auto besessen, oh, Karneval in Rio, das ist ja was Tolles.
00:41:12: Ja, sagt mein Adjudant, das kenne ich, da war ich schon mal beruflich, da habe ich auch so Kontakt.
00:41:17: Da würde ich immer gerne hinfallen, alleine schlafe ich tatsächlich so so nicht.
00:41:20: Da muss man mal zusammenfahren.
00:41:23: Ich sag ja, aber es ist doch zeitbleibig mit unserem Karneval.
00:41:25: Ja, aber es gibt da immer noch eine Parade am Samstag nach Aschermittwoch.
00:41:30: Ich sag hast du noch fünf Tage Urlaub?
00:41:32: Wir haben so eine tolle Zeit erlebt, wir machen da was raus, wir fahren nochmal fünf Tage ganz spontan nach Aschermittwoch, nach Rio und erleben den Karneval dort.
00:41:41: Das ist ein Ding.
00:41:42: Und daraus ist tatsächlich jetzt ein Projekt entstanden.
00:41:46: Wir haben dort Kontakte knüpfen können und wir haben... den Verband Rio Karneval mit dem Kölner Karneval jetzt zusammengebracht.
00:41:57: Ich bin sozusagen, das ist mein neues Projekt, Verbindungsoffizier zwischen den beiden Karnevals Hochburgen.
00:42:03: Geht Schlimmeres.
00:42:04: Und wir werden tatsächlich jetzt am Aschermetwoch mit einer ersten fünfzigköpfigen offiziellen Karnevalsdelegation nach Rio fahren.
00:42:15: uns dort den Karlweil anschauen.
00:42:17: Wir haben Verabredung mit dem Bürgermeister, mit dem Festkomitee dort.
00:42:22: Wir werden sogar an der Parade teilnehmen.
00:42:24: Schauen wir uns natürlich Rio, die Verbeeras an und machen dort einen kleinen, reinischen Rio-Karlweil.
00:42:31: Ja, spannend.
00:42:32: Es ist total spannend.
00:42:34: Apropos Partnerschaften, ich habe das irgendwie mal mitbekommen, dass man als Verein auch durchaus sich bewerben kann, um in so einem Umzug auch selbst teilzunehmen.
00:42:47: Also die kommen in Teilen auch aus ganz Deutschland.
00:42:50: Ist das richtig?
00:42:51: Oder habe ich mich da irgendwie verhört?
00:42:54: Also ich könnte mich zum Beispiel mit einem Norderneyer Verein bewerben, um dort als irgendwie Themengruppe mitzulaufen.
00:43:04: Ist das richtig?
00:43:04: Nein.
00:43:05: Das ist in jeder Stadt anders organisiert.
00:43:08: Ich weiß, dass zum Beispiel es gibt in Düsseldorf einen Friesenverein.
00:43:14: Und die laufen tatsächlich dort in Düsseldorf mit.
00:43:18: In Köln ist das anders.
00:43:20: Da kann man als Gastverein eines Kölner Karnevalsvereins mitlaufen.
00:43:26: Das muss aber über den dortigen Verein mit Organisierten angemeldet werden.
00:43:32: Das heißt, als Norderneyer müsste man sich dann einen Kölner Karnevalsverein irgendwie anschließen oder verbinden.
00:43:41: Und wenn der Verein sagt, das ist eine tolle Sache.
00:43:44: Die würden wir als Gäste mal gerne mitnehmen.
00:43:46: Sonst ist es in Köln sehr, sehr schwer.
00:43:48: Man muss sich vorstellen, es sind schon hundertneunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund und auch zum Teil Insulaner, mit Düsseldorf und Kölner Kawa.
00:44:17: Ich selber habe genug Freunden bekannte, die immer regelmäßig kommen.
00:44:22: Dort wo ich jetzt, wo wir als Tragischön aufgetreten sind, war hier unter den Nordrhein-Neif-Flacke zu sehen, bzw.
00:44:28: in der Kölner Arena stehen fünfzehntausend Menschen da und wir marschieren ein und eines riesen Schildes.
00:44:33: Wir grüßen unseren Bauern aus Nordrhein-Neif.
00:44:38: Das war so, Norderney ist ja tatsächlich ein großes Thema gewesen.
00:44:43: Zum ersten Mal ist ein Dreigestirn nicht aus Köln gekommen, denn der Prinz und der Bauer und die Jungfrau sind alle drei nicht aus Köln.
00:44:52: Die Jungfrau kam sogar aus Düsseldorf, der Bauer aus Bonn, der Prinz aus Bonn und ich aus Norderney.
00:44:57: Wir haben aber auch daraus eine Tour gemacht.
00:44:59: Wir haben schon im Bewerbungsverfahren gemacht, daraus einen schönen Film gedreht und haben gesagt, wir möchten.
00:45:06: Wir holen die Welt nach Köln.
00:45:11: Das fand der Festkomitee sehr schön und wir haben sogar mit einem kleinen Augenzwingen etwas noch eine Besonderheit erwirten können.
00:45:21: Es gibt immer ein großes Banner, das im Drei gestehen vorweggetragen wird und wir haben in den Banner die drei Städte Wappen mit eingearbeitet.
00:45:31: was sehr, sehr ungewöhnlich ist, so wie es ist, dass Norderneyer Städte zum allerersten Mal auf einer großen Karnevalsbanner vertreten.
00:45:41: Ja, wenn das nächste ist, also... Da kann man
00:45:43: auch stolz sein, oder?
00:45:44: Da kann man auch Norderney stolz sein, würde ich sagen.
00:45:46: Norderney mitten im Karneval.
00:45:47: Ja.
00:45:49: Herr Lodich, ich habe damit Werbe für Norderney gemacht.
00:45:52: Kann man das irgendwie bei Ihnen irgendwo unterbringen?
00:45:55: Ja, das müssen wir noch mal gucken, ob wir das absetzen können.
00:45:59: Was mich noch mal wirklich interessiert, also auf diesen Umzügen sind ja immer diese riesigen Mottowagen.
00:46:07: Wer baut die eigentlich?
00:46:09: und das ist doch auch ein Riesenwirtschaftsfaktor, also die kostet noch unheimlich Geld.
00:46:14: Die sind ja immer sehr aufwendig gemacht.
00:46:17: und wie lange dauert sowas und diese Themen, wer bestimmt das?
00:46:22: und also das würde mich wirklich mal interessieren, wie da der Hintergrund ist oder wie das funktioniert.
00:46:29: Das ist ein sehr, sehr spannendes Thema.
00:46:32: Ich kenne mich da ja in sehr, sehr gut in Köln, logischerweise, aber auch in Düsseldorf aus.
00:46:37: Ich war ja in Düsseldorf auch schon mal kann, weil es selte Prinz.
00:46:41: Da gibt es zwei Konzepte.
00:46:43: In Köln ist es so, dass diese großen Prunkwagen der Gesellschaften sind unglaublich aufwändig und die werden für zehn bis fünfzehn Jahre gebaut.
00:46:53: Mit sehr, sehr viel Geld.
00:46:54: Das ist also schon wirklich sechstellig, was so ein Wagen kostet.
00:46:58: Wahnsinn.
00:47:00: Der wird allerdings dann über vierzehn Jahre so gebaut, dass der immer nur mit frischen Pflanzenblumen usw.
00:47:06: aufgehüpft wird jedes Jahr.
00:47:10: Es gibt dort einige Wagen, die ein Motto wagen, das heißt aktuell politische oder gesellschaftspolitische Themen aufarbeitet, die dann für kleinere Gesellschaften auch zur Verfügung gestellt werden, die dann keinen eigenen Wagen haben, aber sich darauf auch präsentieren können.
00:47:29: In Düsseldorf sieht das ganz anders aus, da wird jeder Wagen jedes Jahr neu gebaut, auch die Gesellschaftswagen mit Hand.
00:47:38: und viel Kleinarbeit machen das freiwillige Ehrenamtler oder mit Unterstützung des berühmten Jack Tillis, der mittlerweile weltweit bekannt ist für seine bissigen Mottowagen.
00:47:53: Da ist Düsseldorf ein bisschen, ja, bissiger.
00:47:57: Die haben also wirklich sehr große aufwendige politische Gesellschaftspolitisch kritische Wagen, die der Jactyl dann baut, die auch sehr, sehr geheim
00:48:09: sind.
00:48:09: Ist das Michael auch der?
00:48:10: Ich habe doch jetzt gerade irgendwo gelesen, dass der russische Präsident so einen Wagenbauer verklagt wegen Beleidigung.
00:48:17: Ist
00:48:18: das der?
00:48:19: Das ist er.
00:48:20: Okay.
00:48:20: Wegen dieser Bissigkeit und der weltpolitischen Kritik, die da auch aus Narobatz sozusagen angeprangert wird, hat der, haben die Wagen, die politischen Wagen aus Düsseldorf meistens weltweit Resonanz.
00:48:37: Und es ist tatsächlich so, dass der Putin Herrn Tilli jetzt verklagt, weil er angegriffen worden ist.
00:48:44: Und Herr, der Tilli wird es ja wahrscheinlich dazu auch... als Staatsfeind angezeigt.
00:48:54: Das ist ja
00:48:54: heute schon fast eine Ehre, muss man dazu sagen.
00:48:56: Wenn so was so ist, dann muss er jetzt Angst haben, dass dann, was weiß ich, die russische Mafia dann ihn irgendwie verschleppt und dass er dann nach Ostland in Gulag kommt oder sowas.
00:49:06: Ich sah ein Interview mit ihm, wo er sagte, das ist für ihn eine Ehre, er muss nur aufpassen, er soll nicht in Länder reist, die einen Auslieferungsverkrag muss haben.
00:49:18: Ja, da muss man schon, sag ich mal, Courage haben, um sowas dann auch auszuhalten, glaube ich.
00:49:24: Das ist richtig.
00:49:25: Und vor allem müssen ja auch die Cannibalisten, die dahinter stehen, das mittragen.
00:49:30: Ja, das ist richtig.
00:49:31: Ja, aber es zeigt ja wieder, dass nicht jeder Spaß versteht, ne, offensichtlich.
00:49:37: Ja, vielleicht könnte Herr Putin ja dann auch, was weiß ich, mal nach Sibirien fliehen oder sowas, wenn er auch vor Karneval so viel Angst hat.
00:49:44: Naja, er schreit ja nach einem Motto offenbar.
00:49:47: Absolut.
00:49:48: Wer
00:49:48: schreit wohl auch eins kriegen.
00:49:50: Herr Trump ja auch.
00:49:50: Insofern bin wir gespannt, was in diesem Jahr zu sehen ist.
00:49:53: Ja
00:49:54: ich auch.
00:49:56: Ich könnte ja noch tausend Fragen stellen, aber die Zeit ist ja schon so weit rum.
00:50:00: Entweder machen wir es kurz, was jetzt sozusagen die aktuellen Themen auf Norderney betrifft oder wir schnacken noch mal ein bisschen weiter.
00:50:07: Also ich finde es mega interessant, weil haben wir schon mal so einen Bedeutenden keine Wallisten in unseren Reihen.
00:50:14: Wahrscheinlich auch danach nie wieder.
00:50:16: Also ich mir ist nicht bekannt, dass vor und danach irgendwie jemand Ambitionen oder überhaupt die Chance hätte in so einem Drei gestehen oder als Prinzenpaar oder sonst was sich als Nordern neuer sich wieder, sich wieder zu finden.
00:50:32: Das muss man umgekehrt sehen.
00:50:34: Es gibt ganz viele Kanivalisten, die gerne noch mal nach Norderney kommen.
00:50:40: Nicht echt?
00:50:40: Ja.
00:50:41: Ich wurde ja ständig darauf angesprochen.
00:50:43: Michael, wir müssen unbedingt was machen.
00:50:44: Wir kommen jetzt mal mit unserem Kanivalverein.
00:50:47: Wir machen jetzt mal einen Ausdruck oder ich gucke mit meiner Familie.
00:50:49: Ich habe schon so viel von gehört.
00:50:51: Jetzt muss ich doch mal nach Norderney kommen.
00:50:55: Und in der Phase, wo die Clubs hier oben sind oder Vereine.
00:51:01: kommt tatsächlich schon seit vielen Jahren Kanalisten hierher.
00:51:05: Und Norderlei ist sich das gar nicht bewusst.
00:51:07: Es gab in den zwanziger, dreißiger Jahren hier ein Köln-Düsseldorfer rheinische Woche, nämlich sind die ganzen Künstler aus Köln und das Düsseldorf sind hierhergekommen, haben damals an den Strandhallen die Köln-Was-Programme der nächsten Session ausprobiert.
00:51:28: Weil es so weit weg
00:51:29: ist, damit es keiner sieht oder das hat man das gemacht oder einfach mal getestet.
00:51:32: Ja,
00:51:32: das war die Sommerzeit.
00:51:33: Das war die Sommerzeit.
00:51:34: Die Nutz kann nach Karneval ist vor Karneval.
00:51:39: Man fängt ja dann schon an, die Programme des nächsten Jahres so auszuprobieren, zu schreiben, zu trainieren.
00:51:46: Und in den Sommermonaten, wo will man das machen?
00:51:48: Da ist das Rheinland hier.
00:51:49: Also kam die damals hierher.
00:51:52: Und die roten Funken, beispielsweise, und der Vater von Milowitsch als Ostermann.
00:51:59: Berühmte Namen, die sind alle früher in den zwanzigjahr, dreißjahr nach Neu-Neil gekommen, haben hier ihre rheinische Woche durchgeführt.
00:52:07: Das wussten Sie auch, glaube ich, nicht, Herr Lohr, oder?
00:52:09: Nee, also, wenn ich platt das Einzige, was ich mal gefunden habe, ist tatsächlich ein großer Wagenumzug.
00:52:16: Das muss auch so am Ende zwanziger Jahre gewesen sein.
00:52:20: Da gibt es noch so ganz alte Sepia-Schwarz-Weiß-Bilder davon.
00:52:28: Und ja, ich finde es hochinteressant.
00:52:30: Also, wie hieß das vorhin so schön?
00:52:33: Alte Traditionen sollte man doch wieder beleben.
00:52:35: Mal gucken, vielleicht entwickelt sich ja was daraus.
00:52:38: Also, Bühnen hätten wir ja genug hier auf Norderney.
00:52:41: Meine Kapelle, ich bin ja ein Schlagzeug in der Kapelle meines Vereines.
00:52:46: Die Stadt gerade Kolonia Ahoi.
00:52:49: Wir sind schon fünfmal hier gewesen mit der ganzen Kapelle in den Späts Sommerherbst und haben tatsächlich auch hier Kurkonzert auch schon in der Muschel gegeben.
00:52:59: Das war mal ein sehr, sehr großer Erfolg.
00:53:03: Bis wir dann dahinter noch genötigt worden sind, mal von der eine oder andere Kneipe zu spielen, spielt doch hier nochmal, auch das ist so toll, macht hier nochmal ein bisschen Musik.
00:53:12: Das haben wir dann sehr gerne gemacht.
00:53:14: Ja, wir haben ja viele Musikvereine, die zu uns kommen, also nicht nur mit karnevalistischem Hintergrund, viele Spielmannzüge, die hier dann auftreten.
00:53:26: Kann man auch mal ein herzliches Dank sagen.
00:53:28: Das ist auch
00:53:29: eine
00:53:29: schöne Bereicherung für unsere Gäste und ist auch eine schöne Tradition.
00:53:35: Mich verkleidest du dich denn überhaupt noch?
00:53:37: Du darfst ja das Bauernkostüm, das ist uns ja vorhin erzählt auch aus den Gründen, die wir schon von dir gehört haben, nicht mehr anziehen.
00:53:44: Was trägst du denn dann, wenn du dann dieses Kostüm nicht mehr tragen darfst?
00:53:49: Verkleidest du dich jedes Jahr neu oder bist du da relativ harmlos unterwegs?
00:53:53: Mit der roten Nase oder dem Hütchen?
00:53:54: Also wenn ich den ganz normalen Kabelfeier verkleide, ich mich auch natürlich.
00:53:58: Nämlich mit einem normalen Hütchen, das ist mir dann auch nicht genug, dass es schon bis du was aufregst.
00:54:04: Allerdings bin ich ja auch aktiver vorher oder auch jetzt wieder aktiver.
00:54:10: Cannibalisten mit meiner Kapelle.
00:54:13: Wir sind ein Teil eines Kraners, die sich über den Auftritt auf der Bühne definiert.
00:54:21: Wir haben auch hundertzwanzig Aufzüge mit Männer-Tanzkorps, Gesangsverein und Kapelle.
00:54:29: Und wir haben dort auch jeden, fast jeden Abend unseren Aufzug.
00:54:33: Und da haben wir unser Uniform, Vereinsuniform.
00:54:37: Die ist maritim, übrigens angelegt.
00:54:39: Und passt auch wieder hier zu...
00:54:41: Zulahnei.
00:54:43: Ich war schon drauf und dran mal auf der Fahrt nach Köln zu dem Auftritt schon hier in meiner Uniform anzuziehen, mal gucken ob ich auf der Frisier frei fahre.
00:54:54: Ich hatte mal eine Kollegin, eine Kölnerin, also die fingen im Spätsommer fingen die schon an zu fiebern.
00:55:00: und dann war die am überlegen welche Kostüme sie dann für Karneval haben will.
00:55:05: und dann hab ich auch gesagt, ich sag das hattest du noch Zeit genug, nein sie bräuchte also mindestens vier fünf Kostüme.
00:55:12: Ich sag, wofür brauchst du denn?
00:55:13: Vier, fünf Kostüme.
00:55:14: Zieh doch einfach eins an.
00:55:16: Er sagt sich, du bist da jeden Tag unterwegs.
00:55:19: Und was glaubst du, wie du aussiehst, wenn du wieder nach Hause kommst?
00:55:22: Also ich glaube, wir können uns das wirklich nicht vorstellen.
00:55:25: Nicht vorstellen,
00:55:25: glaub ich auch.
00:55:26: Ludger, vielleicht müssen wir mal hin.
00:55:28: Da wär mal was.
00:55:30: Als Gegenbewegung.
00:55:31: Dann halten
00:55:32: wir eine plappdeutsche Büttenrede.
00:55:34: Mal gucken, wie sich die Leute da verstehen.
00:55:36: Dass ich auch mal von der Insel runterkomme und die große, reite Karnevalswelt kennlerne, mit der ich bislang nichts am Hut hatte.
00:55:43: Also zumindest ist mir Geschmack gemacht worden heute.
00:55:46: Ich will gerne jeden Norderneyer ein und würde meine Verbindung auch in Köln dazu gerne nutzen, um den Norderneyer, den Karneval richtig zu... beizubringen, denn einfach nur in die Kneipe zu gehen oder auf die Straße sich dann irgendwie betrinken, das ist nicht krank.
00:56:04: Dann ist
00:56:04: es nicht.
00:56:05: Und man muss den Karlweimar richtig kennenlernen, so wie die Locusts dann feiern, um den Schätzen zu lernen.
00:56:12: Ja, Ludke, das lassen wir uns noch nicht zweimal sagen, oder?
00:56:14: Das wollen wir
00:56:14: noch nicht sagen.
00:56:14: Da sind wir noch dabei.
00:56:16: Da sind wir dabei.
00:56:17: Das ist prima.
00:56:19: Das ist so ein bisschen, können wir auch schon, oder?
00:56:21: Ja,
00:56:21: da war das immer ihr Hof oder bei.
00:56:23: Und übrigens der Rheinländer an sich.
00:56:26: Ja.
00:56:26: Feiert ja nicht nur zwischen Elfen, Elfen, Arsch, Armeet, Foch, Karneval.
00:56:30: Der findet ja immer einen Anlass aus allem möglichen.
00:56:33: Selbst bei der Beerdigung am Ende ist man Karneval dabei.
00:56:37: Das stimmt.
00:56:37: So ein bisschen
00:56:38: wie New Orleans.
00:56:39: Wenn
00:56:39: die
00:56:39: Rheinländer die Sommerferien haben, sagen auch immer, alles ist ein paar Diszipelle lauter als sonst.
00:56:45: Also das ist schon ein frohes und unterhaltsames Völkchen.
00:56:49: Und insofern sind wir dankbar, dass so viele uns jedes Jahr besuchen.
00:56:55: Dankeschön, Michael, dass du da bist.
00:56:57: Wir wünschen ja natürlich alles, alles Liebe für diese Session, dass ihr da doch gut mitgemacht.
00:57:01: Und wie gesagt, Willem und ich haben das den Augen-Wink schon verstanden.
00:57:06: Wir sollten schnell nochmal ganz kurz darauf hinweisen, Willem.
00:57:08: Es gibt ja auch noch andere Partys, die stattfinden.
00:57:10: Vielleicht mal mal eine kurze Erinnerung auf die Summertime mit Click-Lock, mit DJ Ötzi und mit der weiter dritte Normal, nicht Purpose-Schuld, sondern... Olli Schulz, oder wie war es noch?
00:57:22: So ungefähr, und Klick-Klock heißt Klick-Klock.
00:57:26: Klick-Klock, nicht Klick-Klock.
00:57:29: Das üben wir noch, wir haben noch ein bisschen Zeit.
00:57:32: Also das machen wir dann beim nächsten Mal noch.
00:57:35: Also Summa, Summa rum, es sind noch Karten zu haben.
00:57:39: Also immer ins Netz schauen, wird ein super Geck und wir freuen uns.
00:57:44: Auch hoffentlich auf gutes Wetter.
00:57:46: und auch White Sands steht ja schon wieder schneller vor den Touren, als man denkt.
00:57:53: Jetzt habt ihr White Snow, dann kommt White Sands.
00:57:55: Ja, White Snow, dann White Sands und insofern ist auch hier immer viel los.
00:58:01: Vielleicht nicht karnevalistisch, aber sonst.
00:58:04: Lustig haben wir es trotzdem.
00:58:05: Danke schön, Michael Köhler-Alarv.
00:58:06: sagt man, glaube ich, ne?
00:58:07: Dreimal Köhler-Alarv.
00:58:09: Dreimal sogar.
00:58:10: Okay.
00:58:11: Dreimal.
00:58:13: Ja, da sind wir schon.
00:58:13: Von
00:58:14: Herzen.
00:58:15: Da sind wir zu Wortkark dafür.
00:58:16: Einmal muss Norddeutsch reichen, dann sagen wir auch noch mal Kölner Allah.
00:58:19: von meiner Seite aus.
00:58:21: Herzlichen Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:58:24: Ich glaube, es war mal ganz interessant, in diese Welt abzusteigen für mich.
00:58:29: Und Gutge, ich sehe es an deinem Gesicht.
00:58:31: Du hast auch viel Spaß gehabt.
00:58:33: Ich muss einen kleinen Gruß in eigener Sache loswerden und zwar stellvertretend für alle Stammhörerinnen und Hörer, die wir haben.
00:58:39: Ich möchte Moni in Osterbrock grüßen, die mir verraten hat, dass sie uns jeden vieles mal hört, danke dafür.
00:58:45: und dann kann alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die uns so treu zur Seite stehen.
00:58:51: Und natürlich Hey von Norderney.
00:58:54: Genau, mit einem Mal.
00:58:55: Tschüssing.
00:58:56: Tschüss.
00:58:58: Hey Norderney.
00:59:00: Teen Talk mit Wilhelm Loth und Ludgar Arbeln.
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